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Craft BIKE Transalp powered by Sigma 2014: Etappe 5 Craft BIKE Transalp powered by Sigma 2014: Etappe 5
BIKE Transalp

Craft BIKE Transalp powered by Sigma 2014: Etappe 5

Oliver Kraus, Sebastian Brust am 24.07.2014

Pleiten, Pech und Pannen: Lakata/Hynek und Kaufmann/Käß bogen falsch ab. Franz Hofer und Daniele Mensi vom Team Scott kannten sich in der Gegend besser aus.

Die italienischen Nationalmannschaftsmitglieder Franz Hofer und Daniele Mensi haben am fünften Tag der 17. Craft BIKE Transalp powered by Sigma nahtlos an ihre starke gestrige Leistung anknüpfen können. Das Team Scott meisterte die Etappe von Sarnthein nach Kaltern (67,42 km, 2785 Hm) in 3:20:21,4 Stunden und ließ damit dem gestrigen dritten Platz den ersten Etappenerfolg im Rahmen ihrer Transalp-Premiere folgen.

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Konzentrierte Gesichter beim Start zur Etappe 5: Am liebsten wäre jeder der Erste.

Der Triumph vor den weiterhin in der Gesamtwertung komfortabel in Führung liegenden Markus Kaufmann (GER) und Jochen Käß (GER) von Centurion Vaude 1 (3:21:22,3) und deren Teamkollegen von Centurion Vaude 2 (3:21:26,7), Daniel Geismayr (AUT) und Hannes Genze (GER), war zudem gleichbedeutend mit dem ersten italienischen Etappensieg seit 2011. Damals hatten Mike Felderer und Johnny Cattaneo am letzten Tag der Rundfahrt triumphieren können.

Allerdings profitierten die beiden glücklichen Sieger von einem Umweg der Konkurrenz. Nachdem das Team Scott nach der ersten Abfahrt mit einer Minute Vorsprung auf die anderen Spitzenteams in Front gelegen hatte, endete der Fluchtversuch der beiden im Anstieg des zweiten Berges hoch nach St. Apollonia.

Glück im Unglück: Nach Reifenplatzer doch ganz vorne

Als die gestellten Ausreißer dann noch aufgrund eines Sturzes und platten Hinterrades Hofers den Anschluss verloren hatten, überschlugen sich im finalen Downhill von Boos über den Eppaner Höhenweg Richtung Kaltern die Ereignisse.

Alban Lakata (AUT) vom später viertplatzierten Topeak Ergon Racing Team verpasste in Führung liegend eine Abzweigung, woraufhin sein Teampartner Kristian Hynek (CZE) sowie die an seinem Hinterrad klebenden Träger der Gelben Trikots, Kaufmann und Käß, ebenfalls kurzzeitig den falschen Weg einschlugen.

Dank des ortskundigen Hofers konnte das Team Scott den Fauxpas der Konkurrenz ausnutzen und seinen ersten Etappensieg einfahren. "Wir sind zur Transalp gekommen, um Erfahrung zu sammeln. Dass wir so schnell auf Augenhöhe sind, hätten wir nicht gedacht. Wir haben daran geglaubt, aufs Podest zu fahren. Jetzt ist es ein dritter Platz und ein Sieg. Noch besser kann es kaum sein, auch wenn die letzten beiden Tage extrem viele Körner gekostet haben", so Hofer.

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Franz Hofer behielt den Überblick und führte Scott-Teampartner Daniele Mensi sicher zum ersten Etappensieg nach Kaltern.

Für die vom Weg abgekommenen Teams blieb der Umweg indes ohne negative Konsequenz. Topeak Ergon Racing schob sich auf Platz drei des Gesamtrankings vor und verdrängte das fünftplatzierte Team Bulls 1 (Karl Platt/Urs Huber) mit 10 Sekunden Vorsprung im Gesamtranking aus den Top-3.

