• Cannondale Trigger: Es soll "das vielseitigste Bike aller Zeiten" sein, zumindest in der Cannondale-Palette. Das 2015er-Trigger steht für 27,5 statt 26 Zoll und 140 statt 120 Millimeter Federweg. Das 6799 Euro teure Modell Carbon Team rollt mit steifer Lefty-Supermax-Gabel und Luxus-Ausstattung auf die Trails. Alu-Trigger starten bei unter 3000 Euro.
  • BMC Speedfox: Die Neuauflage des Speedfox rollt auf 29 Zoll und besitzt vorne wie hinten 130 Millimeter Federweg. Beim 2,2 Kilo leichten Rahmen inklusive Dämpfer kommt das Big Wheel Concept von BMC zum Einsatz. Ein relativ flacher 68,5 Grad Lenkwinkel, 435 Millimeter kurze Kettenstreben und ein langer Reach. Es gibt drei Modelle in je fünf Größen.
  • Trek Fuel EX 27,5: Eins der meist verkauften Fullys der Welt, umgestrickt auf 27,5 Zoll: Technisch ändert sich bis aufs Laufradformat nichts, es bleibt beim unkomplizierten Handling und dem 120er-Fahrwerk. Das Volumenmodell EX9 mit Alu-Rahmen wird 3799 Euro kosten. Der Einstieg liegt bei 2299 Euro. Nur ein Carbon-Modell: 9.8, 4599 Euro.
  • Trek Remedy Carbon: Carbon statt Alu – in den meisten Fällen eine sinnvolle Weiterentwicklung: Beim Remedy spart die Kohlefaser gegenüber dem bekannten Alu-Fahrwerk knapp 400 Gramm. Höhere Systemsteifigkeit verspricht der neue, breitere Laufradstandard Boost 148, mehr Effizienz und Fahrkomfort steckt im Trek-exklusiven RE:aktiv-Federbein. Der erste Fahrtest auf einem noch unlackierten Prototyp hat uns beeindruckt. Trek hat beim 29er-Remedy den richtigen Weg eingeschlagen.
  • Cube Stereo 140 27,5: Fans der All-Mountain-Klassiker AMS müssen jetzt ganz stark sein: Die Baureihe (AMS 130 und 150) entfällt und wird ersetzt durchs Stereo 140 27,5. Das allerdings soll kein Nachteil sein. Cube hat dem Alu-Rahmen (2,8 Kilo) für mehr Fahrspaß eine moderne Geometrie (67,5/74,5er-Winkel) und eine lebendigere Kinematik verpasst. Eine unter zehn Kilo leichte Carbon-Variante soll später im Jahr kommen, vielleicht sogar mit der C68-Technologie (siehe Kategorie Hardtails). Vom Stereo sind sieben Modelle von 2100 bis 8000 Euro geplant. Aber: Wer ein 120er-Fully mit kleinen Laufrädern sucht, findet 2015 bei Cube keins. Sie blicken in der verschachtelten Cube-Palette nicht mehr durch? Wir auch nicht!
  • Giant Anthem Advanced SX 27,5: Der Zusatz "Advanced" kennzeichnet bei Giant immer die Kohlefaser-Varianten und die Buchstaben SX versprechen mehr Fahrspaß, genauer gesagt mehr Federweg an der Gabel. So rollt der 2015er-Jahrgang des Anthem-SX-Race-Bikes zwar nach wie vor mit 100 Millimetern Federweg hinten, aber einer 120er-Gabel in die Shops. Zwei SX-Modelle ab 2299 Euro (Alu-Rahmen, Shimano SLX) hat Giant geplant, das abgebildete Top-Modell Advanced SX mit Sram-X01-Gruppe, Carbon-Hauptrahmen und Alu-Heck kostet 4299 Euro.
  • Specialized Stumpjumper Evo 27,5: Auch beim All-Mountain-Klassiker setzt Specialized ab sofort auf die neue Laufradgröße. 27,5 Zoll wird es beim Stumpjumper aber vorerst nur in der Evo-Variante geben. Eine Carbon- und eine Alu-Version mit jeweils 150 Millimetern Federweg an Front und Heck warten förmlich darauf, durch anspruchsvolles Gelände gescheucht zu werden.
