Craft BIKE Transalp powered by Sigma 2014: Etappe 1 Craft BIKE Transalp powered by Sigma 2014: Etappe 1 Craft BIKE Transalp powered by Sigma 2014: Etappe 1

Craft BIKE Transalp powered by Sigma 2014: Etappe 1

  • Sebastian Brust
  • Oliver Kraus
 • Publiziert vor 7 Jahren

Von Oberammergau über das Marienbergjoch nach Imst steckten die Favoriten die Grenzen ab. Platt/Huber (Bulls) sprinteten zum Sieg. Um Kräfte zu sparen.

Karl Platt und sein Schweizer Mitstreiter Urs Huber haben die erste Etappe der 17. Craft BIKE Transalp powered by Sigma für sich entschieden. Das Team Bulls 1 verwies auf den letzten Metern der 97,80 km und 2.215 Höhenmeter von Oberammergau nach Imst die beiden Vorjahressieger von Centurion-Vaude, Markus Kaufmann und Jochen Käß, in einem Zielsprint nach 3:33.22,8 Stunden auf den zweiten Platz und eroberte mit 3,4 Sekunden Vorsprung das Gelbe Trikot. Dritter wurde die österreichisch-tschechische Paarung Alban Lakata und Kristian Hynek.
Die beiden Topeak Ergon Racing-Athleten bewältigten die zügig gefahrene Etappe in 3:35.19,5 Stunden und kamen mit einem Rückstand von 1.56,7 Minuten auf Huber und Platt, der bereits vor zwei Jahren die Auftakt-Etappe nach Imst gewonnen hatte und heute seinen 38-Transalp-Etappensieg feierte, ins Ziel.

Henning Angerer Start zur 17. Craft BIKE Transalp powered by Sigma 2014 in Oberammergau.

"Ich bin sehr zufrieden mit dem Sieg, weil ich im Vorfeld der Transalp mit einigen Problemen und Verletzungen zu kämpfen hatte. Da ging mir schon der Flattermann," sagte Platt nach der Zieleinfahrt, bevor er nachschob: "Aber ich habe mein Training durchgezogen, wie immer. Das hat sich ausgezahlt."

Taktik bleibt Taktik – wenn die Beine stark genug sind

Zumal der 36-jährige Musterprofi die Teamtaktik im Vergleich zum Vorjahr ein wenig änderte. "Wir haben heute defensiver angefangen. Hinten raus, auf den letzten Etappen, wird es sehr schwer. Da wollten wir Kräfte sparen."

Am Marienbergjoch, dem ersten Pass der diesjährigen Routenführung und einzigem echten Berg des ersten Tages, waren die Beine dennoch stark genug, um die Entscheidung in der zehnköpfigen Ausreißer-Gruppe mit herbei zu führen. "Es war klar, dass es da auseinandergeht. Wir haben dann mit Centurion Vaude zusammengearbeitet und den Sieg nach Hause gefahren", so Platt.

Trotz der knappen Niederlage im Kampf um den Etappensieg, zeigte sich Jochen Käß angetan von Platz zwei: "Ich bin sehr zufrieden. Wir sind kontrolliert ins Ziel gefahren. Es kommen noch sechs Etappen, von daher sind wir gut dabei."

Für die nächsten Tage erwartet der Titelverteidiger aber nicht nur einen Zweikampf. "Lakata hat heute ein bisschen Probleme gehabt und Zeit verloren. Die werden bestimmt versuchen, Zeit gut zu machen und attackieren."

Henning Angerer Die Titelverteidiger vom Team Centurion-Vaudevor dem Start in Oberammergau: Markus Kaufmann (links) und Team-Partner Jochen Käß.

Pinke Jerseys gehen nach Österreich

Bei den Damen setzte sich das Duo Silke Schrattenecker und Barbara Mayer vom Team Nakita Powermums in 4:33.20,9 Stunden gegen die Konkurrenz durch.

Bei ihrem Sturm ins Pinke Leader Jersey verwiesen die beiden Österreicherinnen die letztjährigen Zweiten der Damenwertung aus der Schweiz, Cornelia Hug und Andreas Fässler von Crazy Velo Shop Scott (4:37.28.3), mit mehr als vier Minuten Vorsprung auf Platz zwei. Rang drei holten sich die Schweizer Barbara Liardet und Stéphanie Gutknecht von Cyclone Sport/Rochat Cycles (4:41:12.6).

In den weiteren drei Wertungskategorien ging der Tagessieg an die favorisierten Duos. Bei den Mastern übernahmen Altmeister Massimo De Bertolis und sein italienischer Landsmann Andreas Laner von AIL Trento die Führung in der Wertung für die Teams mit einem Gesamtalter von mehr als 80 Jahren (3:58.16,3).

Bei den Teams mit einem Gesamtalter von mehr als 100 Jahren, der Senior-Masters-Klasse, setzten sich Heinz Zörweg (AUT) und Andrew McLean (RSA) von Rad.Sport.Szene Ausseerland Racing überlegen durch (3:54.34,4). Bei den Mixed-Duos überzeugten wie erwartet die beiden Briten von Topeak Ergon Racing, Sally Bigham und Ben Thomas (3:57.49,9).

Etappe 2 von Imst nach Nauders

Morgen führt die zweite Etappe der Craft BIKE Transalp powered by Sigma über 87,42 km und 2.917 Höhenmeter von Imst nach Nauders. Neben der Pillerhöhe müssen auch die Pfundser Tschey sowie die Norbertshöhe überwunden werden. Das Teilstück auf der Via Claudia ist ebenfalls ein Highlight der Streckenführung.

Über die Craft BIKE Transalp powered by Sigma

Die Craft BIKE Transalp powered by Sigma ist das wohl berühmteste Etappenrennen für Mountainbike-Zweierteams der Welt. Seit der Erstauflage im Jahr 1998 führte die Route bis 2013 in acht Etappen von Deutschland quer über den Alpenhauptkamm bis nach Italien.
2014 wurde das Rennen um eine Etappe verkürzt. Von Oberammergau aus geht es über Imst, Nauders, Naturns, Sarnthein, Kaltern und Trento bis nach Riva del Garda.
Insgesamt legen die maximal 600 Zweierteams beachtliche 587,06 Kilometer zurück und bewältigen zudem 19147 Höhenmeter.

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Themen: Alpencrossbike transalpEtappenrennen


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