BIKE Transalp: Wie sie Profis und Hobby-Fahrer sehen BIKE Transalp: Wie sie Profis und Hobby-Fahrer sehen BIKE Transalp: Wie sie Profis und Hobby-Fahrer sehen

Reportage: Craft BIKE Transalp 2013

BIKE Transalp: Wie sie Profis und Hobby-Fahrer sehen

  • Björn Kafka
 • Publiziert vor 7 Jahren

Der Mythos BIKE Transalp infiziert die besten Marathon-Biker und Hobby-Fahrer gleichermaßen. Wir erzählen die Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Die Craft BIKE Transalp gilt als Sahnehäubchen der Langstreckenrennen. Seit 1998 liefern sich die besten Marathon-Biker der Welt auf der Alpenhatz einen Schlagabtausch. Und auch Hobby-Fahrer sind vom Mythos Transalp infiziert. Während vorne um den Sieg gekämpft wird, hecheln die Langsamsten gegen die Karenzzeit an. Gelitten wird aber im ganzen Startfeld – dieses Jahr sogar ein wenig mehr.

Auf den ersten Schock folgt Fassungslosigkeit. Markus Kaufmann sackt wie eine luftleere Hüpfburg im Campingstuhl zusammen. Er grabscht sich eine Trinkflasche und saugt daran, als könne er so ein bisschen der verlorenen Zeit wieder wettmachen. Vor zehn Minuten beendete der Deutsche Marathon-Meister die erste Etappe der Transalp, aber das Mehrtagesrennen scheint jetzt schon für ihn gelaufen zu sein. "Verdammte drei Minuten und 26 Sekunden auf die Sieger verloren", flucht Kaufmann und starrt zu seinem Team-Kollegen Jochen Käß, der nur mit einem Schulterzucken reagiert. Ein paar Meter entfernt begießen Karl Platt und Urs Huber ihren Etappensieg.

Fünfte Etappe: Der Anstieg zum Passo San Pellegrino ragt 1700 Höhenmeter in den Himmel. Das bekommt auch Karl Platt zu spüren. Der Marathon-Spezialist verlor gestern sein Führungstrikot an Jochen Käß und Markus Kaufmann und jetzt das: Schon in der ersten Rampe schwächelt der mehrfache Transalp-Sieger und verliert den Anschluss an die Spitzengruppe. Platt starrt nach unten, die Augen verkniffen und presst die letzten Körner Restenergie aus den Beinen. Er fühlt sich mies, nach Grippe und Kater gleichzeitig. Sein Gesicht hat die Farbe von Schotter. Er wuchtet sich noch einmal aus dem Sattel und versucht, das Loch zu schließen. Der Puls von Platt wummert knapp über 145 Schläge. "Ich weiß nicht, was los ist", röchelt er und schaltet einen Gang kleiner. "Ich hab’ echt die Parkuhr angeworfen und schmeiß’ gerade einen Euro nach dem nächsten rein."

Wie der Mythos BIKE Transalp 2013 ausging, erfahren Sie auf elf Seiten vollgepackt mit Emotionen und faszinierenden Fotos in BIKE 9/2013. Ab 6. August am Kiosk. Auch als Digital-Ausgabe erhältlich.

Themen: BIKE 9/2013ReportTransalp


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