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Eurobike-Neuheiten 2015: zu Gast bei Shimano

Stefan Frey am 17.09.2014

Über das absolute Highlight bei Shimano, die XTR Di2, hatten wir ja bereits ausführlich berichtet. Dennoch gab es am Messestand noch einige spannende Produkte, vor allem im Bereich Enduro zu sehen.

Torbal Sohlenkonstruktion

Mit dem M200 Torbal zeigt Shimano auf der Eurobike einen komplett neu entwickelten Schuh für den Enduro- und Trail-Einsatz. Herausragendes Merkmal des M200 ist die Torbal-getaufte Sohlenkonstruktion. Der Name setzt sich aus den beiden Begriffen „Torsional Balance“ zusammen. Hinter der Konstruktion steckt eine seitlich flexible Sohle im Fersenbereich, die dem Fahrer mehr Bewegungsspielraum in technischen Manövern ermöglichen soll, um somit die Kontrolle auf dem Trail zu steigern, ohne frühzeitig und ungewollt aus dem Pedal auszuklicken. Im vorderen Teil versteift ein Verbund aus Polyamid und Glasfasern die Sohle soweit, dass ein optimaler Vortrieb garantiert wird.

M200 - Shimanos neuer Enduro-Schuh

Fotostrecke: Shimano M200 Torbal

Die neue Torbal-Sohle wird gleich in drei Schuh-Modellen verbaut. Das Topmodell, der M200, schützt Zehen und Ferse durch die hochgezogene Gummisohle. Außerdem werden sich Enduro-Piloten über den seitlichen Knöchelschutz freuen. Der Fuß wird durch eine Kombination aus Speed-Lace-Schnürsystem, Ratschenverschluss und einer Klett-Abdeckung im Schuh fixiert. 

Auch in den beiden Modellen SH-M089 und SH-M163 kommt die neue Torbal-Sohle zum Einsatz. Deren Einsatzgebiet ist aber weniger spezialisiert und soll vor allem im All-Mountain- und Trail-Bereich liegen.

Unzen 4 Enduro

Fotostrecke: Shimano Unzen 4 Enduro

Auch der Unzen 4 Enduro wurde, wie der Name schon vermuten lässt, speziell für den Einsatz bei Enduro-Rennen und -Touren konstruiert. Mit vier Litern Volumen soll er gerade das nötigste Equipment aufnehmen und dabei nicht störend am Rücken sitzen. Dafür soll vor allem das speziell entwickelte Tragesystem sorgen. Anders als bei klassischen Rucksäcken kreuzen sich beim so genannten Rider Fit X-Harness System die Schultergurte vorne an der Brust. Das soll zum einen die Bewegungsfreiheit im Schulterbereich erhöhen. Zum anderen soll der Unzen 4 Enduro dadurch sicherer am Rücken sitzen. Im Hüftbereich kommt optional ein kleiner Hüftgurt zur zusätzlichen Sicherung zum Einsatz. Der ist jedoch abnehmbar, um dem Fahrer die Atmung bei Bedarf zu erleichtern. Besonders bei den kleinen Details haben sich die Entwickler Mühe gegeben. So lässt sich die Trinkblase über einen Kordelzug komprimieren. So kann die Flüssigkeit nicht mehr unnötig im Rucksack umherschwappen. Diverse Halterungen nehmen nicht nur Protektoren oder einen Fullface-Helm auf, sondern zum Beispiel auch Brille oder Rücklicht. Wie schon beim herkömmlichen Unzen-Rucksack greift man auch hier seitlich ins Hauptfach. So muss man den Rucksack nicht immer komplett vom Rücken nehmen, um an den Inhalt zu gelangen.

Stefan Frey am 17.09.2014