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2013

Tourenbikes, All Mountains, Marathon-Fullys – Eurobike-Highlights 2013

Christoph Listmann am 31.08.2013

Egal ob mit 100 oder 120, 140 oder 150 Millimeter Federweg – sportliche Fullys decken einen breiten Einsatzbereich ab. Klassische Tourenbikes, leichte Marathon-Maschinen oder langhubige All Mountains für technisches Terrain gibt es 2014 in gewaltig großer Auswahl. Hier haben wir für Sie die Neuheiten der Saison 2014 zusammengefasst.

Wenn man bei Fullys einen Trend für 2014 benennen muss, dann diesen: Es gibt keine Nische, die nicht besetzt wäre. Bezüglich Laufradgrößen, Federwegen, Ausstattungsvarianten und Geometrien findet jeder Topf seinen Deckel, jede Vorliebe wird befriedigt. Das macht die Suche nach dem optimalen Bike zur Qual der Wahl. Mehr denn je empfehlen wir, sich vor einem Kauf genau zu informieren, beraten zu lassen, Tests zu lesen und auch Probe zu fahren.

Im Trend: Mehr Federweg

Während man früher die Bikes nach Federwegen in Kategorien sortieren konnte, gelingt das für die kommende Saison nicht mehr so einfach. Marathon-Fullys hatten traditionell 100 Millimeter Federweg, jetzt wächst dieser bis auf 120 Millimeter an und schlägt schon die Brücke in Richtung Kategorie All Mountain Sport (120-130 Millimeter Federweg). All Mountain Plus-Bikes mit 150/160 Millimetern Federweg und entsprechender Ausstattung hingegen klopfen schon an die Tür der Enduro-Kategorie, die wir traditionell ab 160 Millimeter Federweg starten. Verwirrt? Verständlich.

Körpergröße und Vorlieben im Fahrverhalten entscheiden über die Laufradgröße

Die drei verfügbaren Laufradgrößen 26 Zoll, 27,5 Zoll und 29 Zoll machen die Suche nicht leichter. In unseren Tests stellen wir immer wieder fest, dass ein 29er Fully mit 100 Millimetern Hub bergab ähnlich stark fährt wie ein 26er mit 120 Millimetern Federweg. Das Maß 27,5 Zoll (650B) ersetzt für die kommende Saison auf breiter Front die 26 Zöller, das hat die Industrie so entschieden. Spannende Frage: Wie gut haben die Firmen die Technologie umgesetzt und wie groß sind die spürbaren Unterschiede?

29er, soviel steht fest, eignen sich für große Fahrer sehr gut, sie fahren nicht so verspielt und wendig, bestechen aber durch enorme Laufruhe. Im Vergleich zu 26 Zoll sind 29er jedoch immer schwerer und die Laufräder weniger steif. Man muss ein 29er unbedingt Probe fahren – nicht jedem gefällt der Charakter.

26 und 27,5 Zoll unterscheiden sich im Fahrverhalten kaum, durch den geringen Unterschied beim Laufradumfang gibt es hier nicht das Aha-Erlebnis wie vom Umstieg 26 Zoll auf 29 Zoll. Beide Maße sind ideal für Leute, die einen verspielten Fahrstil pflegen und auf ein 29er nicht drauf passen. Unserer Ansicht nach machen 29er erst ab einer Körpergröße von 1,75 Metern aufwärts wirklich Sinn.

Die Preise starten bei 1500 Euro – ab 2000 Euro macht's richtig Spaß

Wie viel muss man für ein vernünftiges Fully ausgeben? Wir meinen: Unter 1500 Euro kauft man lieber ein Hardtail, es gibt zwar auch einige gute Modelle in diesem Preisbereich, doch ab 2000 Euro fängt der Fahrspaß (Gewicht und Haltbarkeit) erst richtig an. Über 3500 Euro muss man allerdings auch nicht ausgeben, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis liegt etwa zwischen 2700 und 3500 Euro.

Hier haben wir für Sie ein paar vielversprechende Modelle der kommenden Saison herausgesucht:

Fotostrecke: Eurobike-Trends: Bikes für Tour und All Mountain

Scott Spark 700

Scott Spark 700: Der Race-Klassiker rollt im 27,5-Zoll-Format und mit nur 1900 Gramm leichtem Fahrwerk an den Start. Dabei soll der neue Rahmen mit 120 Millimetern Federweg 19 Prozent an Steifigkeit im Vergleich zur 29er-Version (Spark 900) gewonnen haben. Neben dem neuen, per Twinloc-Remote-Hebel ansteuerbaren Fox-Nude-Dämpfer verfügt das Spark über ein 330 Millimeter tiefes Tretlager, 433 Millimeter Kettenstreben und einen Lenkwinkel von 68,3 Grad. Vier Rahmenhöhen und neun verschiedene Ausstattungen sind vom Spark 700 geplant. In der Top-Version soll das Bike nicht einmal 10,5 Kilo auf die Waage bringen. Das 29er-Spark bleibt im Programm.

Eurobike 2013: Radon Slide 130 29

Radon Slide 130 29: Fünf Modelle des Touren-29ers gehen an den Start, los geht’s bei 1999, Schluss ist bei 4500 Euro. Das Topmodell 10.0 (Foto) wiegt mit XX1-Schaltung 12,6 Kilo und kostet 3299 Euro.

