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E-MTB Rucksäcke mit Fach für Reserve-Akku im Test

  • Markus Greber
 • Publiziert vor 2 Jahren

Der Ersatz-Akku im Rucksack – auf langen Touren ein Muß. Doch beim Sturz verwandelt sich die Batterie in Gefahrgut. Drei Rucksackhersteller kümmern sich um mehr Schutz. Welches Modell ist das beste?

Die Zeiten, in denen der Bike-Rucksack ausschließlich als Stauraum diente, sind lange vorbei. Nicht nur Enduro-Fahrer und Freerider wissen: Ein Rucksack schützt bei Stürzen vor allem die Wirbelsäule. Ohne fühlen sich viele Biker nackt und ungeschützt – und das nicht erst, seit Evoc den ersten Rucksack mit integriertem Protektor auf den Markt brachte.

Protektorenrucksäcke schützen bei Stößen von außen, aber auch vor Verletzungen durch Gegenstände im Inneren eines Rucksacks. Doch wie sieht es mit der Schutzfunktion aus, wenn der Rucksack zudem einen schweren Ersatz-Akku beherbergen muss? Drei Rucksackhersteller haben die Herausforderung angenommen und spezielle Packs für E-MTB-Piloten entwickelt. Wir haben die drei Modelle ausgiebig in der Praxis getestet.

E-MTB Rucksäcke mit Fach für Reserve-Akku im Test

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Der Ersatz-Akku im Rucksack – auf langen Touren ein Muß. Doch beim Sturz verwandelt sich die Batterie in Gefahrgut. Drei Rucksackhersteller kümmern sich um mehr Schutz auf der Tour. Welches Modell ist das beste?

Den Unterschied zwischen den Bedürfnissen von normalen Mountainbikern und E-Mountainbikern macht also der Reserve-Akku. Liegt dieser ungesichert im Rucksack, wird er beim Sturz zur unkalkulierbaren Gefahr – der Bolide, der je nach Ausführung zwischen zwei und drei Kilo wiegt, kann dem Fahrer beim Sturz ungehindert ins Kreuz stempeln. Obligatorisch für einen speziellen E-MTB-Rucksack ist daher zunächst der eingebaute Protektor. Dieser verteilt den Druck schlichtweg auf eine größere Fläche und schützt dadurch vor Verletzungen. Alle drei E-MTB-Rucksäcke besitzen eben diesen Rückenschutz, der sich bei Bedarf auch herausnehmen lässt.

Doch der beste Protektor nützt wenig, wenn die Batterie nicht ausreichend fixiert ist. Und genau hier gehen die drei Hersteller unterschiedliche Wege. Ein besonders solides System bietet Evoc. Hier sitzt der Akku in einer gepolsterten Tasche, die mittels Klettband verschlossen wird. Ein weiteres, breites Klettband sitzt mittig und ist fest mit dem Rückenteil des Rucksacks verbunden. Auch große Akkus lassen sich hier sicher fixieren. Auch im Ergon-Rucksack lässt sich der Akku gut sichern. Allerdings etwas umständlicher und nicht ganz so platzsparend wie bei Evoc. Außerdem passen hier nur die klassischen kleinen Akkus von Bosch und Shimano. Schon beim neuen Bosch-Powertube-System muss der Ergon aus Platzgründen passen. Nicht ausreichend gesichert ist die Ladung dagegen beim Amplifi. Der Akku sitzt in einer flexiblen Ummantelung aus Neopren und wird mit unterdimensionierten, ebenfalls dehnbaren Klettbändern gehalten. Diese haben keine Verbindung zum Rückenteil. Die Wucht muss hier nicht einmal groß sein, um die Batterie im Inneren des Rucksacks herumzuschleudern.



Die Testergebnisse dieser drei Rucksäcke mit extra Akku-Fach finden Sie auf der nächsten Seite:

  • Amplifi E-Track
  • Ergon BA3 E Protect
  • Evoc FR Trail E-Ride

Neben den sicherheitsrelevanten Aspekten haben wir die Rucksäcke auf ihre Touren-Tauglichkeit untersucht. Fassungsvermögen, Ordnung, Handling – wie gut lässt sich die Ausrüstung verstauen? Dabei haben wir Dinge zusammengestellt, die man unserer Meinung nach für eine Eintages-Tour im Gepäck haben sollte. Ob man dabei ein Ladegerät braucht, muss jeder individuell entscheiden. Alle Teile unserer Liste fanden jedenfalls in allen Rucksäcken ihren Platz. Obwohl der Ergon BA3 der kleinste von allen ist, stellte er sich als wahres Packwunder heraus.

Unterm Strich präsentieren sich Evoc und Ergon als besonders E-MTB-tauglich. Beide sind sehr gut verarbeitet, sicher beim Transport des Reserve-Akkus und besitzen ausreichend Volumen. Das Modell von Amplifi bietet viel Platz, eine gute Organisation und hohen Tragekomfort, hat aber Schwächen beim Sichern des Akkus.

Equipment für die Tour: Mit dieser Packliste haben wir getestet:

  1. Ersatz-Akku *
  2. Ladegerät *
  3. Regenjacke *
  4. Regenhose *
  5. Knieschoner *
  6. Zahnbürste / Zahnpasta
  7. Thermo-Jacke *
  8. Luftpumpe *
  9. Mini-Tool *
  10. Reifenheber *
  11. Schlauch *
  12. Kettenöl *
  13. Erste-Hilfe-Pack *
  14. Sonnencreme *
  15. Lippenpomade *
  16. Butterbrot-Box
  17. Riegel *
  18. Geldbeutel *
  19. Tempos
  20. Buff *
  21. Ersatztrikot *
  22. T-Shirt *
  23. Socken *

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