Integrierte Vario-Stütze von Eightpins/Syntace Integrierte Vario-Stütze von Eightpins/Syntace Integrierte Vario-Stütze von Eightpins/Syntace

Eurobike 2016: Eightpins

Integrierte Vario-Stütze von Eightpins/Syntace

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 5 Jahren

Auf der Eurobike 2016 zeigt die österreichische Marke Eightpins in Kooperation mit Syntace eine revolutionäre Teleskop-Sattelstütze: voll ins Sitzrohr integriert, leicht und 150-220 mm Absenkung.

Mehr als fünf Jahre hat der Österreicher Lukas Eberlberger an seiner komplett ins Sitzrohr integrierten absenkbaren Sattelstütze gearbeitet. Nun ist sie fertig. Im Rahmen der Eurobike präsentierte das kleine Team von Eightpins nun diese Weltneuheit. Doch die drei Jungs haben sich einen erfahrenen Mann ins Boot geholt für die Entwicklung, die Verfeinerung des Produkts und die Tests: Jo Klieber , das Mastermind hinter Syntace und Liteville.

Im Gegensatz zu den herkömmlichen absenkbaren Sattelstützen am Markt nutzt die Eightpins-Sattelstütze den Rahmen – also das Sitzrohr – als Gehäuse und benötigt deshalb nur mehr ein einziges Rohr. Allerdings braucht die Eightpins Platz, denn der Rohrdurchmesser der Stütze liegt bei 33 Millimetern. Deshalb kann man die Eightpins-Stütze nur in Rahmen mit 34,9er Sattelrohr fahren. Zweite Bedingung an den Rahmen: ein gerades Sitzrohr. Wie eine herkömmliche Sattelstütze benötigt man für die Eightpins eine bestimmte Einstecktiefe im Rahmen (12,5 cm). Je nach Rahmenhöhe bleibt darunter mehr oder weniger Platz übrig bis die Sattelstütze im eingefahrenen Zustand an der Fixierung unten ansteht. Der Hub ergibt sich daher aus: Gesamtlänge „minus“ Einstecktiefe. Die dritte Besonderheit der integrierten Vario-Stütze: das Postpin-Montagesystem. Dahinter verbirgt sich ein Steckachsensystem, das die Eightpins am unteren Ende des Sitzrohrs direkt im Rahmen fixiert. Doch für diese solide Fixierung müssen die Rahmenhersteller eine Montagemöglichkeit für diese Steckachse berücksichtigen. D.h. man braucht spezielle Rahmen, um die Eightpins fahren zu können. Ein Nachteil, der das Nachrüsten in Bikes unmöglich macht. Dafür spart man sich eine Sattelklemme und die Stütze ist durch die Steckachse gegen Verdrehen oder Verrutschen gesichert.

Stefan Voitl,Eightpins Bei der Entwicklung und den Vorserientests haben die Jungs von Eightpins eng mit Syntace und Jo Klieber zusammengearbeitet.

Stefan Voitl,Eightpins Die Steckachse im unteren Sitzrohr fixiert die Eightpins im Rahmen und schützt sie gegen Verdrehen.

Die Eightpins wird es in vier verschiedenen Hublängen geben, die sich an der Fahrergröße orientieren:


Größe S / 150 mm Hub / 430 Gramm 


Größe M / 180 mm Hub / 470 Gramm


Größe L / 200 mm Hub / 510 Gramm


Größe XL / 220 mm Hub / 550 Gramm

Stefan Loibl Die vier Größen der Eightpins im Überblick. In kleinen Rahmen hat man so mit der S-Version maximal 150 mm Hub.

Vergleicht man eine Rock Shox Reverb mit 170 mm Hub mit einer Eightpins (Größe L) mit 186 mm Absenkung ergibt sich mit der integrierten Stütze eine Gewichtsersparnis von gut 120 Gramm.

Die Eightpins-Sattelstütze kann einfach und schnell in der Höhe angepasst werden. Um seine Sitzhöhe einzustellen, muss man den Sattel vom Kopf schrauben und stellt die Stütze mit einem 4-mm-Inbusschlüssel ein. Wer die Eightpins maximal absenken will, weil seine Sitzhöhe so niedrig ist, kann die Länge der Eightpins wie bei einer normalen Stütze mit einer Säge oder einem Rohrschneider kürzen. Denn grundsätzlich ist die Eightpins immer 480 Millimeter lang. Unabhängig von der Sitzhöhe kann man die Absenkung einstellen. Der Hub kann an die Auszugslänge der Sattelstütze angepasst werden, so lange sich diese innerhalb des maximal zur Verfügung stehenden Hubs befindet. Somit kann die Sattelstütze immer bis zur Oberkante des Sitzrohrs abgesenkt werden. Wenn Racer weniger Absenkung benötigen, können sie den Hub reduzieren.

Das komplett mechanische System arretiert auch im eingefahrenen Zustand, sodass das Bike dann am Sattel hochgehoben werden kann. Beim Einfahren ist die Reibung sehr gering, was eine schnelle Absenkung garantiert. Die Anlenkung des Kabelzugs geschieht von unten im Rahmen an der Postpin-Steckachse. Die Eightpins kann man bei der Verstellung alle sechs Millimeter einrasten lassen. Bei unseren ersten "Trockentests" funktionierte die Eightpins sehr schnell und überzeugte mit haptischem und akustischem Feedback bei Ein- und Ausfahren. Die Fernbedienung liegt gut in der Hand und erfordert geringe Bedienkräfte.

Stefan Loibl Auch eine Eightpins-Version mit 23 mm Versatz wird es geben. Über das "Stellrad" oben im Kopf lässt sich die Sitzhöhe verstellen bzw. fixieren.

Stefan Loibl So sieht die im Rahmen integrierte Zuganlenkung der Eightpins aus.

Stefan Loibl Die Fernbedienung der Eightpins ist gut zu erreichen und funktioniert leichtgängig.

Das große ABER kommt zum Schluss: Die Eightpins-Stütze wird ab Frühjahr 2017 exklusiv in den Liteville-Bikes 301 MK14 und 601 MK4 erhältlich sein. Wir sind gespannt, ob andere Hersteller bei zukünftigen Bikes auf das Konzept aufspringen und ihre Rahmen dafür vorbereiten.

Kirsten J. Sörries 2017 kommen nur Liteville-Fahrer wie Tom Öhler in den Genuss der Eightpins-Stütze.

Themen: Eurobike 2016LitevilleNeuheiten 2016SyntaceTeleskop-Sattelstütze


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