Centurion Vaude 1 verteidigte souverän seine Führung und liegt weiterhin aussichtsreich auf Kurs Titelverteidigung. "Im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein. Wir haben keine Zeit verloren und das Feld kontrolliert. Im Endeffekt ist es perfekt gelaufen. Wir haben das Gelbe Trikot verteidigt. Das ist die Hauptsache", erklärte Kaufmann.

Hug und Fässler unterstreichen Anspruch auf Damen-Titel

Nachdem sie gestern etwas Zeit ihres Vorsprungs im Gesamtklassement eingebüßt hatten, haben sich Cornelia Hug (SUI) und Andrea Fässler (SUI) heute eindrucksvoll zurück gemeldet. Die Wertungsführenden von Crazy Velo Shop Scott absolvierten die fünfte Etappe von Sarnthein nach Kaltern in 4:30:59,6 Stunden und damit 25 Minuten schneller als ihre stärksten Verfolgerinnen.

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Megastark: Zielankunft in Kaltern der Führenden in der Damen-Wertung Andrea Fässler und Cornelia Hug.

Die beiden Österreicherinnen Silke Schrattenecker und Barbara Mayer von Nakita Powermums beendeten die 67 km lange Strecke nach 4:55:32,9 Stunden. Rang drei ging an die Dritten der Gesamtwertung Sarah Bosch (GER) und Danièle Troesch (FRA) von Mountain Heroes (5:04:06,9). In der Masters-Wertung fuhren einmal mehr der Weltmeister von 2004, Massimo De Bertolis und Andreas Laner von der italienischen Paarung AIL Trentino den Sieg ein (3:33:56,5).

Bei den Senior-Masters setzten sich Heinz Zörweg (AUT) und Andrew McLean (RSA) von Rad.Sport.Szene Ausseerland Racing durch (3:55:15,9). In der Mixed-Wertung triumphierten ebenfalls die Wertungsführenden Sally Bigham (GBR) und Ben Thomas (GBR) von Topeak Ergon Racing (3:55:20,3).

Einzel-Sonderwertungen

Das Rot-Gepunktete Trikot für den besten Bergfahrer im Sigma Vertical Ride bleibt weiterhin fest in der Hand des ehemaligen BIKE Junior Team-Fahrers Jochen Weisenseel (GER) vom Team Sigma Rox Rocky. Der Deutsche führt mit 2:20 Minuten vor Michael Schuchardt (GER) vom Scott Bike24 MTN Team 1. Dessen Teamkollege Florian Schön (GER) liegt in der Kenda Enduro-Challenge weiter vorne; und zwar mit 1:02 Minuten vor Andreas Kleiber (GER) vom Team Texpa-Simplon. Der beste Nachwuchsfahrer bleibt weiterhin Frank Demuth von Centurion Vaude 3.


Vorschau: Etappe 6 von Kaltern nach Trento

Die Transalp führt am morgigen sechsten Tag über 96,32 km und 2.873 Höhenmeter von Kaltern nach Trento. Ein langer Anstieg über knapp 1.500 Höhenmeter vorbei am Trudener Horn sowie der vergleichsweise kleine Monte Calisio stehen auf der komplett neuen Etappe den Teilnehmern im Weg. Rennstart ist 9:00 Uhr.


Über die Craft BIKE Transalp powered by Sigma

Die Craft BIKE Transalp powered by Sigma ist das wohl berühmteste Etappenrennen für Mountainbike-Zweierteams der Welt. Seit der Erstauflage im Jahr 1998 führte die Route bis 2013 in acht Etappen von Deutschland quer über den Alpenhauptkamm bis nach Italien.
2014 wurde das Rennen um eine Etappe verkürzt. Von Oberammergau aus geht es über Imst, Nauders, Naturns, Sarnthein, Kaltern und Trento bis nach Riva del Garda.
Insgesamt legen die maximal 600 Zweierteams beachtliche 587,06 Kilometer zurück und bewältigen zudem 19147 Höhenmeter.

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Oliver Kraus, Sebastian Brust am 24.07.2014