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Alpenüberquerung: Fit für lange Mountanbike-Touren

So schaffen Sie 2500 Höhenmeter am Tag

Björn Kafka am 02.06.2016

2500 Höhenmeter, 80 Kilometer – bei einer solchen Alpencross-Etappe zucken Biker zusammen. Aber solche MTB-Touren muss man nicht fürchten: Mit der richtigen Form, Taktik und Ernährung schaffen Sie es.

Martin Schmidt kann sich nicht mehr entscheiden, was gerade schlimmer ist: der Nacken, der stechende Rückenschmerz oder die Sonne, die von oben sengt. Seit drei Stunden quält sich der Kölner das Stilfser Joch empor, aber jetzt streikt sein Körper. Schmidt klickt aus den Pedalen und hängt wie eine schlaffe Luftmatratze über dem Lenker. Er kann nicht mehr – vor Schmerzen, vor Erschöpfung.

Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen, Hitze, Kälte, Magengrimmen – all diese Probleme gehören zum Radsport wie der Fahrtwind. Besonders auf langen Touren machen sich die lästigen Probleme teilweise so stark bemerkbar, dass nur eines übrig bleibt: Abbruch der Tour. Damit es gar nicht erst so weit kommt, haben wir Ihnen eine Anleitung für zu Hause und auf Tour zusammengestellt, damit Sie entspannt die Langstrecke meistern. Oftmals stellt die Ausdauer nur einen Seitenaspekt einer gelungenen Tour dar. Viel wichtiger ist die richtige Taktik, um Spaß auf der Tour zu haben, statt Frust. Wir filetierten dabei drei Aspekte heraus, die entscheidend sind.

1. Schmerzen auf dem Mountainbike:

Die gebeugte Haltung auf dem Bike ist alles andere als ideal, um entspannt die Berge zu erklimmen. Aber was passiert eigentlich bei der gehaltenen Stützposition, wenn sich der Oberkörper nach vorne neigt? Zum einen befindet sich die Rumpfmuskulatur in einer Position, in der sie kaum arbeiten kann. Diese Muskeln verkümmern regelrecht. Da die Körpermitte aber als Widerlager die Kraft Ihres Pedaltrittes aufnehmen muss, winden sich die Lendenwirbel – zumindest bei einer schwachen Rückenmuskulatur. Was dann geschieht, kennen Sie: Schmerzen im unteren Rückenbereich. Ein weiteres Problem: Damit der Sportler die Straße weiter im Blick behält, überstreckt er die Halswirbelsäule. Dadurch entsteht eine dauerhafte Anspannung der Schultergürtel- und Nackenmuskulatur. Für diese Arbeit sind diese Muskeln nicht ausgelegt. Die dauerhafte Kontraktion führt zu einer Minderdurchblutung und letztendlich zu Schmerzen. Bildlich gesprochen wird Ihr Muskel abgeschnürt.

2. Ernährung, Training und Taktik für lange Etappen:

Nur mit der richtigen Fitness, dem passenden Treibstoff und einer guten Taktik fahren Sie locker lange Touren. Dabei spielt in all diese Aspekte das richtige Timing hinein: Wir sagen Ihnen, wann Sie was essen sollten, wie Sie trainieren und welche Taktik für die Tour die beste ist.

3. Wetter im Gebirge:

Besonders im Gebirge kann das Wetter schnell umschlagen, was spezielle Maßnahmen erfordert. Dabei gilt: egal, wie fit Sie sind, bei extremer Kälte oder Hitze muss jeder Regeln befolgen, damit die Tour nicht zur Tortur wird. Wir sagen Ihnen, was bei Hitze, Kälte und Regen unbedingt zu beachten ist.


VORSICHT FALLE: Schmerzen, schlechte Fitness und mieses Wetter machen die MTB-Tour zur Tortur

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Björn Kafka am 02.06.2016