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Bikepark Åre in Schweden

Spotguide: In hohem Norden rockt ein Park

  • Tobias Liljeroth
 • Publiziert vor 7 Jahren

Bikepark-Kenner behaupten sogar, dass die skandinavischen Parks die Spitzenreiter in Europa seien. Grund: nahezu perfekte Trails in allen Variationen. Und das Beste: Im Sommer geht die Sonne im hohen Norden fast nicht unter.

Vorbild Whistler: Der Shimano-Trail im Åre-Bikepark wurde wie die legendäre A-Line als breite Rollbahn mit Sprüngen gespickt. „Alle versuchen, die ALine zu kopieren, und schafen es nicht, doch dieser Trail ist nahe dran“, sagt Åre-Kenner Holger Meyer. Wir sagen: Schade, dass Åre nicht gleich ums Eck ist, sondern in Schweden!

Aha, Åre, denkt ihr wohl. Klingt karg. Klingt weit. Klingt kalt. Irgendwo im skandinavischen Rentierland. Ganz weit oben und sicher nicht auf der Hitliste der Dinge, die ihr unbedingt mal machen wolltet. Verdammt schade, kann ich nur sagen! Nicht-Freerider kennen Åre hauptsächlich vom Skisport, von den Weltmeisterschaften und Worldcups. Dabei sind die Berge um Åre im Sommer genauso geil und auch Mountainbiken hat hier Tradition – 1995 fand in Åre der UCI-Worldcup statt und machte den Sport in Schweden erst richtig populär. 1999 kämpften die Crosscountry-Athleten beim UCI-Worldcup eine Schlacht, die bis heute als eines der schwersten Crosscountry-Rennen gehandelt wird: lange Steigungen, fette Abfahrten und technisch brutale Sektionen.

Man sollte meinen, aus Åre wäre damals sofort ein international bekannter Bike-Hotspot geworden, das Whistler Europas oder so ähnlich. Pustekuchen. Warum? Der ansässige Bikeclub hatte nichts auf dem Kasten und eine Downhill-Szene gab es in Schweden noch nicht. Die Idee war vorerst in Schnee und Schlamm versackt. Aber was hat Whistler in Kanada, was Åre nicht hat? Das fragten sich die Einheimischen irgendwann doch. Ein Lernprozess vollzog sich und 2005 zog die skandinavische Gemeinde nach: Sie baute einen Bikepark. Ihr Vorbild: der Vorzeige-Bikepark Whistler. Heute durchziehen Trails wie Blutgefäße die Berghänge des größten schwedischen Skigebiets und beleben den skandinavischen Sommer von Juni bis Ende September. Super: Nachts gibt es im hohen Norden natürliches Flutlicht: Die Sonne geht im Juli um 4 Uhr morgens auf und erst kurz vor Mitternacht mal für ein paar Stündchen unter. Daher pulsiert hier im Juli und August das Bikeleben wie in keinem anderen Ort Europas. Besonders natürlich während des Åre-Bikefestivals im Juli. Kaum zu glauben, doch Åre ist de facto einer der meistbesuchten Bikeparks der Welt.


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