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Trentino: Trails am Gardasee

Klassiker reloaded

  • FREERIDE Magazin
 • Publiziert vor 5 Jahren

Der nördliche Gardasee ist eine der bekanntesten Bikeregionen der Welt. Trails wie 601, Pace, Tremalzo, Dalco sind echt Klassiker – jetzt wurden einige Trails für Gravitybiker aufgepimpt – sehr gut!

Hier wurde Freeride-Geschichte geschrieben: Der Sentiero 601 am Gardasee zählt zu den bekanntesten Rumpelabfahrten der Welt. Wer's hier geschmeidig runter schafft, darf stolz auf sich sein.

„Der Gardasee wird komplett überbewertet!“, behaupten Lagokritiker recht gehässig. Tatsächlich ist es eher das Gesamtpaket, das den Lago so verdammt attraktiv macht. Da sind die italienische Sonne, der wunderschöne, blaue See, die Berge, die wie Felsbastionen senkrecht in den Himmel ragen, der Italo-Flair mit seinem viel beschworenen Dolce Vita, Eis-Essen im Flora, Promenieren im Hafen von Riva.

Die Trails dagegen wollen erkämpft sein: Am Lago geht es ohne Seilbahnen steil hoch und meist steil und rumpelig wieder runter. Das passt so gar nicht mehr zum momentanen „Easy Going, Flow ist alles“-Hype im Freeriden. Das wissen auch die Locals und verpassten ihren Supertrails von eins ein gehöriges Facelift und legten zusätzliche Trails an. Allen voran: der Naranch-Trail.


Unsere Trail-Tipps für Freerider am Lago


1. Einmal im Leben sollte jeder Freerider den Sechshunderteinser (601er) gefahren sein. Dieser zornige Trail über Felsplatten, Steinschuppen, Gerümpel kurvt steil von den Hängen des Altissimo in die Tiefe. Wer es hier runter schafft, ohne den Fuß abzusetzen, darf sich zur Profi-Klasse der alpinen Freerider zählen. Früher galt der 601er als Initiationsritual. Wer diese Abfahrt ohne Nervenflattern, Angstschreie und Schiebeeinheiten bewältigte, durfte sich guten Gewissens Freerider nennen. Die neuen Fahrwerke und Geometrien moderner Bikes haben dem 601er etwas an Schrecken genommen – doch noch immer ist diese Abfahrt fordernd und schwierig.

Airtime: Jumps mit spürbarer Airtime sind eine Seltenheit am Gardasee – dafür ist das Gelände schlichtweg zu steil. Doch findige Locals haben einen Weg gefunden, doch irgendwo einen Jump einzubauen – sehr gut!


2. Runderneuert wurde der Trail: La Val di Diaol. Er zweigt von der Altissimo-Anfahrtsstraße ab. Entweder man kurbelt selbst die 800 Höhenmeter nach oben oder bucht einen der Shuttlebusse. Mit kleinen Sprüngen und Holzkickern wurde der Trail mehr auf Freeride getrimmt.


3. Der Naranch-Trail führt von Santa Barbara aus hinunter nach Nago. Schnelle Kurvenwechsel, Waldboden, Kehren, kleine Felsabsätze, Geländesprünge – so viel Flow haben wir am Lago bis dato noch nicht erlebt. Der Naranch-Trail ist unser Must-Do-Tipp!


4. Ebenfalls durch die Hänge des Altissimo zackt der Coast-Trail. Vom Charakter ist der Coast etwas zahmer und flowiger als z.B. der Sechshunderteinser. Er schlängelt sich am Hang durch lichten Wald mit einigen sehr fordernden Schlüsselstellen und Steilpassagen über Steinfelder. Doch sie können problemlos umtragen werden. Da der Coast-Trail von recht weit oben am Altissimo startet, empfiehlt es sich für tretmüde Freerider ein Shuttle zu buchen. Momentan wird am Coasttrail noch gearbeitet, doch die Öffnung steht bevor. Der Verein AGBA, kümmert sich um die regelmäßige Wartung der Trails.


Shuttle-Service:


www.bikeshuttletorbole.com


www.gardabiketransfer.it


www.gardabikeshuttle.com

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Themen: 601FreerideGardaseeLagoNarachSkullTrentino


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