5 Gaps, die Dir Adrenalin ins Blut pumpen 5 Gaps, die Dir Adrenalin ins Blut pumpen 5 Gaps, die Dir Adrenalin ins Blut pumpen

Angstmacher: MTB-Stunts zum Gruseln

5 Gaps, die Dir Adrenalin ins Blut pumpen

  • Dimitri Lehner
 • Publiziert vor 2 Jahren

Mutproben: Fünf Bikepark-Drops, die Dich wirklich schocken können... Wir haben uns das angeschaut, inklusive Gänsehaut...

Norbert Szasz Saalbach (X-Line)

Bikepark-Betreiber lieben krasse Stunts. Denn krasse Stunts polieren das Image auf und befeuern den Szene-Tratsch. Die Folge: Kaum wellt sich ein Trail durch den Park, muss ein sogenannter "Widowmaker" her, ein Stunt, den sich nur wenige trauen und der klappen muss, will man nicht im OP-Saal landen. Lust auf Nervenflattern? Hier sind fünf Drops, die Angst machen:

Saalbach (X-Line) (Foto ganz oben)

Der Abschluss-Gap am Schattberg schockt durch seine Dimensionen. Er steht gut sichtbar am Hang und scheint jedem Freerider zuzurufen: "Got balls or what?" Wer hier springt, fliegt lange. Und weit. Vor der Airtime darf man sich nicht erschrecken! Alleine das Holzgerüst ragt 4,5 Meter über’m Boden. Beim Landepunkt können daraus schnell 5 Meter werden. Dazu kommt die Weite von 6,5 Metern. Wer’s hier schafft, Atmung und Pulsschlag zu zügeln, darf sich Drop-Experte nennen. Gut: die steile, breite Landung!


GRUSEL-FAKTOR   5 von 6 Totenköpfen


Leogang (Flying Gangster)

Durch einen YouTube-Clip erlangte dieser Horror-Drop zweifelhafte Berühmtheit. Darin droppte ein Freerider so ungünstig, dass er auf dem Biker landete, der neben ihm den kleineren Drop sprang. Wer sich erschrecken will, ist hier richtig, denn man muss den Drop sehr langsam anfahren und sackt
dennoch – egal wie man es anstellt – wie ein totes Schwein in nach unten. Wer mehr Schwung nimmt, explodiert 9 Meter tiefer im Flat. Kurzum: Der Stunt ist so oldschool und sketchy, dass ihn kaum jemand wagt. Wir sagen: einmal gemacht, reicht fürs ganze Freerider-Leben. Zumindest uns ging es so. Ein klassisches One-Hit-Wonder. Höhe: 6 Meter. Weite: 1,5 Meter.


GRUSEL-FAKTOR   6 von 6 Totenköpfen

Lars Scharl Leogang (Flying Gangster)


Samerberg (Gap)

Der Gap im bayerischen Bikepark Samerberg ist ein wahres Gruselkabinett. Der Sprung besitzt alle Zutaten, um Deinem Puls in den Arsch zu treten. Die Anfahrt ist hakelig und führt über Wurzeln auf einen schmalen Holzbalken. Erst nach dem Balanceakt wird der Holzsteg breiter. Das Gerüst ragt (Schluck!) 5,5 Meter in die Höhe – beeindruckend! Der Absprung ist blind. Du siehst also erst in der Luft, wohin die Reise geht. Nämlich nach unten (3,7 m bis zum Landepunkt), aber auch 6,5 Meter in die Weite. Also besser noch mal beschleunigen! Triffst Du die Landung, ist alles easy, weil schön steil. Viel Federweg brauchst Du da nicht. Du triffst sie nicht? Uh, gar nicht daran denken!


GRUSEL-FAKTOR   5 von 6 Totenköpfen

Wolfgang Watzke Samerberg (Gap)


Lac Blanc (La Nuts)

"Alles über zwei Meter Höhe ist ein ernstzunehmender Drop", sagt Freeride-Pionier Wade Simmons. Das gilt auch für den Roadgap im Vogesenpark Lac Blanc. Auf dem schwarzen Downhill-Track La Nuts steht der höchste Drops des Parks. Über die 3,5 Meter hohe Holzbrücke lässt er sich sehr gut anfahren, denn: breit und flach. Auch hier: 2 x reintreten für den nötigen Speed, denn es geht nicht nur zirka 4 Meter runter, sondern auch 5,5 Meter in die Weite. Wichtig: Sei bremsbereit, denn es folgt eine Kurve nach rechts, die man nicht überschießen will. Wer die Landung gut trifft, landet ziemlich sanft. Unser Fazit: sicher gebaut, wirkt optisch aber deutlich höher.


GRUSEL-FAKTOR   4 von 6 Totenköpfen

Kirsten J. Sörries Lac Blanc (La Nuts)


SFL (Strada del Sole)

Strada del Sole heißt die beliebte Jumpline im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis. Hier wurde der höchste Gap-Drop des Parks geschickt als Variante in die Strecke eingebettet: Wer will, biegt ab – wer nicht will, kurvt außen rum. Auch hier rollt man über ein leicht abschüssiges Brettergerüst. Der Trail gibt den Speed vor, viel Schwung brauchst Du nicht, denn der Stunt ist mehr Drop als Gap (3,2 m hoch, 3,3 m weit). Zu kurz springen, geht kaum. Dennoch beschleunigt der Puls, denn der Absprung ist blind, und das ist immer ein bisschen gruselig. Die sichere Anfahrt und eine gute, steile Landung machen den Stunt zu einer ziemlich sicheren und vor allem spaßigen Nummer.


GRUSEL-FAKTOR   2 von 6 Totenköpfen

Wolfgang Watzke SFL (Strada del Sole)


Christoph Breiner Diesen Artikel finden Sie in FREERIDE 4/2018 - das Heft können Sie hier bestellen > FREERIDE IOS App (iPad) FREERIDE Android App 

Themen: BikeparkGapNL_3_19Stunt


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