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Mountainbike-Fahrtechnik: Da staunen Deine Kumpels Mountainbike-Fahrtechnik: Da staunen Deine Kumpels

Mountainbike-Fahrtechnik: Da staunen Deine Kumpels

5 Moves, mit denen man Freunde beeindrucken kann

Laurin Lehner am 15.04.2016

Wir zeigen fünf Spaß-Manöver, mit denen man sich selbst den faden Weg zur Arbeit versüßen kann und nebenbei für bewundernde Blicke sorgt.

Style über alles: Style-Master Stefan Herrmann zeigt wieder fünf angesagte Tricks, mit denen man seine Kumpels in echtes Staunen versetzen kann:

1. Hans-Rey-Move

Der Hans-Rey-Move ist große Show. Damit bringt man sein Bike besonders spektakulär zum Stillstand – Spaß und Hingucker sind garantiert.

2. Skinny

Der Balanceakt über schmale Mäuerchen oder Baumstämme ist sicher nicht nur aus Show-Gründen sinnvoll. Wer auf dem Rad Balance halten kann, ist ein besserer Mountainbiker, das weiß nicht nur unser Experte Stefan Herrmann.

3. Die Bordstein-Drehung

Wer den Richtungswechsel so spielerisch hinbekommt, ist sicher der Star seiner Clique. Um dabei jedoch nicht abzuschmieren, sollte man folgende Dinge beachten.

4. Wegschnippen

Warum? Weil’s Spaß macht. Gegenstände von der Fahrbahn zu schnippen hat was von Golfspielen. Nur, wer es draufhat, feuert Becher oder Tannenzapfen in hohen Bogen davon.

5. Der Disco-Move

Wer die 360-Grad-Drehung draufhat, beweist nahezu maximale Bike-Beherrschung.

Fotostrecke: Mountainbike-Fahrtechnik: Da staunen Deine Kumpels

1. HANS-REY-MOVE

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Darauf kommt es an: Beim Hans-Rey-Move willst Du das Hinterrad in die Luft bekommen und gleichzeitig die Beine wegstrecken. Voraussetzung für dieses Manöver ist der gekonnte Umgang mit der Bremse.

 

So funktioniert es: Fahre mit Schritttempo an und suche eine Stelle, wo Du das Vorderrad zum Stillstand bringen willst. Der Untergrund sollte griffig sein und die Sattelstütze ¾ ausgefahren. Nun greifst Du beherzt zur Vorderradbremse und beugst Dich mit Hilfe einer kleinen Hüftbewegung nach vorne, der Hintern bleibt auf dem Sattel sitzen. Folge: Das Hinterrad hebt ab. Direkt danach streckst Du die Füße vom Bike. Im Idealfall sieht das so aus, wie hier auf dem Bild. Bevor das Hinterrad wieder zum Boden sackt, stellst Du die Füße auf die Pedale. Tipp: Übe in einem leicht abschüssigen Gelände. So bekommst Du das Heck leichter nach oben. 

 

TIPP! Zerlege den Move in drei Teile. 1. Vorderradbremse ziehen. Folge: Das Heck hebt sich. 2. Dabei die Hüfte nach vorne schieben für mehr Zeit auf dem Vorderrad, 3. Beine wegstrecken.

2. SKINNY

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Darauf kommt es an: Beim Balanceakt zählt besonders Entschlossenheit und Konzentration. Je höher der Ritt auf der Mauer oder dem Baumstamm, umso heftiger die Konsequenzen. Also lieber klein anfangen. Gelegenheiten gibt es überall, man muss sie nur sehen.

 

Ganz oder Gar nicht Bevor Du anfährst – noch mal tief einatmen, dann ausatmen. Ja, das hilft! Denn der Balanceakt über schmale Mauern, Baumstämme und so weiter ist größtenteils Kopfsache. Sei also von Dir überzeugt und fahre in einem geraden Strich auf das Hindernis zu. Besser mit etwas Schwung, Geschwindigkeit verleiht Stabilität. Bringe kurz vor der Auffahrt die Kurbeln in waagerechte Position – denn nun willst Du ja Ruhe in die Bewegung bringen. Dein Blick sucht sich am Ende des Skinnys einen Punkt und wandert von diesem immer wieder zum Vorderrad und zurück. Balancekorrekturen gibst Du mit Ausklappen der Knie oder mit leichtem Schrägstellen des Bikes. Wichtig: Diese Ausgleichbewegungen müssen dezent ausfallen. Ein Finger liegt immer auf den Bremshebeln. 

 

TIPP!  Setz Dich bei längeren Fahrten auf den Sattel, so fällt es einfacher. Ba­lance kannst Du überall trainieren, versuche von nun an bei jeder roten Ampel anzuhalten, ohne dabei den Fuß abzusetzen.