  • Specialized Camber Expert Evo: Extrem leicht, pfeilschnell und dennoch mit unvermutet großen Reserven. Das Camber rollt nahezu unverändert in die nächste Saison. 2015 ist das flinke Trail-Bike mit 110 Millimetern Federweg in drei Alu- und vier Carbon-Varianten erhältlich. Nach wie vor gibt es das Camber nur mit 29-Zoll-Laufrädern.
  • Marin Rift Zone29er: Marin hat viel in Entwicklungen investiert. Neuestes Trail-Spielzeug ist das Rift Zone XC9 mit Vollcarbon-Fahrwerk und ausgesprochen sportivem Charakter. 110 Millimeter Federweg am Heck und große Räder sollen leichtfüßiges, agiles Fahrverhalten und effizienten Vortrieb mit Fahrstabilität bergab paaren. Geplant sind zwei Modelle.
  • Centurion Numinis 29: Centurion bohrt den Federweg des Numinis um jeweils einen Zentimeter auf 120 hinten, beziehungsweise auf 130 Millimeter vorne auf. Bei der Geometrie hat sich Entwickler Hannes Genze vor allem auf eine Verbesserung des Stack-to-Reach-Wertes konzentriert. Man sitzt nun kompakter. Die Sitzposition ist dadurch komfortabler. Bei früheren Modellen schwankte der Stack-to-Reach-Wert teilweise stark von Größe zu Größe. Durch ein neues System soll sich der Wert deutlich linearer im Vergleich zur Rahmengröße verändern.
  • Ghost Riot LT: Kann das funktionieren? Ein bewährtes Bike einfach mit einer längeren Federgabel aufrüsten, ihm den Zusatz LT verpassen und ihm einen neuen Einsatzbereich zuweisen? Ghost hat diesen Schritt beim Modell Riot vollzogen. Im ursprünglich für 130 Millimeter konzipierten Bike steckt nun eine 150er-Gabel drin, jeweils ausgerüstet allerdings mit Niveau-Regulierung. Kenner wissen: Mehr Federweg verändert die Geometrie. Zwei Zentimeter mehr bedeuten um ein Grad flachere Lenk- und Sitzwinkel. Man spürt das beim Riot LT. Das Cockpit liegt höher, das ist gut für die Kontrolle. Der Po rutscht nach hinten, was an steilen Rampen schlecht wäre, gäbe es da nicht die Gabelabsenkung. Unverändert bleibt der Carbon-Rahmen, in allen drei Varianten steckt allerdings das neue Cane-Creek-DB-Inline-Federbein (Detailfoto). Für etwa 6500 Euro bietet das feuerrote Top-Modell Riot LT 10 LC edle Race-Face-Carbon-Kurbeln, XX1-Schaltung und Pike-Gabel. Wer mit dem bekannten 130-Millimeter-Modell liebäugelt, kann 2015 aus drei Ausstattungsvarianten wählen. Durch den Wegfall der AMR-Plus-Fullys mit 26-Zoll-Laufrädern entsteht eine Lücke im 150-Millimeter-Segment. Fans dieser Kategorie spricht das Cagua (160/150 mm) an, außerdem lohnt ein Blick aufs brandneue AMR LT mit 130er-Hub und 29er-Laufrädern.
  • Ghost AMR LT: Auch beim AMR signalisieren die Buchstaben LT den Federwegsbonus. Die 29er-Basis bietet 130 Millimeter vorne und 120 hinten, das klingt nach einem breiten Einsatzbereich und einem Plus an Sicherheit bergab. AMR LT6 LC: Carbon/Alu, XT-Gruppe, 2699 Euro.
  • Corratec Inside Link 10 Hz: Ein Elastomer? Als 2015er-Neuheit? Die Gummipuffer sind doch Fossile der Federungssteinzeit! Nicht ganz. Um das Losbrechmoment des Luftdämpfers zu überbrücken und feine Vibrationen zu filtern, schaltet Corratec dem Federbein des Inside-Link-Hinterbaus einen Elastomer vor. Die Fullys mit 10-Hz-Technik kosten 2699 bis 3799 Euro.
