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Craft BIKE Transalp powered by Sigma 2014: Etappe 4 Craft BIKE Transalp powered by Sigma 2014: Etappe 4
BIKE Transalp

Craft BIKE Transalp powered by Sigma 2014: Etappe 4

Oliver Kraus, Sebastian Brust am 24.07.2014

Pech für Topeak Ergon: Ein geschrottetes Hinterrad warf Lakata/Hynek aus den Podestpläzen. Kaufmann/Käß sind auf dem besten Weg zur Titelverteidigung.

Mit ihrem zweiten Etappensieg in Folge haben die beiden Transalp-Spitzenreiter Markus Kaufmann (GER) und Jochen Käß (GER) einen großen Schritt in Richtung erfolgreicher Titelverteidigung gemacht. Team Centurion Vaude 1 bewältigte die 73,79 km und 2645 Höhenmeter von Naturns nach Sarnthein in 3:22.25,7 Stunden. Ihre Teamkollegen von Centurion Vaude 2, Daniel Geismayr (AUT) und Hannes Genze (GER), machten 2.18 Minuten später den Doppelsieg perfekt. Die beiden Italiener Franz Hofer und Daniele Mensi vom Team Scott fuhren wenig später auf Platz drei ins Ziel (3:29.30,6) und feierten damit ihren ersten Podestplatz bei der Craft BIKE Transalp powered by Sigma.

Craft BIKE Transalp powered by Sigma 2014: Etappe 4

Einer freut sich ganz besonders (v. l.):  Daniel Geismayr, Hannes Genze, Markus Kaufmann, Jochen Käß, Franz Hofer und Daniele Mensi.

Dank ihrer erneut starken Vorstellung bauten die Träger der Gelben Trikots die Führung im Gesamtranking weiter aus. 7.40 Minuten Vorsprung haben Kaufmann/Käß auf die schärfsten Verfolger, die mittlerweile aus demselben Rennstall kommen. Denn nach ihrem zweiten Platz ist das Duo Geismayr/Genze auf den zweiten Gesamtrang vorgerückt.

Reifenschaden hebelt Topeak Ergon aus

Allerdings profitierte die österreichisch-deutsche Paarung von einem verhängnisvollen technischen Defekt des bis dato zweitplatzierten Teams Topeak Ergon Racing mit Alban Lakata (AUT) und Kristian Hynek (CZE). Nachdem sich die beiden Centurion Vaude-Duos gemeinsam mit Topeak Ergon im 1800-Höhenmeter-Anstieg von Sinich zur Vöraner Alm von den anderen Top-Fahrern hatten absetzen können, fiel die Entscheidung um den Etappensieg auf der teils technisch anspruchsvollen Abfahrt ab der Sarner Skihütte.

Aufgrund eines Fahrfehlers übersah Hynek einen Stein und erlitt einen kapitalen Hinterrad-Defekt. Da dieser nicht mehr zu reparieren war, ging in der Folge auch noch die Felge kaputt, wodurch der Tscheche die letzten drei Kilometer ins Ziel zu Fuß in Angriff nehmen musste. Dementsprechend frustriert äußerte sich der Unglücksrabe nach dem Malheur: "Das ist ein Desaster. Ich musste die letzten Kilometer rennen. Ich weiß nicht, was ich sagen soll."

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Das schicke Carbon-Laufrad von Christian Hynek hat ohne Reifen nicht lange durchgehalten.

Während die einen mit dem Schicksal haderten, konnten die Gesamtführenden dem Stand nach vier von sieben Transalp-Renntagen nur Positives abgewinnen. "Wir sind natürlich sehr zufrieden. Wir nehmen es wie letztes Jahr von Tag zu Tag und schlagen zu, wenn die anderen Teams Probleme haben. So haben wir es heute wieder gemacht. Jetzt haben wir einen relativ komfortablen Vorsprung auf unser zweites Team," sagte Jochen Käß nach der Zielankunft.

