Pikes Peak: das neue Carbon-Enduro von Rose Pikes Peak: das neue Carbon-Enduro von Rose Pikes Peak: das neue Carbon-Enduro von Rose

Eurobike 2015: Neues Enduro von Rose

Pikes Peak: das neue Carbon-Enduro von Rose

  • Peter Nilges
 • Publiziert vor 6 Jahren

Statt das bestehende Enduro Uncle Jimbo einfach in Carbon nach zu bauen, stellte Rose auf der Eurobike eine komplett neue Plattform mit 150 bzw. 160 Millimeter Federweg vor.

8:14 Minuten benötigte Sébastien Loeb, um die knapp 20 Kilometer lange Strecke hinauf auf den 4301 Meter hohen Pikes Peak in Colorado zu bewältigen. Wohlgemerkt mit einem Auto, nicht mit dem Bike. Warum ausgerechnet dieser Gipfel als Namensspender für das neue Rose Carbon-Enduro ausgewählt wurde, können wir nicht genau sagen. Wahrscheinlich soll die neue Plattform eine ebenso schnelle Abfahrt ermöglichen wie die Rekordzeit von Loeb beim Rennen bergauf.

Peter Nilges Hauptrahmen und Hinterbau werden in der Serie aus Carbon sein. Es sind zwei Produktlinien mit 150 bzw. 160 mm Federweg geplant.

Neue Geometrieverstellung beim Pikes Peak

Bislang existiert von dem neuen Rose Pikes Peak, das in der Serie ausschließlich in Carbon kommen soll, nur ein Prototyp aus Alu. Um das neue Bike vielseitiger zu machen, integrierte Entwickler Max Sistenich eine Geometrie-Verstellung. Durch die PROGEO-Verstellung an der unteren Dämpferaufnahme sind vier Positionen möglich. Das bedeutet zwei unterschiedliche Geometrien mit jeweils zwei unterschiedlichen Progressionen am Hinterbau. Die Verstellung bewirkt eine Veränderung des Lenkwinkels um ein Grad und eine Änderung der Tretlagerhöhe um 13 Millimeter. Seitens der Progression ist ein Unterschied von 30 Prozent möglich. Anders als beim Shapeshifter von Canyon lässt sich Geometrie jedoch nicht während der Fahrt verstellen. Dennoch gelingt die Verstellung mittels nur einer Schraube sehr schnell. Da man beim Verstellen keine Teile verlieren kann, ist die Anpassung im Gelände auch kein Problem.

Peter Nilges PROGEO heißt die verstellbare untere Dämpferaufnahme. Damit sind zwei Geometrien mit jeweils zwei unterschiedlichen Hinterbau-Kennlinien möglich.

All Mountain und Enduro mit identischem Rahmen

Eine weitere Besonderheit ist die geplante Ausführung in zwei Modellen. Ein 150 Millimeter All Mountain und ein Enduro mit 165 Millimeter. Die  Federwege werden beim identischen Rahmen durch einen unterschiedlichen Dämpferhub und eine entsprechend lange Gabel realisiert. Beim Enduro ist ein Lenkwinkel von 65,5 bis 66,5 Grad geplant. Als Zielgewicht für den nackten Carbon-Rahmen nennt Sistenich einen Wert von sehr leichten 2100 Gramm, trotz PROGEO-Verstellung. Daneben kennzeichnen eine auf 1x11 optimierte Kinematik, Boost-Hinterbau und ein langes Oberrohr die neue Plattform.

Peter Nilges PROGEO wird in der Serie mit einem 6-Millimeter-Inbus bedienbar sein. Die Verstellung gelingt in Sekunden.

Neuer Standard bei Dämpfern?

Am Prototyp wurde bereits ein Rock Shox Dämpfer mit neuer Befestigung verbaut, der stark an einen Trek DRCV-Dämpfer mit vergrößerter Luftkammer erinnert. Auf Nachfrage bei Rose konnten wir leider keinerlei weitere Informationen bekommen. Wir vermuten jedoch, dass es sich um einen neuen Dämpferstandard handeln könnte, der es ermöglicht den vorhandenen Bauraum besser zu nutzen.

Peter Nilges Am Prototypen kommt bereits eine neue Dämpferaufnahme, ähnlich dem Trek-DRCV-Standard, zum Einsatz.

Das Rose Pikes Peak soll voraussichtlich ab April 2016 im Handel erhältlich sein.

Themen: EnduroPikes PeakRose


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