Eurobike 2015: Magura Vyron eLECT

Magura Vyron eLECT: Kabellose Vario-Sattelstütze

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 5 Jahren

Am Eurobike-Stand von Magura drängeln sich die Besucher nur um ein Mountainbike-Produkt: die Vyron eLECT. Denn sie ist die erste Teleskop-Sattelstütze mit Funkfernbedienung.

Vario-Sattelstützen sind von Enduro- und All-Mountain-Mountainbikes nicht mehr wegzudenken. Denn die Fahrstühle sind Garanten für mehr Fahrspaß und Sicherheit auf technischen Trails, weil die Sattelhöhe blitzschnell auf die jeweiligen Fahrbedingungen abgestimmt werden kann.

Die neue Magura Vyron eLECT punktet dank Drahtlos-Fernbedienung mit noch mehr Funktionalität und Bedienungsfreundlichkeit. Nach einem kurzen Knopfdruck am Lenker-Remote kann die Sattelhöhe stufenlos um bis zu 150 Millimeter abgesenkt werden. Drücken, draufsetzen und schon fährt die Sattelstütze ein. Ein erneuter Knopfdruck lässt sie in die optimale Tretposition zurückschnellen. Doch was bei Stützen von Rock Shox, Kindshox und Co. mit Hydraulikleitung oder Zeilzug passiert, funktioniert bei Magura kabellos. Denn die Vyron ist mit der von Magura-Federgabeln und Magura-Dämpern bekannten eLECT-Fernbedienung (Remote) mit ANT+-Funktechnologie angesteuert – einer Technik, die sich beim Blockieren des Fahrwerks bereits bewährt hat.

Der Hingucker beim Eurobike-Stand von Magura: die kabellose Vario-Sattelstütze Vyron eLECT.

Magura Vyron und eLECT-Fahrwerk mit einem Knopfdruck steuern

Je nach Vorliebe und Platzangebot am Cockpit kann die eLECT-Fernbedienung wahlweise links und rechts am Lenker montiert werden. Die drei Tasten der Fernbedienung kann man so angenehm mit dem Daumen vom Lenker aus bedienen. Wenn zusätzlich noch eine Magura-Federgabel und/oder ein Federbein mit eLECT-Funktion an Bord sind, kann man mit einem Remote alles steuern: die drei Bedientasten der Fernbedienung steuern dann optional Sattelstütze und Federelemente. Das Ganze nennt sich dann optimale Bike-Kontrolle auf Knopfdruck.

Die eLECT-Fernbedienung: Mit ihr kann man die neue Magura Vyron absenken und wieder ausfahren.

Vario-Stütze an andere Bike schrauben? Mit der Vyron kein Problem

Die stufenlose Absenkung der Magrua Vyron erfolgt hydraulisch, als Medium im Inneren der Vario-Stütze kommt Magura Royal Blood zum Einsatz. Damit arbeitet das System praktisch wartungsfrei – und falls doch einmal nötig, ist das Entlüften der Vyron-Hydraulik sehr einfach. Dank dem Fehlen der Leitung und gummiertem Schnellverschluss am Lenker spart man sich aufwändiges Zugverlegen. So ist die Vyron auch mit wenigen Handgriffen von Bike zu Bike übertragbar.

Per Bewegungssensor zur richten Zeit einsatzbereit

Betätigt man die Magura Vyron eine Zeit lang nicht und das Bike steht, wechselt sie automatisch in den Sleep-Modus. Dort spart sie Akku-Energie. Ein Bewegungssensor in der Elektronik der Sattelstütze sorgt aber dafür, dass sie bei der Weiterfahrt wieder betätigt und abgesenkt werden kann. Und wenn der Akku alle ist? Auch an diesen Fall haben die Magura-Ingenieure gedacht. Bei schwacher Batterie der Fernbedienung oder des Akkus in der Vyron sind immer noch bis zu 20 Not-Absenkungen möglich. Allerdings per Tastendruck am Kopf der Vario-Sattelstütze. Geladen wird der Akku – wie schon von eLECT-Federgabeln bekannt – per Micro-USB-Stecker. Der Akku der Vyron soll laut Magura für 400 Absenk-Vorgänge reichen.

Im Kopf der Magura Vyron stecken der Bewegungssensor und die Technik, die mit der Lenker-Fernbedienung kommuniziert.

Die Vyron wird ab November 2015 in den zwei Durchmessern 30,9 mm und 31,6 mm im Fachhandel erhältlich sein. Preis: Etwa 400 Euro.

Magura eLECT Coach und Smartphone-App

Vervollständigt wird das eLECT-System nun durch einen digitalen Drahtlos-Computer als multifunktionale Schaltzentrale. Diese verbindet die verschiedenen eLECT-Produkte von Magura miteinander und ermöglicht eine Interaktion von Gabel, Dämpfer und Vario-Sattelstütze untereinander. Im Display des eLECT Coach bekommt der Fahrer Infos zu den Betriebszuständen von Federgabel, Dämpfer und Vario-Sattelstütze sowie die Ladestände der jeweiligen Batterien angezeigt. So weiß er immer, ob das Fahrwerk gerade offen ist oder sich im Lockout-Modus befindet. Ein unschätzbarer Vorteil, vor allem für Rennfahrer im Wettkampf. Der Funktionsumfang des eLECT Coach als Fahrradcomputer ist nahezu unbegrenzt – je nachdem, welche Sensoren via ANT+ gekoppelt sind: Geschwindigkeit und Fahrstrecke, Trittfrequenz, Leistung, Pulsdaten und vieles mehr. Wenn zusätzlich Höhenmess-Daten via Smartphone-GPS geliefert werden, können auch diese im Display angezeigt werden.

Zusätzlich zu den Fahrrad-Parametern zeigt der eLECT Coach auch an, ob das Fahrwerk offen oder blockiert ist und wie viel Akku Fahrwerk oder Vario-Sattelstütze noch übrig haben.

Einen Überblick über seine gesammelten Kilometer und Daten bekommt man mit der von Magura entwickelten Smartphone-App – für Android und iOS – sowie deren Cloud-Service. Vorab kann man entscheiden, ob die Auswertung nur fürs persönliche Trainings-Tagebuch dient oder ob er seine Daten in Social Media-Netzwerken (von Facebook bis Strava) teilen will. Alternativ zur eLECT Coach App können übrigens auch andere Sport- und Fitness-Apps eingebunden werden. Den Magura eLECT Coach wird es ab November 2015 mit Lenker-/Vorbau-Halterung, O-Ringen und Kabelbindern für 80 Euro geben.

Themen: ElectMaguraTeleskop-Sattelstütze


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