Interview: Tobi Wrobel

„Ich will alles geben!“

  • Dimitri Lehner
 • Publiziert vor 7 Jahren

Tobi Wrobel startet beim Red Bull District Ride als Vorfahrer. Wir wollen von ihm wissen, was den Reiz ausmacht außerhalb der Wertung auf dem krassen Weltklasse-Parcours in Nürnbergs Altstadt zu starten.

Kommt aus Nürnberg, startet in Nürnberg: Tobi Wrobel ist der Vorfahrer beim Red Bull District Ride.


Tobi, der District Ride zählt als Diamond-Event der FMB World Tour zu den großen Wettkampf-Highlights weltweit. Du wirst der erste Fahrer sein, der vor Massenpublikum durch den Parcours des Red Bull 
District Ride
 startet. Was können wir erwarten?
Es ist ein enormer Reiz, überhaupt auf dieser Strecke in meiner Heimatstadt zu fahren. Ich werde mit den anderen Fahrern trainieren und dann dem Publikum diesen Wahnsinns-Parcours vorstellen – mit Helmkamera und Live-Übertragung auf große Bildschirme. Das ist schon klasse!


Weißt du schon was über die Strecke. Wo stecken diesmal die Highlights?
Viel weiß ich nicht. Sicher ist, dass es wieder den spektakulären Burg-Drop geben wird, den Monsterkicker unten auf dem Hauptmarkt und eine Open-Loop.


Was ist ein Open-Loop?
Wie der Name sagt, ist es ein Looping, der allerdings oben offen ist. Man springt also aus dem Holzloop heraus und dreht in der Luft weiter. Brett Rheeder hat damit vor einiger Zeit für Schlagzeilen gesorgt, als er im Film „Not Bad“ einen Open-Loop sprang. Oder kürzlich im Film „Breathe Easy“ von Matt McDuff. Einen Open-Loop gab es in Nürnberg noch nicht. Da hat auch kaum ein Fahrer Erfahrung, daher wird es sicher ein intensives Training mit Matten geben, um das Verletzungsrisiko zu minimieren.


Gibt es ne Chance, dass du auch in die Wertung kommst – vielleicht wenn du einen Wahnsinns-Run hinlegst?
Nein, denn für den Wettkampf muss man sich durch eine hohe Platzierung in der FMB Tour qualifizieren oder durch den Gewinn einer Wildcard, da habe ich leider keine Chance. Daher wird schon vor meinem Run feststehen, ob ich starten kann oder nicht. Dennoch will ich natürlich zeigen, was ich kann und alles geben. Ich werde da sicher nicht einfach so runter cruisen. Meine Top-Tricks will ich über die großen Sprünge auspacken wie Flip Superman, Frontflip No Hand oder Superman Seatgrabs über die 15 Meter.


Wer sind in deinen Augen die Favoriten in Nürnberg?
Die Jungs, die auch letztes Jahr bei den X Games die Nase vorne hatten. Brett Rheeder, Semenuk, aber auch Martin Söderström oder Sam Pilgrim.


Welche deutschen Fahrer gehen an den Start?
Momentan wird das nur Peter Henke sein, da Amir Kabbani sich ja verletzt hat. Amir ist zwar wieder fit, doch der Red Bull District Ride ist sicher kein Event, den man nach einer Verletzung einfach so mitfährt.


Du gehörst zu den wenigen Fahrern, die einen Doppelflip springen. Werden wir in Nürnberg doppelte Backflips sehen?
Ich kann ich mir gut vorstellen, dass wir da einige Doppelflips sehen werden. Der Doppelte ist gerade voll im Kommen. Vor Jahren war ich einer der wenigen, der Doppelflips sprang, doch mittlerweile haben den viele Fahrer drauf.


Wann hast du deinen letzten Doppelten gesprungen?
Vor einer Woche.


Das Risiko ist beim Doppelflip enorm hoch, dennoch sprechen manche schon vom Triple. Werden wir den dreifachen Flip dieses Jahr sehen – und von wem?
Ich persönlich finde Triple-Flips weder schön noch sinnvoll. Dafür braucht man große Kicker. Das bedeutet ein enormes Risiko. Ich kann mir aber vorstellen, dass Antoine Bizet ihn irgendwann macht. Er ist aber der Einzige, der mir da einfällt.

Themen: District RideFMB World TourNürnbergTobi Wrobel


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