„Schwieriger als Rampage!“ „Schwieriger als Rampage!“ „Schwieriger als Rampage!“

Interview

„Schwieriger als Rampage!“

  • Ludwig Döhl
 • Publiziert vor 4 Jahren

Worldcup-Downhiller Bernard Kerr hat 2016 die Red Bull Hardline gewonnen. Am 24. September findet dieses englische Monster-Race erneut statt. Wir sprachen mit Bernhard über seine Sieg-Chancen.

Sven Martin Multi-Talent Bernard Kerr: Der Engländer gewann 2017 die Red Bull Hardline, starteteschon bei der Rampage, fährt hauptberuflich Downhill-Worldcups, stellt aber auch gerne sein Rad quer beim Best-Whip-Contest.

Sie begann als ein gewagte Projekt und mauserte sich zum Prestige-Wettkampf: die Red Bull Hardline. Dan Atherton, Bruder der Serien-Sieger Rachel und Gee, baute schon immer gerne Trails, doch für die Hardline war seine Vision eine, die alle Grenzen sprengen sollte. Die Idee: ein Super-Downhill. All das, was im Worldcup nicht möglich war, sollte hier stattfinden: massive Sprünge im Style der Fest-Serie, monströse Drops von 10 Metern Höhe und Steilabfahrten, die nahe an den freien Fall herankamen. Nur wenige Profi-Biker wagen hier einen Run. Einer davon: Bernard Kerr. Dem Engländer gelang es sogar 2016 zu gewinnen.


Letztes Jahr hast du die Hardline gewonnen. Wie stehen die Chancen, dass du den Titel dieses Jahr verteidigen kannst?

Hoffentlich gut. Letztes Jahr war’s klasse. Die Hardline ist ein wirklich spaßiges Rennen, das mir liegt. Jetzt hoffe ich, dass sich meine Worldcup-Saison gut entwickelt und ich einen Versuch starten kann, die Hardline wieder zu gewinnen.


Bereitest du dich speziell auf das Rennen vor?


Nein. Letztes Jahr bin ich davor nur mit meinem Dirtbike rumgehüpft und Motocross gefahren. Die Hardline ist unmittelbar nach der Worldcup-Saison, also keine Zeit, speziell zu trainieren. Nach der Weltmeisterschaft in Cairns gehen alle nach Bali für ’ne Woche um auszuspannen – danach geht es direkt zur Hardline.


Wer ist dein härtester Konkurrent?

Gee Atherton. Wenn er nur mal ein gutes Jahr hat. Er hatte in der Vergangenheit zwei Platten und letztes Jahr stürzte er im Training und verletzte sich an der Schulter. Der Typ hatte bisher immer nur Pech, doch wenn’s bei ihm klappt, wird’s eng für mich.


Manche sagen, die Red Bull Hardline sei krasser als die Rampage. Stimmt das?

Willst du bei der Rampage gewinnen, ist es richtig krass. Doch einfach nur mitzumachen ist ziemlich einfach. Klar, du kannst die Klippen runterfallen, wenn’s ganz dumm läuft, doch in meinen Augen ist es schwieriger die Hardline zu fahren.


Du fährst Downhill-Worldcups, hattest schon gute Ergebnisse bei den Weltmeisterschaften, doch die meiste Anerkennung kriegst du für deinen Hardline-Sieg und deine Videoclips auf Youtube, wo du im Motocross-Style durch die Gegend fliegst. Kränkt das die Racer-Ehre?

Nein, überhaupt nicht. Ich finde es klasse, auf dem Bike einen guten Style zu haben. Ich würde sogar sagen, dass das mein größtes Anliegen ist. Ich will gut auf dem Bike aussehen. Als nächstes kommen dann Race-Erfolge auf meiner Wunschliste. Doch es stimmt, ich werde hauptsächlich wegen meines Sieges bei der Hardline angesprochen.

Themen: Bernard KerrDownhillInterviewNL_3_17Red Bull Hardline


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