Nakita Powermums verkürzen Rückstand

Nach der vierten Transalp-Etappe kommt wieder Bewegung in die Damenwertung. Nachdem sie gestern viel Zeit auf die Trägerinnen der Pinken Leader-Jerseys verloren hatten, konnten Silke Schattenecker und Barbara Mayer heute wieder etwas Boden im Kampf um den Titel gut machen. Die beiden Österreicherinnen bewältigten die 73 km lange Etappe vom Vinschgau ins Sarntal in 4:31.33,0 Stunden und damit fast sieben Minuten schneller als Cornelia Hug und Andrea Fässler (4:38.28,5). Die beiden Schweizerinnen von Crazy Velo Shop Scott haben aber noch rund 15 Minuten Vorsprung, mit denen sie die letzten drei Etappen in Angriff nehmen. Tagesdritte wurden Sarah Bosch (GER) und Danièle Troesch (FRA) von Mountain Heroes (4:59:14,2), die auch im Gesamtranking den dritten Platz belegen.

Masters, Mixed und Senior Masters

In der Masters-Wertung feierten Massimo De Bertolis (ITA) und sein Landsmann Andreas Laner von AIL Trentino den vierten Sieg in Folge (3:45:41,8).
Sally Bigham (GBR) und Ben Thomas (GBR) von Topeak Ergon Racing taten es den beiden Trägern der Blauen Leader-Jerseys in der Mixed-Wertung gleich (4:03:40,7).
Die Senior-Masters-Führenden Heinz Zörweg (AUT) und Andrew McLean (RSA) von Rad.Sport.Szene Ausseerland Racing gaben sich in der Kategorie für die Teams mit einem Gesamtalter von mehr als 100 Jahren ebenfalls zum vierten Mal in Folge keine Blöße (4:09.53,9).

Einzel-Sonderwertungen

Das Rot-Gepunktete Trikot für den besten Bergfahrer im Sigma Vertical Ride konnte auch am vierten Tag Jochen Weisenseel (GER) vom Team Sigma Rox Rocky eindrucksvoll verteidigen. In der Kenda Enduro-Challenge gelang es Florian Schön von Scott Bike24 MTN Team 1 seine Führung ein wenig auszubauen. 14,4 Sekunden Vorsprung hat der Deutsche auf Andreas Kleiber (GER) vom Team Texpa-Simplon.
Der beste Nachwuchsfahrer ist Frank Demuth von Centurion Vaude 3. Allerdings hat der Deutsche in der U23-Wertung nur eine Zehntelsekunde Vorsprung auf den Österreicher Lukas Islitzer von Craft-Rocky Mountain.

Vorschau: Etappe 5 von Sarnthein nach Kaltern

Die Transalp führt am morgigen fünften Tag über 67,42 km und 2.785 Höhenmeter von Sarnthein nach Kaltern. Der alte Hexenkultplatz Stoanernen Mandln und die Abfahrt nach Vilpian sind die Highlights des Tages, der mit zwei langen Anstiegen und einem Ziel-Ort, zu dem es leicht bergauf geht, extrem anspruchsvoll wird.

Über die Craft BIKE Transalp powered by Sigma

Die Craft BIKE Transalp powered by Sigma ist das wohl berühmteste Etappenrennen für Mountainbike-Zweierteams der Welt. Seit der Erstauflage im Jahr 1998 führte die Route bis 2013 in acht Etappen von Deutschland quer über den Alpenhauptkamm bis nach Italien.
2014 wurde das Rennen um eine Etappe verkürzt. Von Oberammergau aus geht es über Imst, Nauders, Naturns, Sarnthein, Kaltern und Trento bis nach Riva del Garda.
Insgesamt legen die maximal 600 Zweierteams beachtliche 587,06 Kilometer zurück und bewältigen zudem 19147 Höhenmeter.

Fotostrecke: Craft BIKE Transalp powered by Sigma 2014: Etappe 4

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Oliver Kraus, Sebastian Brust am 24.07.2014