Craft BIKE Transalp powered by Sigma 2014: Etappe 3 Craft BIKE Transalp powered by Sigma 2014: Etappe 3 Craft BIKE Transalp powered by Sigma 2014: Etappe 3

Craft BIKE Transalp powered by Sigma 2014: Etappe 3

  • Sebastian Brust
  • Oliver Kraus
 • Publiziert vor 7 Jahren

Endlich im Vinschgau! Die kalte Nässe der letzten Tage ist Vergangenheit. Die führenden Elite-Teams können auf der Königsetappe ihren Vorsprung ausbauen.

Markus Kaufmann (GER und Jochen Käß (GER) haben sich auf der Königsetappe der diesjährigen Craft BIKE Transalp powered by Sigma von Nauders nach Naturns (100,97 km, 3452 Hm) ihren ersten Etappensieg gesichert. Das Team Centurion Vaude 1 verwies, dank der besseren Sprintqualitäten in der finalen Abfahrt von der Marzonalm, ihre derzeit größten Konkurrenten um den Titel, Alban Lakata (AUT) und Kristian Hynek (CZE) von Topeak Ergon Racing, nach 4:24.57,1 Stunden mit 3,6 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei.

Karl Platt (GER) und Urs Huber (SUI) vom Team Bulls 1 (4:26.16,5) sicherten sich den dritten Platz mit 1.19 Minuten Rückstand. Die beiden Gewinner der Auftaktetappe verkürzten damit ihren Rückstand auf die Gesamtdritten von Centurion Vaude 2. Daniel Geismayr (AUT) und Hannes Genze (GER), das schnellste Duo auf Etappe 2, verloren als Tagesvierte (4:26.53,0) knapp 36 Sekunden ihres Vorsprungs auf Team Bulls 1, sind aber noch 47,4 Sekunden vorne. Auf Platz fünf kamen Uwe Hardter und Kleiber Andreas vom Team Texpa-Simplon ins Ziel. Ein klasse Ergebnis für die beiden Semi-Profis, die sich damit im Gesamtklassement auf Rang sechs schrauben.

Zähe Anstiege und subtropisches Klima im Vinschgau

Im letzten Anstieg von Trasch über Freiberg und die Freiberger Säge hinauf zur Marzonalm zerrten 1000 zähe Höhenmeter und das wechselhafte Wetter an den Kräften der Beteiligten. Nach dem Start im Regen von Nauders hatten die Top-Teams der Rundfahrt das Tempo über das zu Beginn schwierige Sägezahnprofil hinweg hoch gehalten und so schnell das Feld auseinander gezogen.

Bei der Bruggeralm nach den ersten 1500 Höhenmetern hatte sich eine Ausreißergruppe aus fünf Teams abgesetzt, die in der Folge gut zusammenarbeitete und gemeinsam mit den feucht-warmen Witterungsverhältnissen im Vinschgau kämpften.

Am Fuße des letzten Berges, in Tarsch, forcierte dann Centurio Vaude 1 das Tempo, das nur noch Topeak Ergon Racing mitgehen konnte. Im letzten Downhill präsentierten sich die Fahrer des Meckenbeurener Rennstalls engagierter und stürmten mit knappem Vorsprung als erstes Duo ins Ziel.

"Wir sind sehr heute zufrieden. Wir sind jetzt mit knapp zwei Minuten vorne. Das ist ein gutes Polster. Aber es kommen noch vier Etappen, also ist noch alles offen. Daher bleiben wir bei unserer Strategie, von Tag zu Tag zu schauen" sagte Käß nach der Zieleinfahrt.

Alban Lakata konnte dem Ergebnis mit Einschränkungen ebenfalls Positives abgewinnen. "Ich habe mich am letzten Berg nicht so gut gefühlt. Die Schwüle hat mich aus dem Konzept gebracht. Kristian (Hynek) hätte sicher schneller fahren können. Ich hoffe, dass ich meine Kletterbeine bald zurück bekomme. Aber wir haben erst drei Etappen und sind noch in Schlagdistanz. Das ist okay", so der Marathon-Vizeweltmeister von 2014.

Damen-Leader bauen Führung aus

Mit der Siegerzeit von 6:00.49,7 Stunden haben Cornelia Hug und Andrea Fässler ihren zweiten Etappenerfolg in Serie unter Dach und Fach gebracht. Die Schweizerinnen von Crazy Velo Shop Scott bauten damit die Führung auf die Gesamtzweiten vom Team Nakita Powermums weiter aus.

Die Gesamtzweiten aus Österreich, Silke Schrattenecker und Barbara Mayer, kamen mit einem Rückstand von fast zwölf Minuten ins Ziel (6:12.02,4). Rang drei ging nach 6:24.19,2 Stunden an Stéphanie Gutknecht und Barbara Liardet, die gestern unterkühlt die Etappe abgebrochen hatte, wodurch dem Duo Cyclone Sport/Rochat Cycles die Maximal-Strafzeit aufgebrummt worden war.

Knapp hinter den beiden Schweizerinnen kamen Sarah Bosch (GER) und Danièle Troesch (FRA) von den Mountain Heroes ins Ziel (6:25.34,9), die damit ihren dritten Gesamtrang festigen konnten.

In der Masters-Wertung setzten sich erneut Massimo De Bertolis (ITA) mit seinem Landsmann Andreas Laner von AIL Trentino durch (4:58.32,0). In der Mixed-Klasse feierte das britische Duo von Topeak Ergon, Sally Bigham und Ben Thomas, ebenfalls Etappensieg Nummer drei (5:16.09,9); genau wie Heinz Zörweg (AUT) und Andrew McLean (RSA) von Rad.Sport.Szene Ausseerland Racing in der Senior-Masters-Kategorie (5:16.11,5).

Einzel-Sonderwertungen

Das Rot-Gepunktete Trikot für den besten Bergfahrer im Sigma Vertical Ride bleibt weiterhin fest in der Hand von Jochen Weisenseel (GER) vom Team Sigma Rox Rocky.
In der Kenda Enduro-Challenge konnte Florian Schön von Scott Bike24 MTN Team 1 seine Führung knapp verteidigen. 0,4 Sekunden Vorsprung hat der Deutsche noch auf Andreas Kleiber (GER) vom heute fünftplatzierten Team Texpa-Simplon.

Vorschau: Etappe 4 von Naturns nach Sarntal

Die Transalp führt am morgigen vierten Tag über 73,79 km und 2785 Höhenmeter von Naturns ins Sarntal. Viele Trailpassagen und ein selektiver Anstieg von Meran hinauf bilden die Highlights der Streckenführung nach Sarnthein.

Über die Craft BIKE Transalp powered by Sigma

Die Craft BIKE Transalp powered by Sigma ist das wohl berühmteste Etappenrennen für Mountainbike-Zweierteams der Welt. Seit der Erstauflage im Jahr 1998 führte die Route bis 2013 in acht Etappen von Deutschland quer über den Alpenhauptkamm bis nach Italien.
2014 wurde das Rennen um eine Etappe verkürzt. Von Oberammergau aus geht es über Imst, Nauders, Naturns, Sarnthein, Kaltern und Trento bis nach Riva del Garda.
Insgesamt legen die maximal 600 Zweierteams beachtliche 587,06 Kilometer zurück und bewältigen zudem 19147 Höhenmeter.

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Themen: Alpencrossbike transalpEtappenrennen


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