BIKE Transalp: Pernsteiner/Geismayr holen Gesamtsieg BIKE Transalp: Pernsteiner/Geismayr holen Gesamtsieg BIKE Transalp: Pernsteiner/Geismayr holen Gesamtsieg

BIKE Transalp 2016: Etappe 7

BIKE Transalp: Pernsteiner/Geismayr holen Gesamtsieg

  • Oliver Kraus
 • Publiziert vor 5 Jahren

Die Österreicher Hermann Pernsteiner und Daniel Geismayr feiern nach ihrem fünften Etappensieg auf dem Schlussstück nach Arco den Gesamtsieg bei der BIKE Transalp powered by Sigma 2016.

Hermann Pernsteiner (AUT) und Daniel Geismayr (AUT) vom Team Centurion Vaude 2 haben mit ihrem fünften Etappensieg auf der letzten Etappe der BIKE Transalp 2016 von Trento nach Arco eindrucksvoll unterstrichen, dass sie die wohlverdienten Triumphatoren in diesem Jahr sind. Das österreichische Duo bewältigte die 53,6 Kilometer lange Strecke sowie die letzten 2042 Höhenmeter in Richtung Gardasee in 2:44.10,6 Stunden. Insgesamt saßen die beiden 22:48.50,0 Stunden im Sattel, um die Gesamtstrecke von 519,03 km und 17736 Höhenmeter von Imst nach Italien zu bewältigen, ehe ihr jeweils erster Transalp-Titel in trockenen Tüchern war.

Mit ihrem Premierensieg schrieb das junge Duo zudem die Erfolgsgeschichte des Ravensburger Rennstalls weiter, der bereits mit Markus Kaufmann und Jochen Käß 2013, 2014 und 2015 die Siegfahrer gestellt hatte. In diesem Jahr reichte es für die entthronten Titelverteidiger und Teamkollegen der Sieger allerdings nur zu Platz vier in der Endabrechnung (+ 29:53 Minuten). Den zweiten Platz holten sich Karl Platt (GER) und Urs Huber (SUI) vom Team Bulls 1 (+ 16:34 Minuten). Das drittplatzierte Team auf der finalen Etappe und in der Gesamtwertung setzt sich aus den beiden Italienern Johnny Cattaneo und Tony Longo von Wilier Force zusammen (+ 21:45 Minuten).

Miha Matavz Die drei schnellsten Teams der Schlussetappe nach Arco sind auch die Teams auf dem Treppchen der Gesamtwertung: Cattaneo/Longo als Dritte (links), Pernsteiner/Geismayr als Sieger in der Mitte und rechts Platt/Huber als Zweite.

Pernsteiner/Geismayr wieder von vorne

Die finale Entscheidung über die Transalp-Krone 2016 fiel bereits im letzten längeren Anstieg des einwöchigen MTB-Etappenrennens. Bereits fünf Kilometer nach dem Start setzten die Träger der Gelben Trikots hinauf zur Bocca Vaiona eine Attacke, die kein anderes Team mitgehen konnte. In der Folge bauten Pernsteiner und Geismayr den Vorsprung immer weiter aus und verwalteten die Führung auf den letzten, technisch anspruchsvollen Trails von Cavedine nach Marocche und weiter bis ins Ziel von Arco, das erstmals als finaler Etappenort des weltweit anerkannten Events fungierte. „Wir haben auch heute noch einmal alles gegeben. Als wir dann nach Arco reingefahren sind, haben wir gewusst, dass wir es geschafft haben. Es ist ein unglaubliches Gefühl“, freute sich Pernsteiner nach dem Ende der Triumphfahrt. Sein Teampartner fügte an: „Wir haben eine perfekte Transalp gehabt. Darüber hinaus hatten wir ein super Back-up-Team, das die letzten drei Jahre gewonnen hat. Und der restliche gute Support macht es um so einfacher, sich nur aufs Fahren konzentrieren zu müssen. Trotzdem war es hart. Aber ich denke, wir haben mit unseren fünf Etappensiegen gezeigt, dass wir würdige Sieger sind. Ich freue mich über den ersten Titel und dass wir endlich den Fluch gebrochen haben.“

Miha Matavz Die Dominatoren der BIKE Transalp 2016: das österreichische Duo Hermann Pernsteiner (links) und Daniel Geismayr.