  • Steppenwolf Tyler: Shimano XT, 120 Millimeter Federweg, 2499 Euro: Allein diese drei Merkmale bedienen eine große Zielgruppe. Das Tyler soll mit seiner laufruhigen Geometrie den Touren-Biker ansprechen. Außer dem abgebildeten Modell gibt es vier weitere zwischen 1499 und 3299 Euro. Steppenwolf hat als eine der wenigen Firmen noch 26-Zoll-Bikes im Programm!
  • Mondraker Foxy Carbon: Beim Design ganz vorne: Neben der coolen Optik ist das Kernmerkmal des Foxy Carbons die bekannte Forward-Geometry mit verlängertem Oberrohr und nur 30 Millimeter kurzem Vorbau. Dank Kohlefaser soll der Rahmen in Größe M nur 2,1 Kilo wiegen (o. Dämpfer) – und das bei hoher Steifigkeit. Vier Modellvarianten und vier Rahmengrößen sind geplant.
  • Storck Adrenic: Ein brandneues Fully von Storck? Darauf warten Fans der Marke schon länger. Auch Storck hat sich von 26 Zoll verabschiedet. Das neue Adrenic (130/120 mm) ist standardmäßig für 27,5" ausgelegt, kann aber auch mit einem 29-Zoll-Vorderrad gefahren werden. Dann reduziert sich der Federweg an der Gabel auf 120 Millimeter.
  • Lapierre Zesty AM: Alu statt Carbon! Ja, richtig gelesen: Lapierre fertigt Hinterbau und Wippe auch bei den Top-Bikes aus Alu statt Carbon, hält allerdings am Kohlefaser-Hauptrahmen fest. Diesen ungewöhnlichen Schritt erklären die Franzosen mit 80 Gramm Gewichtsvorteil, identischer Steifigkeit, stabilerer Lagerung und günstigeren Produktionskosten.
  • GT Force X Carbon Expert: GT setzt voll auf 27,5 Zoll. 29er gibt’s nur noch beim Zaskar. Beim Force verspricht der Zusatz X mehr Fahrspaß bergab. Dazu frisieren die Produkt-Manager das Fahrwerk mit 160er-Gabel und dem unter hoher Belastung leistungsfähigeren Fox-Float X-Dämpfer. Am Heck bleibt es bei 150 mm. Außerdem: Zweifach-Kurbel, kurzer Vorbau, 760er-Lenker, 3499 Euro.
  • Radon Slide 650B: Wer sich in den vergangenen Jahren für ein Radon Slide entschieden hat, der hat nichts falsch gemacht. Ein Top-All-Mountain zum attraktiven Preis. Dies bleibt vermutlich so, auch wenn jetzt 27,5-Zoll-Laufräder drinstecken und der Lenkwinkel 67 Grad beträgt. Vier Ausstattungsvarianten in mehreren Farben von 1999 bis 2999 Euro.
  • Radon 130 29: Elegantere Rohr-Shapes. Dynamischerer Auftritt. Geringeres Rahmengewicht. Kürzerer Hinterbau. So lauten die Merkmale des Facelifts, das Radon seinem 29er spendiert, ohne jedoch weitere Details zu verraten. Die zeigt dann der nächste BIKE-Test. Auch hier vier Modelle: von 1599 bis 2999 Euro. Rock Shox Reverb ab 1999 Euro inklusive.
  • Merida One-Twenty 27,5: Beim 2015er-Jahrgang des Volumenmodells One Twenty blieb keine Schraube unangetastet. Es wurde komplett ums Laufradformat 27,5 herum entwickelt, es besitzt ein effizientes Fahrwerk mit schwimmend aufgehängtem Federbein. Sechs Varianten geplant.
  • Canyon Spectral CF: Mit seinem gelungenen Design und dem ausgewogenen Handling hat das Spectral AL viele Fans gefunden – ausgenommen die Anhänger der Kohlefaser. Die lockt jetzt das Spectral CF. Der gerade einmal 1900 Gramm leichte Carbon-Rahmen (ohne Dämpfer) besitzt wie das Alu-Modell eine schnittige Optik, die 27,5-Zoll-Laufräder garantieren laut Canyon "den optimalen Kompromiss aus verspielter Agilität und souveräner Laufruhe". Angesichts der Eckdaten vermuten wir schon heute: Mehr Bike braucht man nicht. Der Rahmen ist übrigens für Shimano Di2 vorbereitet (Zugführungen, Akku-Integration). Ausstattungen und Preise verrät Canyon allerdings noch nicht.
