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Blog Mission Crocodile Trophy #4

#MissionCrocodile: Biker machen verrückte Sachen

Stefan Schmeckenbecher am 23.05.2018

Einige Wochen schindet sich Mission-Crocodile-Kandidat Stefan nun schon mit Profi-Unterstützung zur Topform. Zeit, zurückzublicken und ein paar Eigenheiten von Radsportlern unter die Lupe zu nehmen.

Ich hatte euch ja einst schon von meinem nächtlichen Näheinsatz am Tegernsee oder meiner Augenverletzung berichtet. Inzwischen merke ich: seit ich in Sachen #MissionCrocodile Trophy unterwegs bin und es zwischenzeitlich gar wage, mich als Radsportler zu bezeichnen, mache ich so mancherlei merkwürdige Dinge, die ich noch vor einem Jahr so von mir nicht erwartet hätte...

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Auch klatschnass bis unter die Haut will trainiert werden.

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Der Ort deiner Fortbildung liegt 90km entfernt? Na und?

Hier meine persönliche Top 10 an Sonderbarem

  1. Beine rasieren: Also aus aerodynamischen Gründen brauch ich‘s nicht… Da gibt’s noch ein paar Stellschrauben, die eher schnell machen: zum Beispiel Beinmuskeln antrainieren. Die ganzen Schrammen hingegen, die ich mir so zulege, das Massieren und Faszientraining sowie die Tatsache, dass in Queensland ordentlich Sonnencreme angesagt sein wird, haben mich‘s ausprobieren lassen. Weiß trotzdem noch nicht, was ich davon halten soll.
  2. Rennrad fahren: Allein die Vorstellung, mich auf den Seitenstreifen zwängen zu lassen, permanent Abgase zu schnuppern und alle paar Kilometer einen Rückspiegel an den Ellbogen zu bekommen, waren mir seit jeher ein Graus. Als nun die Gattung Gravelbike so populär wurde, witterte ich die Chance, doch mal zwischendurch auf schmale Reifen umzusteigen, ohne asphaltabhängig zu werden. Und siehe da: Boah, das macht Spaß!! Sogar der Urlaub auf Föhr, bei dem ich schon Sorge hatte, ohne mein MTB versauern zu müssen, ist auf flachen Trails, auf dem Deich oder kilometerlangen Geraden hervorragend für Intervall-Trainings auf dem Gravelbike geeignet!
  3. Bike-Klamotten: Kann mir sagen wer will, was er will – hautenge Radklamotten sind nicht schön! Zumal ich keine Modelmaße vorzuweisen habe und dann diese grellen Farben.
  4. Sport um 6:00 Uhr morgens: manchmal ist‘s einfach nötig, um das Training im Kalender unterzubekommen. Meine teils wiederbelebten Morgenrituale sind übrigens die Fünf Tibeter sowie ein Glas warmes Wasser mit Zitronensaft.
  5. Klickpedale: Ich bin immer noch nicht vollends überzeugt, dass die fixe Position und die Möglichkeit, am Pedal zu ziehen enorme Vorteile bringen. Für mich hat‘s den Preis, dass mein Fuß schneller taub (bei entsprechendem Wetter auch gerne kalt) wird und ich beim technisch anspruchsvollen Bergabfahren an (gefühlter) Sicherheit einbüße.
  6. Leistungsdiagnostik & Co: Ich hatte mich bislang kaum um Zahlen auf dem Rad geschert. Wenn ich müde wurde, machte ich Pause, wenn ich schneller wurde, hab ich mich meistens eben gefreut. Nicht mal einen Tacho hatte ich montiert. Jetzt nehm ich pro Trainingsstunde so und so viel Gramm Kohlenhydrate zu mir, jede kleinste Einstellung an meinem Bike wurde akribisch vermessen, ich wage mich kaum mehr ohne meinen Garmin aufs Rad und wenn ich Intervalle trainiere, starre ich bisweilen auf das Display am Lenker, um Sekunden, Watt, Trittfrequenz oder Puls abzulesen. Nur wenige Momente nach dem abgeschlossenen Training landet jeder Wert inklusive Streckenverlauf und Pinkelpause via Smartphone-App in der Hosentasche der Trainer... irgendwie unheimlich! Und irgendwie cool – schließlich will ich in kürzester Zeit möglichst gute Fortschritte machen. Solange die Pläne der Trainer recht behalten und die Entwicklungskurve weiter nach oben geht, fahr ich auf den technischen Beistand ziemlich ab.
  7. Sitzcreme: Ich hab sie noch nicht getestet – weil das Weleda-Wildrosen-Öl am Hintern bereits jegliche Druckstelle samt Sitzpickel unterbindet.
  8. Ernährung: So weit ich mich zurück erinnern kann, bin ich leidenschaftlicher Allesesser. Dass es mir Power und bisweilen gar Freude bereitet, morgens Haferflocken mit Wasser zu essen, auf Butterbrezeln (so sagen wir Schwaben) gänzlich zu verzichten, täglich Tee und max. zwei Tassen Kaffee zu trinken, Pulver in meine Radflasche zu füllen oder auf die Frage „noch ein Stück Kuchen?“ mit „nein, danke“ zu antworten, war noch bis vor wenigen Monaten kaum vorstellbar.
  9. E-Bike: Der Montag ist meist trainingsfrei. Um entspannt und schweißfrei bei der Arbeit zu erscheinen, liebe ich es, mit meinem Lastenrad samt E-Unterstützung unterwegs zu sein. Auch meine beiden Töchter genießen den morgendlichen Ritt im Bullitt in den Kindergarten!
  10. Ich blogge!? Tatsächlich! Bislang fand ich’s eher befremdlich, wenn Leute meinten ihre Helden- oder Misetaten online teilen zu müssen. Inzwischen habe ich den Reiz erkannt und bin gespannt, ob ich mein Instagram- und Facebook-Account auch nach der Mission behalten werden möchte.

Was machst du so Verrücktes rund um's Bike?

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Trailbiken an der Nordsee: Auf Föhr gibt‘s allein 200 Kilometer Radwege – und sogar eine Menge Trails!

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Die Crew von Waytowin überlässt in Sachen Trainingssteuerung nichts dem Zufall.

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Die Ähnlichkeit mit Borats berühmtem Badekleid ist nicht zu leugnen!

Stefan Schmeckenbecher Crocodile Trophy Kandidat

Stefan Schmeckenbecher (37) ist ehemaliger Beachvolleyballer, stand noch nie an einer Marathon-Startlinie und hat sich bei unserer BIKE Mission Crocodile Trophy gegen 150 Kandidaten durchgesetzt. Sein Ziel: die Crocodile Trophy in Australien im Oktober 2018.

Stefan Schmeckenbecher am 23.05.2018