Damen-Titel an Reiners und Trommer

Dank des vierten Etappensieges in Folge haben die beiden Deutschen Sarah Reiners und Cemile Trommer nach anfänglichen Startschwierigkeiten ihren ersten Transalp-Titel geholt. Das Team Nutrixxion Focus Rapiro fuhr nach 3:52.50,1 Stunden in Arco ein und sicherte sich die Gesamtwertung in der Damen-Kategorie. „Wir haben unsere Kräfte gut eingeteilt und sind immer besser ins Rennen gekommen. Heute haben wir einfach noch einmal alles gegeben, um den Sieg nach Hause zu fahren. Ich bin sprachlos, dass wir es geschafft haben“, fasste Trommer zusammen.

Bigham/Thomas gewinnen Mixed-Klasse

Wie bereits im letzten Jahr war das italienische Duo Massimo Debertolis und Andreas Laner auch 2016 nicht zu schlagen. Mit Erfolgen auf allen sieben Teilstücken holte das Wilier Force 2-Team erneut den Titel in der Master-Kategorie (25:13.25,2 Stunden).

Veranstalter Sally Bigham (an zweiter Stelle) ließ sich von ihrem Mixed-Partner Ben Thomas keinen Meter ziehen. Der Sieg in der Mixed-Kategorie der BIKE Transalp 2016 zeigt, wie stark die Britin ist.

Auf verschiedene Art und Weise war der fünfte Transalp-Erfolg der für Sally Bigham (Topeak Ergon) mehr als nur ein weiterer Sieg in ihrem Palmares. Er war ein Statement für den Damen-Radsport, eines für den Sportsgeist und auch eines der persönlichen Ehre der Marathon-Europameisterin. Während sich die Konkurrentinnen in der Mixed-Kategorie von ihren männlichen Teamkollegen helfen ließen, legte "Iron Sally" Wert darauf, „jeden einzelnen Pedaltritt aus ausschließlich eigener Kraft“ vollzogen zu haben. So wie sie es ganz bewusst angegangen war. „Ich finde, wir Frauen sind stark genug und ich wollte das zeigen. Es war gegen die anderen Mixed-Teams deshalb ziemlich hart, ich musste an mein Limit gehen. Aber so verstehe ich den Sport. Es macht mich stolz, dass wir trotzdem gewonnen haben,“ sagte Bigham. Dass sie nun fünf Transalp-Siege, zwei davon im Mixed, auf ihrem Konto hat, das macht sie zu einer der ganz Großen in diesem Wettbewerb. „Darauf werde ich gerne zurückblicken“, meinte die WM-Zweite. Letztlich war der Sieg der Britin und ihres Landsmannes Ben Thomas in der Mixed-Kategorie ungefährdet. Fünf von sieben Etappen konnten sie für sich entscheiden, nur am letzten Tag verloren sie gegenüber Silke Ulrich und Sascha Schwindling (Herzlichst Zypern) etwas Zeit.

Bei den Grand Mastern setzten sich die heute zweitplatzierten Schweizer Hansjürg Gerber und Daniel Annaheim durch, die die heute erfolgreichen, fünfmaligen Tagesbesten Thomas Damm (GER) und Peter Vesel (SLO) mit 5:47 Minuten Vorsprung in die Schranken weisen konnten.

Den Sieg in den Sonderkategorien holten sich ebenfalls die bis dato in Front liegenden Igor Mauro Baretto (MAXXIS Enduro Challenge), Manuel Zorn (SIGMA Vertical Ride) und Martin Frey vom Team Bulls (U23).

Ergebnisse BIKE Transalp 2016

Die Ergebnisse der siebten Etappe und die Gesamtwertung finden Sie hier .

Themen: AlpenüberquerungArcobike transalpCenturion vaudeEtappenrennenGardaseeRennberichtRennenTransalp


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