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Bikepark-Test 2019

Sechs Gravity-Spots im FREERIDE-Check

  • Dimitri Lehner
 • Publiziert vor einem Jahr

Vor 20 Jahren öffneten bei uns die ersten Bikeparks. Viel Zeit, um die Spielplätze für schwerkraftverliebte Shredder auf ein neues Niveau zu hieven. Wir suchten nach dem Superpark, der uns alle happy macht.

Hansueli Spitznagel Juhu – endlich Airtime! Wie hier im Schweizer Mittelgebirgspark La Berra, nahe Fribourg. Gut gebaute Jumps sind leider noch immer selten.

Flow – das magische Phänomen liegt satt im Visier der Parkbauer – Fahrfluss, beschwingt und einfach. Denn die Strecken-Designer scheinen sich auf eine Zielgruppe eingeschossen zu haben: Bikepark-Neulinge und Familien; sie sind zweifelsohne die größte Zielgruppe. "Singletrail-Blues" nennt Freeride-Erfinder Wade Simmons den Trend zu leichten, blauen Strecken. Das Wortspiel "Blues" bezeichnet nicht nur den Schwierigkeitsgrad des Tracks, sondern auch eine gewisse Traurigkeit, weil sich anscheinend niemand mehr an Jump-Strecken für Fortgeschrittene traut. Auf die viel beschworene A-Line aus dem Paradepark Whistler mit unzähligen Jumps und massig Airtime müssen wir hier also noch immer warten – obwohl tausendfach angekündigt.

FREERIDE Magazin Die Bikeparks in der Übersichtskarte


Den gesamten Bikepark-Test mit diesen Bikeparks inklusive Bikepark-Beschreibungen, allen Informationen und Noten gibt es als PDF unten im Download-Bereich:

  • Todtnau (GER)
  • Willingen (GER)
  • Saalbach Hinterglemm (AUT)
  • Järvsö (SWE)
  • Berra (CH)
  • Kronplatz (IT)

Bikepark-Test 2019: Sechs Gravity-Spots im FREERIDE-Check

9 Bilder

Rund 20 Jahre sind vergangen, seit die ersten Bikeparks bei uns öffneten. Massig Zeit, um die Spielplätze für schwerkraftverliebte Shredder auf ein neues Niveau zu hieven. Wir waren für Euch wieder unterwegs auf der Suche nach dem Superpark, der uns alle happy macht. Und wurden nicht fündig.


Nach über 20 Jahren Bikepark-Bau hat sich bei uns eine Menge getan, den Superpark, der alle glücklich macht, gibt es in unseren Augen aber noch immer nicht. Dafür Parks mit sehr unterschiedlichem Charakter und einzelne Strecken, die sehr gelungen sind. Trail-Bauer Diddie Schneider zum Beispiel verpasste dem Bikepark Willingen neue Trails nach Vorbild seiner erfolgreichen Flow-Country in Bischofsmais – simpel zu fahrende Murmelbahnen mit gefahrlosen Table-Sprüngen und vielen Anliegern – ideal für Park-Einsteiger. Im Hochgebirge, am Kronplatz und in Saalbach Hinterglemm, profitieren Enduristen von langen, epischen Naturabfahrten wie dem 1300 Höhenmeter langen Herrensteig oder dem legendären Hacklberg-Trail. Todtnau dagegen bedient Bigbike-Shredder mit Abfahrten, die hohes Können voraussetzen; Einsteiger sind hier überfordert. Im schwedischen Järvsö ist die Streckenvielfalt in unseren Augen am besten gelungen. Hier gibt es alles: Einsteiger-Tracks, Flow-Abfahrten, Jump-Strecken und Downhill-Pis­ten. Ein Mini-Whistler, wenn man so will. Kein Wunder, denn der ehemalige Whistler-Trailchef Tom Pro hat hier gewerkelt. Nachteil von Järvsö: Der Park befindet sich am Ende der Landkarte, tausende Kilometer entfernt – sprich: Das hilft uns auch nicht wirklich weiter.

Die Top-Note 10 können wir noch immer nicht vergeben; die Suche geht also weiter. Statt Pauschalempfehlung lautet unser Tipp: Schaut Euch das Angebot der Parks genau an und sucht nach Eurem Fahrkönnen aus. Und dann ist da noch der persönliche Geschmack, denn Bikeparks lassen sich nur schwer objektiv bewerten. Seid Ihr mit unseren Einschätzungen einverstanden?


Lasst es uns wissen: E-Mail an info@freeride-magazine.com


Jacob Gibbins Diesen Artikel finden Sie in FREERIDE 3/2019 - das Heft können Sie hier bestellen > FREERIDE IOS App (iPad) FREERIDE Android App 

Themen: Bikepark-TestGravity-Spot

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