3. DIE BORDSTEIN-DREHUNG

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Darauf kommt es an: Bei diesem Manöver willst Du einen gekonnten Richtungswechsel hinlegen. Voraussetzung dafür ist ein geeigneter Bordstein. Die Kante sollte gerne etwas runder ausfallen als auf dem Foto. Das schont Felgen und Reifen.

 

1. Anfahrt: Fahre parallel mit Schwung zum Bordstein (etwas schneller als Schritttempo).

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2 + 3 Vorne hoch! Nun hebst Du das Vorderrad auf den Bordstein. Folge: Das Hinterrad schleift an der Kante. 

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(zu 2 + 3) Das ist das Signal, nun die Hinterradbremse zu ziehen. Gleichzeitig lehnst Du Dich beherzt ins Kurveninnere – der Rumpf dreht mit. Dein Körperschwerpunkt ist dabei leicht nach vorne verlagert. 

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4 + 5 Rum damit! Durch die Lenkbewegung und den blockierten Hinterreifen schwingt das Heck automatisch um. 

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(zu 4 + 5) Um die 180-Grad Drehung jedoch komplett zu machen, ist ein kleiner Schweinehop notwendig. Dafür beugst Du Beine und Arme gleichzeitig und gehst dynamisch in die Streckung, während Du dabei den restlichen Richtungswechsel ausführst.  

 

TIPP!  Dieses Manöver lebt vom Schwung und einem beherzten Impuls beim Eindrehen. Das A und O ist der Einsatz beim Einlenken. Denk daran: Der Blick führt die Bewegung. 

4. WEGSCHNIPPEN

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Worauf kommt es an? Bei diesem Trick zählt Präzision und das richtige Timing. Im Idealfall feuerst Du den Tannenzapfen oder den Kaffeebecher mehrere Meter weit weg. Auch hier gilt: Übung macht den Meister. So geht Es: Fahre im Schritttempo und mit einer dezenten Kurvenbewegung auf den Gegenstand zu. Die Reifenstellung ist kurz danach gerade und die Arme sind leicht gebeugt. Sobald der Reifen auf der Höhe des Gegenstand ist, lenkst Du kraftvoll ein und streckst gleichzeitig die Arme dynamisch. 

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Folge: Das Vorderrad wird kurz leicht und der Reifen kann schneller eindrehen. Im Idealfall spritzt der Tannenzapfen oder der Kaffeebecher im hohen Bogen davon.  

 

TIPP! Je näher der Reifen am Kaffeebecher oder Tannenzapfen anliegt, mit umso mehr Schmackes kannst Du ihn wegpfeffern. Hier zählt Timing und Präzision. 

5. DER DISCO-MOVE

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Worauf kommt Es an? Dieses Manöver verlangt viel Koordination und ist nicht von heute auf morgen gelernt. Hab also Geduld. Das Kniffligste ist wohl das Rückwärtsfahren. Übe das am besten auf einem kleinen Hang oder auf einer Garagenauffahrt. Wie? Die Auffahrt ein Stück hochfahren, die Vorderradbremse ziehen und dann nach hinten rollen. Austariert wird die Rückwärtsfahrt mit Lenkbewegungen und Knien. 

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So geht DER DISCO-MOVE: Fahre im Schritttempo an und suche Dir einen Punkt, an dem Du das Vorderrad zum Stehen bringen willst. Nun fährst Du eine leichte Kurve.

 

1. Wichtig hierbei: Drehe Deinen Rumpf beherzt ins Kurveninnere. 

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Dann ziehst Du die Vorderradbremse 2 und streckst Beine und Arme. Folge: Das Heck wird leicht. Gleichzeitig verlagerst Du mit Hilfe eines Hüftschwungs Deinen Schwerpunkt ins Kurvenäußere. 

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Folge: Das Heck schwenkt um. Siehe 3 und 4. 

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Folge: Das Heck schwenkt um. Siehe 3 und 4

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Sobald Du die 180 Grad gedreht hast, löst Du die Bremse 5. Folge: Das Heck senkt sich. 

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Nun kommt der letzte und wohl kniffligste Teil. Sobald das Hinterrad den Boden berührt, gehst Du dynamisch mit der Hüfte nach hinten. Diesen Impuls brauchst Du, denn so leitest Du die Rückwärtsfahrt ein 6. 

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Gleiche mit Lenkbewegungen und Knien aus, bevor Du dann beherzt einlenkst 7, um die restlichen 180 Grad zu drehen. 

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Sobald das gelungen ist, nimmst Du mit einem kräftigen Tritt in die Pedale wieder Fahrt auf 8. Voilà! 

 

TIPP!  Unterteile das Manöver in zwei Teile. Zuerst die ersten 180 Grad (1–4). Danach die zweiten 180 Grad (5–8). Hast Du beides drauf, kannst Du sie kombinieren.

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Laurin Lehner am 15.04.2016