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Freeride-Trip

Österreich: Serfaus

  • Christoph Malin
 • Publiziert vor 14 Jahren

Serfaus ist nicht ganz geheuer: Man wacht morgens auf, schaut raus: Sonne. Die Berge voller Trails. Die Anstiege versüßt durch Gondelbahnen. Jeden Tag aufs Neue. Hier sollte die Zeit stillstehen.

Von ganz oben nach ganz unten: Wer sein Bike trotz Absturzgefahr und Adrenalin-Überdosis noch beherrscht, kann in Serfaus vom Gipfel abfahren – das sind über fünf Stunden Trailspaß für Könner und ein Horror für Normalbiker.

Nach fünf Tagen Schneesturm kriegst du den Koller im kleinen Zelt. Der Wind presst dir die Zeltbahnen ins Gesicht, die Beine werden im Schlafsack taub und dustarrst nur noch stumpf vor dich hin", Picco quatscht ununterbrochen, während ich mich aufs Atmen konzentriere und hoffe, dass mir das Herz nicht aus dem Hals springt. Wir kraxeln mit unseren Bikes über einen felsigen Pfad auf den 3 004 Meter hohen "Furgler". Ich: komplett am Limit. Doch für Picco scheint es ein Sonntagsspaziergang zu sein. Der 36-jährige Vertrider, Bergführer und Extrembergsteiger aus Innsbruck kam gerade von einer Mount-Everest-Expedition zurück, ist in Topform und erzählt von seinen Erlebnissen, während ich hier nach Luft schnappe, als wäre es die Todeszone des Everest.

Seit zweieinhalb Stunden zackt der Weg senkrecht in den Himmel. Sausteil, boshaft verblockt und so voller Geröll, dass ich bei manchem Schritt weiter runterrutsche als hinaufkomme. Dabei fuhren wir nach Serfaus, um flowige Singletrails zu finden. Die gibt es auch, doch Picco will erst ganz nach oben, um dann ganz nach unten zu fahren. "Man muss rauf auf den Gipfel", sagt er trocken. Oben auf dem Furgler-Gipfel genießt Benni die Fernsicht bis nach Ischgl und kaut fröhlich am Wurstbrot. In seinem Brustkorb steckt ebenfalls eine Pferdelunge. Über 70 Skitouren jeden Winter verleihen ihm die Steigfähigkeit eines Heliumballons.

Für mich dagegen ist es der erste 3 000er mit Bike. "Echt? Dein erster 3 000er?", fragt Georgy süffisant und grinst blöd dabei. Auch er steckt mich konditionell in die Tasche. "Jaha, Georgy, mein erster!" Hier in Serfaus wird mir der Gipfelsieg jedoch leicht gemacht, denn die Seilbahn geht bis 1 900 Meter hoch. Oben empfängt uns "großes Kino", wie wir es nennen.


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