BIKE Women Camp 2019 – Fotostory

Heiter und wolkig – das BIKE Women Camp 2019

  • Gitta Beimfohr
 • Publiziert vor einem Jahr

Ja, es hat dieses Jahr auch geregnet am Molvenosee. Einige Tourengruppen sind in sintflutartigen Regen gekommen und hatten mit Hagel und Schlammpfützen zu kämpfen – na und? Das ganze Camp in Bildern.

Zum ersten Mal im Frühsommer: 100 Teilnehmerinnen reisten Mitte Juni zum 8. BIKE Women Camp an den schönen Molvenosee im Trentino. Die längste Anreise hatte eine Britin, die kürzeste eine Südtirolerin. Das größte Gepäck aber schleppten die elf Aussteller zum Festivalgelände: Scott, Haibike, Craft, DT Swiss, Ergon, Adidas, Endura, Deuter, Chicken Line, Red Paddle, Tunap und Bitburger.

Geschenke!! Manche Hersteller konnten aus terminlichen Gründen nicht dabei sein, haben aber einen kleinen Gruß aus ihren Produkthallen geschickt. Für die Goodie-Bag-Geschenke der Aussteller konnte man sich dagegen direkt bedanken.

Scott gehört in der Bikeindustrie zu den Vorreitern in Sachen Frauenbikes. Sie hatten 30 Testbikes dabei, die schon in den frühen Morgenstunden vergriffen waren.

Wann hat man schon mal die Gelegenheit, ohne Hetze und ganz in Ruhe seine Turns zu ziehen und davon sogar noch ein Foto zu bekommen.

NINA ROSSIN, Juristin aus Salzburg, rot/schwarze Gruppe

"Big Hero" heißt die erste Herausforderung, die man bequem mit dem Lift erreicht. Oben ein gebauter Flowtrail, unten ein Naturpfad mit kleineren Wurzelpassagen. Perfekt, um sich Kurve für Kurve an größere Herausforderungen ranzutasten.

Julia Hofmann – oder auch "Superwoman", wie sie einige Teilnehmerinnen nannten – bei der Videoanalyse mit ihren Mädels auf dem Trail. Wer nicht mit ihrer schwarzen Gruppe mithalten konnte, durfte Julia abends beim Bastel-Workshop erleben. Züge verlegen, Bremsbeläge austauschen, Schaltung einstellen – für Julia so alltäglich wie für andere das Wimpern tuschen.

MAUI AUHUBER, Ingenieurin aus München, rote Gruppe

Wellen richtig wegdrücken: Ein Programmpunkt, den nach vier Tagen alle Teilnehmerinnen beherrschten.

Da ist er, der Break-Even-Point! Jetzt müsste man diese Erfahrung am Endura-Stand nur noch ohne Haltegurte auf dem Trail hinkriegen...

"Ich würde mir selbst noch keins kaufen, aber wenn man so ein E-MTB schon mal gratis ausprobieren kann...?" Den Spruch hörte Roland von Haibike etwa 20 Mal am Tag.  Dazu führten er und Martina aber eigene Touren. Bei der Rückgabe der Bikes lautete die häufigste Frage: "Und was kostet so ein Bike? Ich frag für eine Freundin."

Christina Wenning, Bilanzbuchhalterin aus der Oberpfalz, EMTB-Gruppe

Gut gekauft, gut gelaunt – Gaby Reutter von Craft war nie allein an ihrem Stand, denn sie brachte gleich drei Magnete mit: Schöne Bike-Klamotten natürlich, eine Masseurin mit heilenden Händen und ganz ausgesprochen leckere Kekse.

Endlich verständlich: Was sind eigentlich die Unterschiede zwischen 26, 27,5 und 29-Zoll-Laufrädern? Katrin Neumann von DT Swiss erklärte die Vor- und Nachteile der Radgrößen und half beim Umrüsten auf Tubeless-System.

Dolomiti Paganella und Visit Trentino luden alle Teilnehmerinnen zum Mittagessen ins Rifugio La Montanara ein. Doch bis das Drei-Gänge-Menü aufgetischt wurde, war noch Zeit für Gruppenbilder vor dem Brenta-Massiv.

Mit dem Laserprinter zum selbstgestalteten T-Shirt am Adidas-Stand: Elli half beim Bedrucken, gab jeden Morgen 30 Paar Five Ten-Schuhe zum Test aus und mischte sich dann sehr bereichernd unter die Touren-Gruppen. Dabei waren ihre Abende lang: Schließlich mussten die Testschuhe nach den Schlammfahrten wieder geputzt und getrocknet werden.

So kann man sich die Regenzeit auch sinnvoll vertreiben: Schlauchwechseln üben!

Als deutlich weicheres Übungsgelände erwiesen sich aber die sanften Grashügel direkt am See.

