Florentin Vesenbeckh
· 20.02.2026
Unfassbar stark und dabei noch leichter und schlanker als die Konkurrenz: Damit hat der neue DJI-Motor die E-Bike-Branche aufgerüttelt. Der DJI Avinox M1 setzt eine neue Benchmark unter den kräftigen E-Motoren. Das findet natürlich gerade an E-Mountainbikes großen Anklang. Doch: Ein guter Motor macht noch kein gutes E-Mountainbike. Bei BIKE testen wir die Modelle ausführlich in Labor und Praxis.
Das Amflow PL Carbon Pro war das erste Bike mit DJI Avinox überhaupt. Und es ist noch immer das mit Abstand leichteste Avinox-Bike, das wir in den Fingern hatten. Neben dem gewichtsoptimierten Chassis hat daran auch die leichte Ausstattung ihren Anteil.
Mit 600er-Akku bleibt das Amflow unter 20 Kilo, allein dieser Fakt macht das Bike durchaus besonders. Die Fahreigenschaften sind grundsolide und absolut ausgewogen.
Dieses E-Bike ist ein super Allrounder und macht auch Trails und schwere Bergtouren locker mit. Für den extremen Einsatz auf Trails und im Gelände gibt es aber bessere E-Mountainbikes.
Das Amflow PL Carbon will Light-Bike und Power-Bolide in einem sein. Und der Spagat gelingt erstaunlich gut! Es kommt zwar nicht an die Nehmerqualitäten der besten All Mountains und auch nicht an die Leichtfüßigkeit eines Light-Spezialisten heran. Doch alles dazwischen macht der Allrounder richtig stark. Herausragend ist das nie da gewesene Verhältnis aus Gewicht und Reichweite. Die Motor-Power bei gleichzeitig so sensibler Abstimmung ist phänomenal, das straffe Fahrwerk und die Geometrie sind eher nur Durschnitt. Trotzdem: Next Level! - Florentin Vesenbeckh, stv. Chefredakteur bei BIKE
Das R.EX DJI von Rotwild ist aktuell das einzige Avinox-Bike, das auf einen eigenen Akku setzt. Mit 864 Wattstunden ist dieser nicht nur größer als die klassischen DJI-Batterien, sondern auch in Sekunden auf Knopfdruck aus dem Bike herausnehmbar. Ein krasses Alleinstellungsmerkmal.
Der edle Carbon-Bolide ist ein klassisches All Mountain, das auf Touren und Trails punktet. Doch Achtung: Bei der High-End-Marke Rotwild geht’s erst bei 8990 Euro los. Unser Testbike ist das mittlere Modell für 9990 Euro.
Für sein schluckfreudiges Fahrwerk sahnt das Rotwild R.EX Pro Top-Noten ab. Die Geometrie mit tiefer Front und langem Sitzrohr beschneidet den Trailspaß für aktive Piloten aber unnötig. Auf Tour kann das Rad glänzen. Der leicht entnehmbare Akku ist im DJI-Kosmos ein bislang einzigartiger USP. - Laurin Lehner, BIKE-Redakteur
Eine der großen Stärken des DJI Avinox zeigt sich auch am Megamo Reason: Dank schlankem Unterrohr und zurückhaltend integriertem Antriebsbereich wirkt das Bike optisch eher wie ein Light-E-MTB als wie ein kompromissloser Power-Bolide.
Auch beim Gewicht legt es nach: Unser Testbike in Größe L bringt 21,4 Kilogramm auf die Waage – ein sehr guter Wert für ein E-All-Mountain mit viel Federweg, 800-Wh-Akku und kräftigem Motor.
Dafür muss Megamo allerdings konsequent auf Leichtbau setzen: mit High-End-Ausstattung, zahlreichen Carbon-Komponenten und einer (zu) dünnen Reifenkarkasse. Der Preis für das Topmodell liegt bei 11.499 Euro.
Trotz krasser Geometrie und üppigem Federweg ist das Megamo Reason CRB eher fahrstarker Allrounder als extremes E-Enduro. Dafür ist das Bike vielseitig – das gefällt. Das geringe Gewicht und die schlanke Silhouette sind Vorboten einer neuen Generation E-MTBs – der DJI Avinox lässt grüßen. Die enorme Power des Motors hievt das Bike selbst fiese Anstiege mühelos empor. - Florentin Vesenbeckh, BIKE-Redakteur
Der tschechische Hersteller Crussis hat sich in den vergangenen Jahren in Tschechien vor allem durch ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis zunehmend etabliert. Mit einer umfangreichen Palette an Avinox-Bikes richtet Crussis den Blick nun auch auf den deutschsprachigen Markt.
Im Unterrohr des E-Full 12.11 Pro sitzt je nach Konfiguration ein 600- oder 800-Wh-Akku. Wir haben das Bike in der Version mit dem großen Akku getestet. Die schlanke Batterie ist fest im Rahmen integriert.
Das ermöglicht eine besonders leichte Rahmenkonstruktion, setzt jedoch einen Stellplatz für das Rad mit nahegelegener Steckdose voraus. Typisch für Crussis: eine makellose High-End-Ausstattung zu einem fair kalkulierten Preis.
Unser erstes Testbike von Crussis überzeugt. Der quirlige Allrounder punktet mit guter Funktion, attraktivem Gewicht und Preis und setzt beim Trail-Spaß bergab einen besonderen Akzent. Achtung: Das niedrige Systemgewicht kann ein Ausschluss-Kriterium sein. - Adrian Kaether, Redakteur Test & Technik

Redakteur CvD