Mit Drive durch die Kurve ziehen, locker über Hindernisse hüpfen und über kleinen Rampen auch mal richtig abziehen: Stefan Herrmann zeigt, wie die Trail-Jagd auf dem Mountainbike noch mehr Spaß bringt.

  • Beugen Zum Üben wählst Du am besten einen recht flachen Absprung, der mindestens einer Radlänge entspricht. Fahre mit genügend Schwung an und beuge Beine und Arme für die anschließende Streckung. 
  • Strecken Jetzt ist das richtige Timing gefragt. Sobald das Vorderrad im Begriff ist die Kante zu verlassen, gehst Du schwungvoll mit Beinen und Armen gleichzeitig in die Streckung. 
  • Fliegen Je nachdem, wie intensiv Du die Streckung ausführst, fällt die Sprunghöhe aus. In der Luft solltest Du Beine und Arme leicht beugen – so kannst Du situativ korrigieren. Die Landung kannst Du abpuffern, indem Du Beine und Arme als Federelemente einsetzt. 
  • In die Schräge Passe Deine Geschwindigkeit bereits jetzt an – im Idealfall bremst Du später nicht mehr. Lege das Bike in Schräglage, indem Du den kurveninneren Arm streckst. Du selbst bleibst aufrecht. Wichtig: Gib genug Druck aufs Vorderrad (siehe Foto). 
  • Anlieger nutzen Dein Bike bleibt weiterhin in Schräglage. Je enger die Kurve, umso intensiver musst Du den inneren Arm strecken. Wenn der Sattel satt an der Innenseite Deines kurveninneren Oberschenkels anliegt, machst Du es richtig. Der Blick richtet sich Richtung Kurvenausgang. 
  • Mit Speed weiter Die Gerade naht. Jetzt kannst Du Dein Bike wieder aufrichten. Prüfe den Erfolg der Übung: Wenn Du die Technik richtig angewandt hast, kommst Du mit viel Schwung aus der Kurve rausgefahren.
  • Stefan legt sein Bike in die Kurve, er selbst bleibt fast aufrecht. Denn: Nur genügend Druck auf den Reifen liefert die nötige Traktion.
  • Achtung! Droppen verlangt zwar keinen komplexen Bewegungsablauf, doch viele Anfänger verkrampfen in der Luft. Die Folgen können schmerzhaft sein. Taste Dich deshalb nur langsam ran.
  • Beugen Beim kleinen Gelände-Drop ist ein aktiver Absprung hilfreich. Fahre also mit genügend Geschwindigkeit an und beuge Beine und Arme.
  • Strecken Kurz bevor das Vorderrad die Kante verlässt, streckst Du Beine und Arme gleichmäßig und dynamisch. Im Idealfall landest Du mit dem Hinterrad einen Tick früher.
  • Spannung aufbauen Fahre mit genügend Schwung an. Die Kurbelstellung ist waagerecht. Beine und Arme sind gebeugt, um Spannung aufzubauen. Denn die wirst Du gleich brauchen.
  • Vorne hoch Bevor das Vorderrad auf das Hindernis trifft, leitest Du die Bunny-Hop-Bewegung ein. Das ist eine fließende Wellenbewegung. Strecke dafür dynamisch Beine und Arme und gewichte Dich nach hinten oben. Folge: Das Vorderrad steigt.
  • Hüfte nach vorne oben Jetzt muss das Heck folgen, sonst knallt es gegen das Hindernis. Drücke Dich mit den Beinen ab und schwinge Deine Hüfte dynamisch Richtung Vorbau. Folge: Das Hinterrad wird leicht und hebt sich.
  • Landen Sind beide Räder in der Luft und haben das Hindernis überwunden, hast Du alles richtig gemacht. Stefans Tipp: Filme Deine Bunny-Hop-Versuche und analysiere sie danach per Zeitlupe. 
  • Punkt ausgucken Fahre mit gebeugten Armen und Beinen an. Suche einen Punkt, an dem Du das Vorderrad zum Stillstand bringen willst. Die Stelle sollte ausreichend Traktion liefern.
  • Hinten hoch Hat Dein Vorderrad die gewünschte Stelle erreicht, geht’s los. Achtung: Jetzt folgen einige Bewegungen, die Du fast gleichzeitig einleiten musst. Ziehe die Vorderradbremse und strecke Beine und Arme. Folge: Das Hinterrad hebt ab. Noch in der gleichen Bewegung schwenkst Du Deine Hüfte ins Kurvenäußere. Folge: Das Heck schwenkt zur Seite.
  • Umschwenken Sobald Dein Hinterrad die gewünschte Stelle erreicht hat, kannst Du Deinen Schwerpunkt wieder in die Mitte verlagern und die Vorderradbremse dosiert lösen. Folge: Das Heck senkt sich. 
  • Wer sein Hinterrad umsetzen kann, bezwingt selbst noch so enge Spitzkehren.