Stufen lauern nahezu auf jedem Trail und können echte Flow-Killer sein. Unser Experte Stefan Herrmann zeigt, worauf es ankommt und verspricht: Wer diese Technik draufhat, wird zum glücklicheren Biker.

  • 1. Anfahrt: Fahre mit etwas Schwung an, etwas schneller als Schritttempo. Die Kurbelstellung ist waagerecht. Jetzt kannst Du Dich auf das richtige Timing konzentrieren. Baue Spannung für den Manual-Impuls auf und beuge Beine und Arme. Deine Brust geht dazu zum Vorbau. FALSCH: Zu dezente Auftaktbewegung – Folge: Zu wenig Vorspannung für den nächsten Schritt.
  • 2. Manual-Impuls: Jetzt kommt es auf das Timing und den Manual-Impuls an. Entlade die aufgebaute Spannung rechtzeitig. Beine und Arme werden dafür dynamisch und impulsiv gestreckt, der Körperschwerpunkt wandert nach hinten oben. Folge: Das Vorderrad steigt. Die detaillierte Beschreibung findest Du auf der nächsten Seite. Falsch: Schwacher Manual-Impuls. Folge: Vorderrad bleibt unten.
  • 3. Vorderrad platzieren: Im Idealfall setzt das Vorderrad nahe an der Kante auf – so hast Du genügend Zeit für den nächsten Schritt, ohne mit dem Kettenblatt aufzusetzen. Je geringer die Anfahrtsgeschwindigkeit, umso leichter fällt das Timing. Doch Achtung: Fährst Du zu langsam an, dann fehlt es Dir an Stabilität und Schwung. Deswegen: Fahre etwas schneller an als Schritttempo.
  • 4. Hüftschwung zum Vorbau: Sobald das Vorderrad aufgesetzt hat, wandert der Körperschwerpunkt blitzschnell und schwungvoll von hinten nach vorne – Richtung Vorbau. Folge: Das Hinterrad wird leicht und folgt dem Rumpf. Wichtig: Dieser Impuls zwischen Bild 3 und 4 muss flüssig und entschlossen durchgeführt werden. Falsch: Unentschlossener Hüftschwung – Folge: Du bleibst hängen.
  • 5. Weiter geht’s: Du hast das Hinterrad nachgezogen. Bingo! Du hast es geschafft, doch durch das Manöver hast Du an Schwung verloren. Tritt deswegen wieder schnell in die Pedale um Geschwindigkeit aufzunehmen. 
  • 1. Spannung aufbauen: Die Stufentechnik besteht aus drei Teilen. 1. Manual-Impuls, 2. Timing, 3. Hinterrad nachziehen. Am schwersten tun sich Biker bei dem ersten Schritt. So klappt der Manual-Impuls garantiert: Rolle im zügigen Schritttempo in der Ebene an. Die Kurbelstellung ist waagerecht. Baue Körperspannung auf, indem Beine und Arme gebeugt sind. Im nächsten Schritt willst Du die Spannung entladen. Der Zeigefinger liegt immer auf der Bremse, um notfalls zugreifen zu können. 
  • 2. Spannung entladen: Entlade die Spannung, indem Du Beine und Arme dynamisch und impulsiv streckst. Der Körperschwerpunkt wandert im gleichen Moment nach hinten oben. Folge: Das Vorderrad steigt. Bingo! Ziel erreicht. Daran hakt es oft: Aus Angst vorm Hintenüberkippen fehlt vielen die Entschlossenheit beim Zurücklehnen. Die Angst kann ich Euch nehmen. Denn den meisten Manual-Novizen gelingt das nicht mal, wenn sie es wollten. Zudem liegt ein Finger immer auf der Hinterradbremse. Tipp: Übe immer mit Flatpedals.
  • 3. Timing ist alles! Dir gelingt es auf der Ebene, dann kannst Du es nun in der Praxis ausprobieren und am zweitwichtigsten Bestandteil des Manövers feilen. Nämlich dem Timing. Ein Bordstein ist ideal zum Üben. Etwas höher als dieser hier auf dem Bild darf er ruhig sein. Fahre wieder im Schritttempo an und versuche, das Vorderrad so anzuheben, dass es möglichst nahe an der Kante aufsetzt.