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Abenteuer

Italien: Abruzzen

  • Dimitri Lehner
 • Publiziert vor 10 Jahren

Wir suchen gerne an abgelegenen Orten nach unbekannten Freeride-Trails. Diesmal in den italienischen Abruzzen. Dort hätten wir uns bei der heißen Trail-Jagd beinahe die Finger verbrannt. Am Ende wurden wir doch noch fündig und erkannten: Was zählt, ist unterwegs zu sein.

Italiens schönste Seite: goldenes Morgenlicht und Hotel mit Seeblick. Tom begrüßt den jungen Tag. In wenigen Minuten sind die Leichtzelte wieder verpackt und wir ziehen weiter – genau das ist Freeriden.

Seit Jahren treibt es uns in unbekannte Landschaften. Wie jetzt in die Abruzzen, das vergessene Gebirge Italiens. Schon mal dort gewesen? Eben. Grönland, Lappland, Island, Karpaten – abgelegene Orte versprechen nicht nur spannende Trails, sondern vor allem auch Abenteuer. Im Grunde ist es mehr als der reine Freeride-Fahrspaß, der uns antreibt. Es ist die Ungewissheit, die Lust macht. Morgens nicht zu wissen, wo wir abends schlafen werden – ganz abgesehen davon, was dazwischen alles passieren kann. Um die Orientierung will ich mich nicht kümmern. Hannes ist der Kartenmann. Fast hätte ich Kartenfetischist gesagt, denn Hannes liebt Landkarten und besonders liebt er es zu wissen, wo’s lang geht. Meist kriegt er das ganz gut hin, diesmal nicht. Wir biegen falsch ab. Aus Straße wird Trail, aus Trail Gebüsch, aus Gebüsch Schlucht. Hier ist kein Weiterkommen – zurück!

Irgendwann sind wir wieder auf der einsamen Landstraße und kurbeln durch Laubwald bergauf. Stundenlang. Kurve reiht sich an Kurve. Die Unterhose zwickt, die Schaltung rasselt, Schweiß rinnt ins Auge. Die Freunde sind längst weit vor mir. Stefan hat vor ein paar Wochen ein 1400-Kilometer-Mountainbike-Rennen durch die Mongolei absolviert, Tom ist Bergführer mit sieben Alpenüberquerungen in den Beinen und Hannes trainiert ständig mit dem Rennrad. Ich dagegen bin Büro-Mensch und daher jetzt alleine – mit meinen Gedanken, der Asphaltstraße und dem Wald. Stunden vergehen, dann öffnet sich der Wald und vor mir liegt eine Hochebene. Die Freunde warten. Wir staunen. "Sieht aus wie Tibet, gä?", meint Hannes. "Oder die Mongolei", sagt Tom. "Wie das Altai-Gebirge", weiß es Mongolei-Experte Stefan besser. Ich sage nix, ich guck nur. Grasflächen umrahmt von baumlosen Hügeln. Pferde grasen in der Ferne und aus dem tiefen, grauen Himmel saugt die nahende Nacht bereits das Licht.


Die Reportage über das Abenteuer Abruzzen gibt's unten als PDF-Download.

Themen: AbenteuerAbruzzenItalien

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