Spotguide

Spanien: La Palma

  • Stéphane Candé
 • Publiziert vor 11 Jahren

FREERIDE-Reporter Stef Candé hatte die Nase voll von kurzen Tagen, langem Winter, Schneematsch und Eisplatten auf dem Trail. Und wo fliegt man hin, wenn man mitten im europäischen Winter den Frühling sucht? Oma und Opa wissen Bescheid: natürlich auf die Kanaren!

Powder-Alarm: Während zuhause Off-Pist-Fahrten zur Zeit – wenn überhaupt – nur auf Ski oder Snowboard möglich sind, surfen wir auf La Palma die Vulkanhänge ab.

Omi und Opi haben Recht: die Kanaren rocken! Seit Jahren schon sind die Inseln vor der Küste Afrikas die Lieblingsdestination für Senioren aus ganz Europa. An den Stränden von Gran Canaria und Teneriffa überbrücken die alten Herrschaften die kalten Wintermonate und kurieren ihre Arthritis. Auf Fuerteventura und Gomera dagegen treiben die Surfer ihr Unwesen. Nur die ganz im Westen des Archipels gelegene Insel La Palma ist bislang von den üblichen spanischen Bettenburgen verschont geblieben. Vielleicht liegt das daran, dass die steil aus dem Meer bis auf 2 400 Meter aufsteigenden Berge die ein oder andere über den Atlantik heranziehende Regenwolke aufspießen – und wenn man eins nicht auf den Kanaren erleben will, dann ja wohl Regenwetter! Aber um ganz ehrlich zu sein: Es wird euch vielleicht ebenso wenig erspart bleiben wie uns, vor allem wenn ihr Touren an der Ostflanke unternehmt. Aber man muss die Dinge ja immer von ihrer positiven Seite sehen: Dank der höheren Feuchtigkeit ist La Palma im Gegensatz zu den Nachbarinseln üppig grün. Da muss kein Freerider befürchten, tonnenweise den vom Vordermann aufgewirbelten Staub zu fressen.Das zweite Schreckgespenst heißt "Mega Landslide".

Das zweite Schreckgespenst heißt "Mega Landslide". Geologen sind sich sicher, dass die gesamte Westflanke des Cumbre Vieja früher oder später abbricht und ins Meer rutscht. Aber jetzt die wirklich gute Nachricht: Das Gros der Touristen auf La Palma sind Wanderer. Und wo Wanderer sind, da gibt es auch was? Genau: Trails – und zwar haufenweise! Die meisten durchziehen die Mitte der Insel, rings um die Caldera de Taburiente. Das ist ein wildromantisches Kratermassiv, das von einer Vielzahl unterseeischer Vulkane gebildet wurde. Seine Gipfelzone ist steil, karg und steinig, doch schon ein wenig tiefer wachsen die imposanten kanarischen Pinien. Darunter wird es dann fast tropisch, aus einer dicken Humusschicht sprießen üppige Farne und Bananenstauden. Zur Küste hin fällt das Gelände allmählich immer flacher ab, die Landschaft wird trockener, verschiedene Kakteenarten prägen das Bild, bis man schließlich in der niedrigsten Vegetationszone angelangt ist: Hier wachsen verschiedene Sorten von Strandbars, auf deren Terrasse jeder lange, erschöpfende Downhill irgendwann endet.


Ausführliche Infos findet Ihr im Spotguide La Palma unten als PDF-Download.

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