  • Liteville 301 Marathon:Pünktlich zum zehnjährigen Firmenjubiläum rollt die neue Marathon-Version des 301 vom Stapel. In Kombination mit einer RS-1, Sram-XX1-Gruppe und Syntace-W30-MX-Laufrädern soll das vortriebshungrige Bike trotz Alu-Rahmen unter 10,5 Kilo wiegen. Durch einen verkürzten Dämpferhub kommt der Rahmen auf einen Federweg von 120 Millimetern. Zeitgleich ändert sich die Kennlinie des Hinterbaus durch das verkleinerte Kammervolumen. Dank "Scaled Sizing" gibt es auch bei diesem Modell die optimale Laufradgröße je nach Körpergröße.
  • Yeti SB 5c: Im Vollcarbon-Fully SB5c steckt die Weiterentwicklung des Switch-Fahrwerks, das in unserem Test (8/14) mit enormer Antriebs-Effizienz bei gleichzeitig sehr gutem Einfederverhalten geglänzt hat. Switch Infinity heißt der neue Wurf. Herzstück des Systems ist nicht mehr der Switch-Exzenter im Hauptlager, sondern zwei Mini-Kolben (Fox-Kashima-beschichtet). Auf diesen gleitet der Hinterbau beim Einfedern am Hauptlager auf und ab, was das System vom Kettenzug entkoppeln soll. Klingt sehr spannend, werden wir in Kürze testen. Wie das System funktioniert, zeigt das Video hinter dem QR-Code links.
  • Stevens Whaka: Klingt wie ein Anfeuerungsruf im Fußballstadion, ist aber der Name des neuen 29er-Fullys mit 140er-Alu-Fahrwerk. Mehr als eine Zeichnung gibt es noch nicht. Wie bei Stevens üblich werden Rahmengrößen unter 16 Zoll mit 27,5-Zoll-Laufrädern ausgeliefert.
  • Rose Root Miller: Die beiden Rose-Entwickler Max Sistenich und Christoph Krüppel haben für die Saison 2015 fast jedes Bike angefasst, überarbeitet und zusätzlich neue Modelle kreiert. Stellvertretend für die Neuheiten-Offensive haben wir hier das Root Miller herausgepickt. Es hat außer dem Namen und den 29-Zoll-Rädern nicht mehr viel gemein mit seinem Vorgänger. Der neu entwickelte Alu-Rahmen hat eine moderne Geometrie mit kürzerem Steuerrohr sowie steilerem Sitz- und flacherem Lenkwinkel. Dazu passt der kürzere Hinterbau. Das alles macht das Bike zu einem Allround-Talent.
  • Rocky Mountain Thunderbolt MSL BC: Auch in Kanada verfährt man nach dem Motto: Auf Alu folgt Carbon. So war das letzte Saison beim Instinct und jetzt beim Thunderbolt. Der Zusatz MSL steht für den Kohlefaser-Rahmen, BC für die fahrspaßorientierte British-Columbia-Version. Allen Carbon-Thunderbolts gemein ist die neue Pipelock-Lagertechnik mit breiterer Abstützung für mehr Steifigkeit bei geringerem Verschleiß. Das Konzept klingt vielversprechend. Wir sind schon heiß auf den ersten Test!
  • Bergamont Trailster: Bergamont ersetzt das Threesome durch das komplett neu entwickelte Trailster. Zehn Millimeter mehr Federweg, eine progressivere Kennlinie und längerer Reach sollen dem 27,5-Zöller moderne Fahreigenschaften verleihen. Zwei Trail-Modelle werden ab 2000 Euro zu haben sein. Breitere Reifen und Lenker sowie eine angepasste Ausstattung richten die beiden EX-Modelle mehr auf Enduro-Einsätze aus.