Leserfrage: Bandscheibenvorfall

  • Tomek
 • Publiziert vor 16 Jahren

Bei mir hat sich ein größerer Bandscheibenvorfall ereignet. In ärztlicher Therapie bin ich schon. Radfahren grundssätzlich soll ja nicht schlecht sein, Mountainbiken möglicherweise schon. Könnt ihr mir Tipps geben, damit ich auch in Zukunft nicht aufs Mountainbiken verzichten muss?

Mit einem Bandscheibenvorfall ist nicht zu scherzen. Bandscheibenvorfälle können durch die Kompression von Nerven im Rückenmark viele schmerzhafte Krankheitsbilder verursachen. Deshalb sollte man möglichst früh mit einer Therapie beginnen. Nur so kann man den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen. Radfahren und eine eventuelle Fehlhaltung der Wirbelsäule können zu einer Verschlimmerung der Symptome führen

– Radfahren ist keine günstige Sportart für Bandscheibenvorfälle. Tipps zu geben fällt hier schwer: In Bezug auf das Radfahren gibt es keine allgemeingültige Regel, es muss von Fall zu Fall entschieden werden, ob der Rücken durch das Biken schlimmer oder besser wird – oder ob es wahrscheinlich nichts ausmacht.

Wenn Sie nicht auf das Biken verzichten wollen, sollten Sie das Thema Radfahren unbedingt mit dem behandelnden Arzt besprechen. Es macht dabei keinen Unterschied, ob Rennrad oder MTB gefahren wird und auch die Wahl des Materials (Fully oder Hardtail) ist eher zweitrangig. Wichtiger ist die Fehlhaltung, in die die Wirbelsäule durch die Sitzposition beim Radfahren gezwungen wird und die damit für die Bandscheibe entstehenden Konsequenzen.
Dr. Olaf Schumacher


KRAFTTRAINING FÜRS FRÜHJAHR
Nicht nur, um Bandscheibenproblemem vorzubeugen sollten Sie im Winter und Frühjahr Ihre Rücken und Rumpfmuskulatur stärken. Olympiasiegerin Gunn-Rita Dahle (Multivan Merida Biking Team) erklärt ihre Lieblings-Übungen:

Leserfrage: Bandscheibenvorfall

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