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Blog Mission Crocodile Trophy #8

#MissionCrocodile: Zweitausendfünfhundert und ich

Stefan Schmeckenbecher am 16.07.2018

#MissionCrocodile-Kandidat Stefan schnupperte bei der Alpentour Trophy erstmals MTB-Rennluft. Jetzt will er mehr und stellte sich beim Albstadt-Marathon an. Erst mal hinten, wie sich das gehört, oder?

Nachdem mir in Schladming mein erstes MTB-Rennen überhaupt mächtig viel Spaß bereitet hatte, meldete ich mich beim heimatnahen Albstadt Bike Marathon an, um vor der Crocodile Trophy noch ein wenig Renn-Routine zu sammeln. Nach meinem kleinen philosophischen Erguss im letzten Blog kann ich nun also wieder von ganz banalen Trieben berichten.

Der Marathon war am Samstag. Da meine Tochter am Sonntag Geburtstag hatte, und wir selbigen ordentlich feiern wollten, war klar, dass ich morgens nach Albstadt an- und gleich nach dem Rennen auch schnell wieder abreisen würde. Ein recht kurzes Intermezzo also, im Vergleich zu meinen noch immer nachwirkenden Alpentour-Trophy-Erlebnissen. Und ja, ich hab so die eine oder andere Anekdote auf der Schwäbischen Alb eingefahren, die ich gerne hier zum Besten geben möchte.

Die Zweitausendfünfhundert und ich

Erst einmal war da die angegebene Teilnehmerzahl: 2500 Fahrerinnen und Fahrer in ein und demselben Rennen. Ich fand die etwa 350 Teilnehmenden in Österreich schon irgendwie krass. Aber z w e i t a u s e n d f ü n f h u n d e r t ... für mich unvorstellbar.

BIKE #MissionCrocodile Trophy Albstadt Marathon

Ein ganzes Städtchen in Biker-Hand: Die 24. Auflage des Albstadt Bike Marathons lockte wieder tausende MTB-Fans auf die Schwäbische Alb. Das sorgte schon am frühen Morgen für reges Treiben auf den öffentlichen Parkplätzen.

Schon bei der Anmeldung war ich vor eine Herausforderung gestellt: Ich sollte mutmaßen, wie lange ich denn gedenke, für die 83 km und 2000 Höhenmeter zu brauchen. Ich erinnerte mich an meine bisherigen Rennerfahrungen und wollte mich nicht überschätzen, also habe ich mir zum Minimalziel gesetzt, das Finisher-Shirt ergattern, d. h. in maximal sechs Stunden wieder in Downtown Albstadt ankommen zu wollen.

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Bemerkenswert, wie viele Gipfel es in Albstadt zu erklimmen galt!

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Vor dem Start war die Mehrzahl der sogenannten Konkurrenten noch vor mir.

Ich war mir durchaus darüber im Klaren, dass "die Alb" nicht gleich "die Alpen" bedeuteten, aber die Strecke war dann doch technisch überraschend anspruchsfrei. Dieser Eindruck gepaart mit meiner schwachen Selbsteinschätzung hatte zur Folge, dass ich im vorletzten Block startete und im Laufe des Rennens sage und schreibe mehr als 1000 Fahrerinnen und Fahrer überholte!

Mann, da soll noch einer sagen, Platzierung würde keine Rolle spielen! Am laufenden Band, bergauf, bergab keuchende Mountainbiker zu überholen hat mir den Eindruck verliehen, ich sei soooo schnell und fit...da habe ich mich nicht mal an den mitunter großen Bäuchen oder dem Gepäckträger an manchem Rad gestört. Ein radelndes Pärchen habe ich noch im Ohr: "Schatz, jetzt musch vorne hoch schalte, dei Kette läuft schräg."

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Rücklichter, Anhängerkupplungen, Seitenständer - und das im Startblock vor mir. Ich hatte dauernd das Gefühl, etwas vergessen zu haben.

Die schönsten Feste, direkt an der Rennstrecke

Spektakulär auch die Albstädter, die das alljährliche Event dazu nutzen, die bucklige Verwandtschaft zusammen zu trommeln, um im Vorgarten - und damit direkt an der Rennstrecke - die schönsten Feste zu feiern. Da wird einem schon mal im Vorbeifahren ein Becher Hefeweizen gereicht oder eine Erfrischung via Gartenschlauch angeboten. Auch die Traktor-Anhänger mit massiver Party-Beschallung sind die Rundfahrt wert!

Nachdem ich an so vielen Bikern vorbei gefahren, gefühlt eher geschwebt bin, wurde ich am Ende des Tages jedoch wieder jäh von meinem hohen Bike-Ross geholt, als ich lesen musste, dass der Sieger (namens Looser!) ganze 78 Minuten weniger für die Strecke gebraucht hatte und dass immer noch 655 Leute schneller unterwegs waren als ich. Wie schön, dass meine #MissionCrocodile nur das Überleben vorsieht und nicht das Siegen =)

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Meine Gewinnzahlen auf dem Oberrohr: die Kilometerangaben bis zu den Verpflegungsstationen. Ein Hoch auf die unzähligen Helferinnen und Helfer, die nicht nur dort, sondern an allen Ecken und Enden ganze Arbeit für das Riesenevent geleistet haben! Danke euch!

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Meine einzig relevante Trophäe: das Finisher-Shirt.

Stefan Schmeckenbecher Crocodile Trophy Kandidat

Stefan Schmeckenbecher (37) ist ehemaliger Beachvolleyballer, stand noch nie an einer Marathon-Startlinie und hat sich bei unserer BIKE Mission Crocodile Trophy gegen 150 Kandidaten durchgesetzt. Sein Ziel: die Crocodile Trophy in Australien im Oktober 2018.

Stefan Schmeckenbecher am 16.07.2018