Interview mit Max Hartenstern

Wer ist deutscher Downhill-Meister 2016?

  • FREERIDE Magazin
 • Publiziert vor 4 Jahren

Große Verwirrung bei der Deutschen Meisterschaft in Tabarz: Max Hartenstern fährt die schnellste Tageszeit als U19, Julius Sauer gewinnt in der Elite-Klasse. Wer darf sich jetzt Deutscher Meister nennen?

Ist das der deutsche Downhill-Meister 2016? Ganz genau weiß das Max Hartenstern trotz seiner schnellsten Tageszeit in Tabarz selbst nicht.

Max, bist du jetzt Deutscher Downhill-Meister? So genau scheint das niemand zu wissen, nicht einmal der Bund deutscher Radfahrer.

Naja, ich habe das Trikot der Elite-Klasse bekommen, darf es aber nicht tragen, sondern nur die deutsche Flagge am Arm. So richtig kann das niemand erklären.

Im Regelwerk der UCI steht, dass der Tagesschnellste das Trikot bekommt. Vom Titel steht zwar nichts drin, doch man sollte meinen, dass beides gemeint ist. Sonst würde es keinen Sinn machen, oder?

Ja, so habe ich das auch verstanden.

So ist das Ergebnis unbefriedigend. Wird die UCI das noch klären?

Das weiß ich nicht. Doch mich stört es nicht, ich hatte ein schönes Wochenende.

Wie fühlt sich Julius Sauer?

Mit Simon habe ich nicht mehr gesprochen. Er war wie ich noch vor dem Regen gestartet und hatte in der Elite-Klasse die beste Zeit gefahren. Ich glaube ihm war es anfangs etwas peinlich, dass ich die schnellste Zeit hatte. Doch gefreut hat er sich sicherlich.

Warum hattest du dich nicht für die Elite angemeldet?

Weil ich noch U19 fahren muss. Wenn ich im Worldcup U19 fahre, muss ich es auch bei der deutschen Meisterschaft fahren.

Wie denkt ihr Fahrer darüber, wenn die einen Glück haben und im Trockenen starten können und die anderen im Regen. Ein bisschen unfair ist das ja schon.

Mir ging es beim Europa-Cup im Schladming auch so. Die einen fuhren im Trockenen und die anderen mussten im Platzregen über den Track schlittern. That’s Racing. Das kann dir überall passieren, gehört dazu und damit musst du klar kommen.

Kannst du dich über deine Zeit freuen, auch wenn du weißt, dass Johannes Fischbach unter den Bedingungen schneller gewesen wäre.

Ja, ich freu mich und fühle mich nicht schlecht deswegen.

Du wirst als das große Nachwuchstalent im Downhill gehandelt. Was steht demnächst auf deinem Plan.

Vor allem die WM in Val di Sole im September und im nächsten Jahr will ich möglichst viele Worldcups zu fahren.

Hast du das Zeug, ganz vorne rein zu fahren?

In Leogang war ich Neunter in meiner Klasse und dabei hatte ich zwei Beinahe-Crashs, sonst wäre ich Top-5 gefahren. Ich glaube, dass mein Speed passt. 

Noch fährt Max Hartenstern U19, doch bald will Max in der Elite-Klasse im Worldcup mit mischen – am besten ganz vorne. Ist Max der neue Stern am Downhill-Himmel?

Themen: Deutscher MeisterDownhill-DMInterviewMax Hartenstern


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