Norwegen: Spot-Check in Hafjell Norwegen: Spot-Check in Hafjell Norwegen: Spot-Check in Hafjell

Bikepark Hafjell

Norwegen: Spot-Check in Hafjell

  • Jeanette Borchers
 • Publiziert vor 8 Jahren

Hafjell gilt als einer der besten Bikeparks in Europa – da sind sich Laien und Experten einig Kaum ein anderer Bikepark soll soviel Fahrspaß generieren. Übertrieben oder wahr? Wir besuchten den Park in Norwegen.

Vergard Breie Der Park in Hafjell lockt Besucher aus aller Welt an – doch anscheinend nicht genügend: Eine Schließung steht im Raum. 2014 könnte die letzte Gelegenheit sein, den norwegischen Superpark zu besuchen. 

Welcome to the Norwegian Summer", sagt Snørre Pederson und blinzelt in den Regenhimmel. Der Typ, der ein bisschen aussieht wie einer der Wikinger aus der TV-Serie "Wicky und die starken Männer", hat hier in Hafjell das Sagen. Was man auf den ersten Blick nicht vermutet: Snørre ist ein erstklassiger Mountainbiker und startete schon bei vielen Downhill-Rennen. Er kennt die Vorlieben und Wünsche von Freeridern und sieht es als seinen Auftrag, das Sprung- und Flow-Verlangen seiner Besucher zu stillen. Mal sehen, ob ihm das gelingt.

Als vier Wochen zuvor die Einladung nach Hafjell im Postfach lag, wurden die Kollegen hellhörig: Nach Hafjell will jeder, schließlich soll der Park zu den besten in Europa gehören, zusammen mit Portes du Soleil in Frankreich und Åre in Schweden. Diese drei Destinationen gelten als die Euro-Whistlers. Die Erwartungen sind also hoch: Anders als in Bikeparks hierzulande verlangt man bei diesen Spots, dass man auch noch nach zwei Parktagen Spaß hat. Schließlich fährt man nicht mal eben schnell nach Schweden, Frankreich oder Norwegen. Wer eine so lange Reise auf sich nimmt, will länger bleiben. Also auf nach Norwegen!

Vom Flughafen in Oslo aus liegt Hafjell zwei Zugstunden und 15-Shuttle-Minuten entfernt. Auf der Zugfahrt nach Lillehammer (Kosten: ca: 50 €) bekommt man einen guten Eindruck von der Gegend: Norwegen, wie man es sich vorstellt. Ein grünes Land voll blauer Seen, gedeckelt mit einem grauen Himmel. Die Holzhäuser sind braun angestrichen, oft wächst Gras auf dem Dach. Kein Wunder, es regnet ja zu Genüge: Die Wetterstatistik zeigt sogar im August noch 17 Regentage an und die Temperaturen ähneln im Hochsommer dem deutschem Frühling: Der Durchschnittswert liegt um die 18 Grad. Mehr Freude als die Regenstatistik machen die langen Tage im Sommer. Hier verabschiedet sich die Sonne nämlich erst kurz vor Mitternacht und dimmt dann hinter dem Horizont weiter, sodass es nie so richtig dunkel wird.

Norwegen: Bikepark Hafjell

13 Bilder

Hafjell gilt als einer der besten Bikeparks in Europa - die FREERIDE-Crew hat sich persönlich bei einem Besuch in Norwegen davon überzeugt.

Schon am ersten Tag merkt man: Die Atmosphäre in Hafjell ist entspannt und die Leute sind aufgeschlossen. Neben der Gondelstation ist ein inoffizieller Campingplatz – hier parkt auch der kleine Wohnwagen von Freeride-Profi Mads "Makken" Haugen. "Strom, Duschen, Bistro – alles ist da”, sagt Snørre und zeigt auf das Hauptgebäude. Gegenüber ist der Bikeshop untergebracht. Dort stehen 150 neue Modelle des Scott "Gambler" und Schutzbekleidung zum Verleih bereit. Das ist in Hafjell üblicher als bei uns. "26 Prozent aller Parkbesucher mieten sich hier ein Bike", erzählt Snørre.

Der Park bietet 830 Höhenmeter mit vierzehn Strecken, davon fünf Hauptstrecken. Per Gondel überbrückt man ruckzuck die ersten 590 Höhenmeter. Von der Bergstation führen die meisten Trails zu einem Sessellift. Entweder man fährt nun weiter bergab Richtung Tal, oder man lässt sich mit einem Sechser-Sesselift zur höchsten Stelle des Wegenetzes liften. Diese 310 Höhenmeter lohnen sich, denn vom Endpunkt des Sessellifts starten die wichtigsten Strecken: die Worldcup-Strecke, Buldre, Gressloypa, Moetown und der Rollercoaster.


Alle Infos über Hafjell gibt's unten als PDF-Download.

Themen: BikeparkHafjellNorwegen

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