Eurobike 2013: Silverback Signo Tecnica

Silverback präsentiert mit dem Signo Tecnica einen interessanten Zwitter: 29 Zoll am Vorderrad, 27,5 Zoll hinten. Mit 140er Gabel und Einfach-Kettenblatt zielt das Hardtail auf den All-Mountain-Einsatz. Preis. 1799 Euro.

Eurobike 2013: Giant Trance

Giant Trance Advanced 27,5: Erstmals kombinieren die Taiwanesen das Maestro-Fahrwerk mit 650B-Rädern. 140 mm Federweg, in Carbon (Advanced) und Alu-Varianten erhältlich.

Eurobike 2013: All Mountain und Tour – Rocky Mountain Instict MSL

Instinct MSL heißt das neue 29er-All-Mountain – das Kürzel MSL weist aufs Rahmenmaterial Carbon hin. Die vielseitigste Plattform der Rocky-Palette wird damit leichter und noch universeller einsetzbar. Das Instinct eignet sich mit seinen 130 Millimetern Federweg für aggressives Trailriding bis hin zu Etappenrennen wie dem BC Bike Race. Herzstück des Bikes ist der neu entwickelte Kohlefaser-Rahmen mit einem Gewicht von nur 2350 Gramm inklusive Fox-Float-CTD-Dämpfer. Vom Alu-Modell wurden sämtliche technischen Merkmale übernommen (Ride-9-Fahrwerks- und Geometrieverstellung, Smooth-Link-Kinematik, 142-mm-X12-Achse, ISCG-Aufnahme, Reverb Stealth). Fünf Rahmengrößen stehen zur Wahl.

Eurobike 2013: All Mountain und Tour – Cube Stereo

Cube Stereo Super HPC 120: Hier wurde das Stereo-140-Konzept auf 120 Millimeter Federweg geschrumpft, die 29er-Räder und der superleichte Carbon-Rahmen bleiben. Das hier gezeigte Top-Modell SLT soll 9,2 Kilo wiegen (6999 Euro).

Eurobike 2013: All Mountain und Tour

Bergamont Contrail 29: Bergamont wechselt bei der 120-Millimeter-Plattform von 26 auf 29 Zoll. Das abgebildete Top-Modell Contrail 8.4 bietet für 2799 Euro Carbon-Rahmen und SRAM X0/X9. 12,8 Kilo.

Trek Fuel EX 9.8

Trek Fuel EX 29: Genau wie beim neuen Remedy geht auch beim Fuel EX das Upgrade auf 29-Zoll-Laufräder mit einer Anpassung des Federweges einher. Zehn Millimeter weniger an Gabel und Heck sind in Kombination mit einem besseren Überrollverhalten und mehr Traktion jedoch ein gelungener Tausch. Wer weiterhin am 130 Millimeter gefederten 26-Zoll-Fuel-EX festhalten möchte, hat für zumindest die nächste Saison noch die Option. Danach wird es eng. Drei Aluminium- und drei Carbon-Modelle in jeweils sechs Rahmenhöhen werden vom Fuel EX 29 zu haben sein. Die Preisliste beginnt bei 2499 Euro. 1920 Gramm soll der Rahmen ohne Dämpfer wiegen. Neben der internen Leitungsführung für die Tele-Stütze wurde auch an eine ISCG-Aufnahme für die nachrüstbare Kettenführung gedacht.

Eurobike 2013: Felt Virtue Nine

Felt bietet 29er-Fans mit dem „Virtue Nine” in Carbon ein spannendes Bike. 130 Millimeter Federweg am Vollcarbon-Fahrwerk hinten (Equilink-System), 140 Millimeter vorne. Vom 29er „Virtue” kommen drei Modelle im Kohlefaser-Gewand und zwei in Aluminium. Im Foto: Das Top-Modell Felt „Virtue Nine 1”.

Eurobike 2013: Centurion No Pogo Ultimate 27,5 Zoll

Centurion „No Pogo Ultimate 27.5”: Das All Mountain wird 2014 zum Eingelenker mit abgestützter Federbeinaufnahme und lehnt sich optisch ans „Numinis”-29er an. Der Rahmen des Alu-Tourers wiegt 2700 Gramm (o. Dämpfer) und soll extrem steif sein. Komplett-Bike-Modelle des „No Pogo” wird es ab 13,0 Kilo geben.

Eurobike 2013. Stöckli Amber S

Mit Alu-Hinterbau und -Wippe „nur” 4890 Euro teuer: Stöckli „Amber S”. Die Top-Version des 150-Millimeter-Tourenbikes besitzt ein komplettes Carbon-Chassis und kostet stolze 6000 Euro. Beide Modelle rollen auf 27,5-Zoll-Laufrädern.

Eurobike 2013: Stöckli Morion RSC

Der Race-Fully Stöckli „Morion RSC” wurde mit und für Weltcupper Mathias Flückiger entwickelt. 9,4 Kilo leicht, 6390 Euro, 27,5 Zoll, 100 Millimeter Federweg. 

Christoph Listmann am 31.08.2013