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Kondition und Ausdauer richtig trainieren Tipps Kondition und Ausdauer richtig trainieren Tipps

Kondition und Ausdauer richtig trainieren

Richtig oder falsch: So steigert man die Ausdauer

Laurin Lehner am 27.12.2018

In dieser Rubrik wollen wir mit Mythen rund ums Mountainbiken aufräumen. Diesmal: Konditionsaufbau. Dr. Stefan Siebert von der Sporthochschule Köln klärt übers Ausdauertraining auf.

Mythos Nummer 1: Kondition bedeutet Ausdauer.

Dr. Stefan Siebert von der Deutschen Sporthochschule Köln: Das ist falsch. Kondition ist nur ein Überbegriff und zwar von: Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Ausdauer.

Mythos Nummer 2: Nur kurzes und hochintensives Intervalltraining steigert die Ausdauer.

Dr. Stefan Siebert: Das Training sollte entsprechend der Belastungsdauer des Wettkampfes ausfallen. Cross-Country-Fahrer, die auf ein Rennen trainieren, müssen also wesentlich öfter kurze, hochintensive Intervalle trainieren. Marathon-Biker dagegen sollten mehr lange Grundlageneinheiten trainieren.

Dr. Stefan Siebert

Dr. Stefan Siebert ist langjähriger Mountainbiker und arbeitet bei der Deutschen Sporthochschule Köln am Institut für Natursport und Ökologie.

Mythos Nummer 3: Hohe Trittfrequenz schont die Kraft.

Dr. Stefan Siebert: Ja, denn je schneller ich in die Pedale trete, desto weniger Kraft muss ich aufbringen, um die gleiche Leistung zu erzielen. Sprich: Es ist weniger anstrengend. Wer speziell Kraftausdauer trainieren will, wählt einen schweren Gang und eine niedrige Trittfrequenz.

Mythos Nummer 4: Viel Training hilft viel.

Dr. Stefan Siebert: Das ist kein Mythos: Viel hilft viel – sofern das viele Training richtig gestaltet wird. Mindestens genauso wichtig sind jedoch die Regenerationszeiten – der Körper braucht auch mal eine Pause.


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Laurin Lehner am 27.12.2018