BIKE Transalp Local Trails Edition 2020

Heimische Challenges statt Rennen über die Alpen

  • Kirsten Elschner
  • Justine Schelp
 • Publiziert vor 4 Monaten

„Turbo Tuesday“ auf dem Klapprad oder „Hills for Friday“ im Flachland: So haben Mountainbiker aus aller Welt die Local Trails Edition der Maxxis BIKE Transalp 2020 erlebt.

Auch, wenn die Local Trails Edition kein Ersatz für die "echte" Maxxis BIKE Transalp war, so hat die interaktive Challenge doch viele Mountainbiker motiviert, sich sieben Tage lang aufs Rad zu setzen, die heimischen Trails ganz neu zu entdecken und dabei die Vorfreude auf das 2021 stattfindende MTB-Etappenrennen über die Alpen zu steigern.

Mehrere 100 Mountainbiker aus aller Welt haben sich den täglichen Strava-Challenges gestellt und nicht wenige haben alle sieben gemeistert – eine große Herausforderung zwischen Büroalltag, Kinderbetreuung und kreativer Streckenplanung und ein kleines Trostpflaster für die abgesagte BIKE Transalp 2020 .

Einen ganz neuen Blick auf die heimischen Trails hat das irische Duo Darren Ryan und Ryan Clatworthy durch die Local Trails Edition gewonnen, die sie zum Großteil in den Wicklow Mountains meisterten. „Wir haben unsere lokalen Trails so intensiv erforscht wie nie zuvor, um täglich neue Wege zu finden.“ Denn ihr Ziel war es, an einem Tag nie dieselbe Strecke zweimal zu fahren. „Unser Teamspirit ist dabei noch stärker geworden. Wir wollten die Transalp schon immer fahren und die Challenges waren für uns ein toller Vorgeschmack auf so ein mehrtägiges Rennen. Eine der größten Herausforderungen neben dem sportlichen Aspekt lauerte am „Thirsty Thursday“ auf die beiden Iren: „Es war gar nicht so leicht, hier ein Bitburger 0,0% Bier zu finden.“

Das irische Duo Darren Ryan und Ryan Clatworthy beim Kilometerspulen.

Das verdiente After-Ride-Bier am „Thirsty Thursday“.

Höhenmeter sammeln für die Freitags-Challenge.

Mit dem Klapprad so schnell es geht

Nicht nur sportlich, sondern auch spaßig hat Silke Pokrop aus dem Ruhrgebiet (neunmalige BIKE Transalp-Teilnehmerin) die Aktion gesehen. Den „Turbo Tuesday“ ist sie mit ihrem Mann auf Klapprädern gefahren. „Natürlich so schnell wie möglich. Mein Mann Lars konnte es sich nicht nehmen lassen, im Windschatten eines Rennradfahrers zu fahren. Der war ganz schön irritiert… Wir hatten echt Spaß.“

Ein ganz besonderer Partner


Andrew Rankin aus Südafrika (Johannesburg) hatte bei der ersten "Etappe" (mind. 30 Kilometer) einen ganz besonderen Partner an seiner Seite: „Die erste Challenge war für mich etwas Besonders. Die habe ich mit meinem neunjährigen Sohn – und hoffentlich künftigen BIKE Transalp-Partner – absolviert. Das war sein bislang längster Ride und bis auf ein paar kleine Quengeleien hat er es absolut geliebt.“

Besonders viel Durchhaltevermögen bewies Thomas Obst bei der „Hills for Friday“-Challenge im flachen Hilversum (Niederlande). Für weite Ausflüge war keine Zeit, also musste der heimische 70-Meter-Berg so oft erklommen werden, bis die 600 Höhenmeter auf dem Tacho standen. Sein Motto: „It’s a long way to the Top (if you wanna Rock 'n Roll) von AC/DC.“


Frederico Monge aus Costa Rica ist jeden Morgen in aller Früh aufgestanden, um fleißig Kilometer zu sammeln, bevor er sein Radtrikot gegen das Büro-Outfit tauschen musste. „Natürlich war es nicht dasselbe, wie um die halbe Welt zu reisen, um im paradiesischen Europa ein Etappenrennen zu fahren“, meint er. „Aber die Anstrengung und der Ehrgeiz, das tägliche Ziel zu erreichen,  haben mir echt Spaß gemacht. Der Traum, im nächsten Jahr meine erste BIKE Transalp zu fahren, lebt weiter!“

In Erinnerungen schwelgen

Während sich die Einen mit der Local Edition die Vorfreude auf 2021 versüßten, hat sie bei anderen viele Erinnerungen an vergangene BIKE Transalp-Abenteuer geweckt. Sami Vuorikoski und Simo Schroderus aus Finnland schwelgten in Erinnerungen an ihre BIKE Transalp 2019, während sie auf den Trails rund um Lathi insgesamt 278 Kilometer und 3500 Höhenmeter sammelten – „und dabei jeden Tritt genossen“.

Auf den Trails rund um das Wintersport-Mekka Lathi.

2019 stand das finische Duo Sami Vuorikoski und…

… Simo Schroderus bei der BIKE Transalp am Start, 2020 waren sie bei der Local Trails Edition dabei.

Für das richtige Transalp-Feeling hat Sören Fischer im "Göttinger Flachland" noch einen drauf gesetzt und eine alte Startnummer aus 2013 an seinem Lenker befestigt. Die Local Edition lässt „die Erinnerungen an meine erste Transalp Challenge 2013 mit der Vorbereitung und meine private Alpenüberquerung 2016“ wieder aufleben. Nachdem ich 2015 einen schweren Radunfall hatte, war offen, ob ich je wieder Radsport machen kann. Umso überragender war das Gefühl, 2016 radelnd am Gardasee anzukommen“ – nach 464 Kilometern und 12110 Höhenmetern.

Sören hat kurzerhand die Startnummer von 2013 an den Lenker geheftet.

Transalp-Feeling auf den Hometrails: Sören Fischer, einer der Teilnehmer der Local Trails Edition.

Ihre erste BIKE Transalp hat die Portugiesin Paula Pita noch vor sich. Sie freut sich auf „großartige Landschaften,  herausfordernde Trails und tolle Bekanntschaften“. Die Local Trails Edition hat ihr einmal mehr bewusst gemacht, „dass ich weiterhin hart trainieren muss, um für die Transalp-Herausforderung fit genug zu sein“.

Jetzt zur BIKE Transalp 2021 anmelden

Nächstes Jahr wird es wild und abenteuerlich: Bereits jetzt kann man sich für die Maxxis BIKE Transalp 2021 anmelden. Früh anmelden lohnt sich – mit dem Early Bird-Tarif spart man sich 50 Euro. zur Anmeldung

Vom 4. bis 10. Juli 2021 in sieben Etappen von Nauders nach Riva del Garda: Jetzt anmelden für die Maxxis BIKE Transalp im nächsten Sommer.

Schlagwörter: bike transalp Coronavirus digital Etappenrennen Rennbericht Transalp


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