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Blog Mission Crocodile Trophy #2

#MissionCrocodile: Es läuft!

Stefan Schmeckenbecher am 16.04.2018

Die Mission Crocodile Trophy ist in vollem Gang. Unser Leserkandidat Stefan berichtet in seinem Blog von seiner Ernährungsumstellung, seinen Sorgen und nächtlichen Nähanfällen.

Inzwischen bin ich im Trainingsrhythmus, wie ich mir das vorgestellt hatte: Tatsächlich passt in meinen Kalender täglich eine ein- bis dreistündige Einheit auf dem Rad, im Laufschuh oder dem Fitnessstudio. Ich bin froh, dass meine Familie das so mitträgt und dass auch mein Job die Flexibilität bietet, das zu meistern. Dabei hab ich in der Hinsicht mächtig Respekt davor, was in Sachen Trainingsumfang sowie deren Steigerung noch ansteht.

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11 kg in XXL – bin sehr begeistert von meinem neuen Bike!

Ein erstes angenehmes Aha war, dass ich nach unserer echt schönen, offiziellen Tour am Tegernsee (56 km, 1400 hm) tatsächlich an den Folgetagen wieder gut fahren konnte und sogar erneut schmerzfrei Berge erklimmen konnte. Wenn ich früher jemals in solchen Dimensionen unterwegs war, dann reichte das für rund eine Woche Muskelkater und drei Monate Stolzsein. Und jetzt? Jetzt muss ich bei aller Freude darüber, dass ich weitgehend ohne Leid richtig viel Zeit im Sattel verbringe, oft dran denken, dass meine bisher längsten Touren ungefähr die Hälfte in Kilo- und Höhenmeter einer einzigen Etappe meiner bevorstehenden Rennen darstellen.

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Tegernsee? Wunderschön! Mission-Mitbewerber Andi Braun hat uns nicht nur mit seinen Hometrails verwöhnt.

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Auf der Oster-Bike-Tour überm Tegernsee.

Auweia, die Alpentour-Trophy findet in knapp acht Wochen statt!! Seht ihr, gerade hatte ich mich noch gefreut über meinen persönlichen Fortschritt samt körperlichem Rekordzustand in Sachen Ausdauer und schwuppdiwupp schießt‘s mir durch den Kopf, dass da noch ein mächtig länger Weg vor mir liegt. Also, zweimal Sorge: Im Blick auf den Kalender samt Haussegen und die Frage, ob das mit dem Fortschritt so weitergeht.

Doch da lauern auch viele weitere erfreuliche Ereignisse! Die Sache mit der Disziplin zum Beispiel. Nach wie vor bin ich von der #MissionCrocodile absolut begeistert, was zur Folge hat, dass mir mein Diszipliniertsein keinerlei Probleme bereitet. Ich freue mich wirklich täglich auf das Biken, es macht mich einfach glücklich. Und meine Frau Okka freut sich unter anderem darüber, dass ich länger denn je Zeit mit Kochen verbringe. Ich kann also echt von einem Lebenswandel reden: Ernährungsumstellung (habe seit dem Start Ende Februar von 94 auf 88 kg abgespeckt), tägliches Training (ein freier Tag pro Woche), Online-Aktivitäten, rasierte Beine (wohl mit ein Grund des Gewichtsverlusts) und nächtliche Nähanfälle.

Näh-what?

Achso ja, da muss ich kurz ausholen: Vor rund drei Wochen kam mein neues Bike – ein großartiger Flitzer – und ein paar wintertaugliche Radklamotten. Ich war ja bis dorthin auch auf Specialized unterwegs, aber eben dem Stumpjumper: recht gemütliche Sitzposition, Ü120 mm Federweg, recht schwer (XXL-Rahmen) mit Vorliebe zum Bergabfahren. Klar, dass mir da zuerst in den Sinn kommt, die Vorzüge des neuen Bikes auszutesten und klar, dass das in gewohntem Terrain stattfinden sollte. Leider erst im Nachhinein, aber inzwischen auch klar: All-Mountain und Race-Bike unterscheiden sich in ihren Downhill-Qualitäten und die für mich stets grenzwertige Stufe am "Hirschbuckel" war wider Erwarten auf Carbon eher schwieriger zu meistern.
Kurz: Einer der Büsche, die mich vom Weiterkullern abhielten, ratschte ein ordentliches Loch in meine neue Funktions-Radhose, deren eigentlicher Neupreis über dem der Räder meiner Kinder liegt.
Und da die Tegernsee-Ausfahrt unmittelbar bevor stand, war gleich am ersten Abend im dortigen Hotel – meine Tochter Ella war gerade bei Petterson und Findus eingeschlafen – ein kleiner Exkurs in meine Grundschulzeit und den Textiles-Werken-Unterricht angesagt.

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Schaden am neuen (inzwischen enthaarten) Funktions-Oberschenkel. Bei der Crocodile Trophy kommen dann wohl noch Bisswunden hinzu.

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Schadensbegrenzung an der Radhose.

Ihr seht: Meine Mission Crocodile Trophy ist geprägt von neuen (Grenz-)Erfahrungen und Lernen. Ich liebe es!

Stefan Schmeckenbecher Crocodile Trophy Kandidat

Stefan Schmeckenbecher (37) ist ehemaliger Beachvolleyballer, stand noch nie an einer Marathon-Startlinie und hat sich bei unserer BIKE Mission Crocodile Trophy gegen 150 Kandidaten durchgesetzt. Sein Ziel: die Crocodile Trophy in Australien im Oktober 2018.

Stefan Schmeckenbecher am 16.04.2018