12 Downhill-Boliden fürs Grobe 12 Downhill-Boliden fürs Grobe 12 Downhill-Boliden fürs Grobe

Test Big Bikes 2012

12 Downhill-Boliden fürs Grobe

  • Christian Schleker
 • Publiziert vor 9 Jahren

Ihr habt gemeckert – und wir haben verstanden: Vorerst keine Superenduros mehr, sondern Big Bikes sollten wir testen. Haben wir hiermit gemacht. Zwölf Downhiller bis 4000 Euro standen auf dem Programm.

Wolfgang Watzke Immer nur möglichst schnell von A nach B wird irgendwann öde. Manchmal muss auch Zeit für ein bisschen Luftakrobatik sein. Chris Schleker legt am Roadgap in Bozen das „Demo“ flach.

Und das Programm war heftig: Drei Tage Dauerfeuer in Bozen, bis die Speichen knackten. Zusätzlich den Proficheck inklusive Zeitnahme mit Worldcupper Johannes Fischbach. Welches sind die besten und schnellsten DH-Bikes 2012? Hier erfahrt ihr es.

Zwischen "Hammerbike" und "Hinterbau im Urlaub" liegt bei Johannes Fischbach gut eine Minute. So lange braucht die neue deutsche Downhill-Hoffnung für einen Run auf der Test strecke im Bikepark Osternohe. Die ersten Eindrücke nach jedem Lauf diktiert er wie aus der Pistole geschossen: "Super Geo, Gabel zu weich, Hinterrad verliert beim Anbremsen Bodenhaftung. Welches jetzt?" Über 30 Mal geht das so an diesem Tag – dem letzten unseres groß angelegten Big Bike Tests.

Selten haben Testbikes soviel aushalten müssen wie dieses Mal. Zuerst wurden die Räder in Bozen auf dem Kohlern-Trail rangenommen. Der bietet mit seinem wechselnden Untergrund – mal schnell und wurzelig, mal extrem aus-gesetzt und felsig – ideale Voraussetzungen, um schwache Fahrwerke zu entlarven. Außerdem haben die Locals der Strecke in letzter Zeit einige amtliche Sprünge verpasst. Hinterbauten mit zu wenig Progression gehen da schnell mal auf Block und die Streckenlänge von knapp 5 Kilo-metern mit überwiegend starkem Gefälle macht mauen Bremsen zuverlässig den Garaus. Jedes Bike musste hier auf Einheitsreifen je fünf Abfahrten überstehen. Die derben Streckenverhältnisse sorgen dabei erfahrungsgemäß für Materialalterung im Zeitraffer.

Der zweite Teil des Tests "bestand" aus Johannes Fischbach. Eigentlich Fourcross-Profi, ist er zur Saison 2012 wegen der Verbannung seiner Paradedisziplin aus dem Worldcup-Kalender ins Downhill-Lager gewechselt. Beim ersten Rennen im südafrikanischen Pietermaritzburg hat er gleich mit einem  16. Platz in der Quali und einer Top-30-Platzierung auf sich aufmerksam gemacht (siehe Report Seite 80). Eins steht fest: Der Mann ist schnell unterwegs. Und – was für uns noch wichtiger ist – sein Popometer ist sensibel. Er kann die Unterschiede, die er spürt, sehr klar formulieren. Eine Eigenschaft, die im Profizirkus gar nicht so weit verbreitet ist. Oft erhält man von Worlcup-Fahrern auf Fragen nach dem idealen Set-up als Antwort ein Schulterzucken und den Verweis an den Teammechaniker.

Doch so konnten wir neben den Bewertungen der Testcrew auch die des Profis in das Ergebnis einfließen lassen. Natürlich mit dem Wissen, dass das, was ein Profi an einem Fahrwerk schätzt, nicht automatisch auch dem Einsteiger gefallen muss. Im Gegenteil: Je schneller und aggressiver ein Pilot unterwegs ist, desto straffer und direkter will er die Abstimmung. Der Kommentar "zu weich" kam von Fischi oft – auch bei Bikes, die von der erfahrenen Testcrew als "sehr gut abgestimmt" eingestuft wurden.


Die Testergebnisse dieser Big Bikes findet Ihr im PDF-Download:

• Canyon Torque FRX 9.0
• Commencal DH V3
• Giant Glory 1
• Lapierre DH 720
• Norco Aurum 2
• Propain Rage 8.8 I
• Scott Gambler WC 20
• Solid Mission 9 Evo BPS
• Specialized Demo 8 I
• Trek Session 8
• YT Tues 2.0

Themen: Big BikesCanyonCommencalDownhillerGiantLapierreNorcoPropainScottSolidSpecializedTestTrekYT

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    Big Downhill Bikes 2012

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