SUSANNE FUCHS, Erzieherin aus Zürich, rote Gruppe

Tanja hat einen geschulten Blick für falsch eingestellte Rucksäcke. Entsprechend alle Hände voll hatte sie am Deuter-Stand zu tun. Als der Biketag am Samstag ins Wasser fiel, rief sie spontan zum Functional Training in der nahen Turnhalle auf. Danke, Tanja, für den Mörder-Muskelkater!

0,0 Alkohol, aber lustig machte es irgendwie dennoch: Bitburger war selbst nicht mit von der Partie, hatte uns aber eine nicht enden wollende Quelle leckeres Bier zum Feiern mitgegeben.

Elena hatte es einst satt, dass es für Frauen so wenig coole und funktionale Bike-Bekleidung gibt und gründete ein eigenes Label. Ihre „Chicken Line“ Trikots, Hosen und Handschuhe waren schnell vergriffen. Zwischendurch begab sie sich selbst auf die Trails und schoss den anderen Ausstellern eindrucksvoll davon.

MELANIE RELKE, Kriminalbeamtin aus dem Sauerland, rote Gruppe

Am Ergon-Stand konnte man sich vermessen und sein Bike optimal auf sich einstellen lassen. Das Aha-Gefühl bei den Teilnehmerinnen ließ ncht lange auf sich warten. Vor allem, wenn auch der Sattel ausgetauscht wurde.

„Je öfter man es macht, desto weniger Schmerzen.“ Oder? Nun ja, nicht alle Teilnehmerinnen würden die Worte des Black Roll-Trainers Basti unterschreiben.

Erst sah es so aus, als würde der Regen aufhören, doch kaum waren die ersten Gruppen am Samstag unterwegs, öffnete der HImmel noch mal seine Schleusen. Noch nie war die Tunap-Waschstation so gefragt wie dieses Jahr.

Wetterbedingt etwas weniger gefragt, waren dieses Jahr die SUP-Boards von Red Paddle. Allerdings gab es doch eine Handvoll hartgesottener Mädels, die auf die Night-Paddle-Tour mit Stirnlampen nicht verzichten wollten.

Ja, es hat viel geregnet beim BIKE Women Camp 2019. Na und?

Riesig ist der Lago di Molveno nicht, aber sein Wasser ist kristallklar, es gibt wunderschöne kleine Buchten zu entdecken und sogar einen kleinen Wasserfall. Wir würden sagen: Er ist der schönste See des gesamten Trentino.

JEANETTE SAMBERGER, Operationstechnische Assistentin aus Schliersee, blau/rote Gruppe

Bastis Black Roll-Workshops sind traditionell mit jeder Menge Schmerzen verbunden. Aber auf dem Holzsteg mitten im See tat es gleich deutlich weniger weh.

Morgens als erstes in den Lift. Das sparte schon mal die ersten 900 Höhenmeter. Die eingesparte Kraft hatten die Mädels dann auf dem Trail zur Verfügung.

Am Ende noch ein kleiner Snack: Damit niemand hungrig auf die Autobahn musste, machte Olli aus dem BIKE-Stand noch eine Würstchenbude.

Wie sieht eigentlich das Innenleben eines Bikehelmes aus? Chris demonstrierte am Ergon-Stand, was es mit den Waben des neuen Helmes auf sich hat und wie das Gel in den Knieschützern in Bruchteilen einer Sekunde zum Schlagschutz mutiert.

Sieht so entspannt aus, ist es aber nicht: Beim SUP-Yoga werden auf dem wackeligen Untergrund noch mal ganz andere Muskeln und Sehnen erreicht. Allein diese Szenerie war das frühe Aufstehen natürlich wert.

ANJA RAUH, Sport-Therapeutin aus dem Allgäu, schwarze Gruppe

Die Paraglider am Berg waren etwas verwirrt, aber wer noch ein Foto wollte, musste eben noch mal kurz raufschieben.

„Ellbogen raus, weich sein und lächeln!“ Fotografin Maria Knoll passte alle Teilnehmerinnen unterwegs mal ab.

Schon wieder vier Tage rum?! Vielen herzlichen Dank an alle Teilnehmerinnen, Aussteller, Guides, Lorenzo von Paganella Bikepark und die Camp-Chefin Karen Eller! Es war wieder ein toller Event!

Und wieder wurden dicke Freundschaften geschlossen, der Abschied fiel einigen sichtlich schwer. Aber wir sehen uns ja schon wieder im nächsten Jahr!

 Mehr zum BIKE Women Camp und dem Termin für 2020 lesen Sie hier: http://bike-women.de  

Schlagwörter: Dolomiten Frauen Frauen-Bike Frauencamp Molvenosee Paganella Women Camp


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