Die E-MTB-Generation 2020 steht in den Startlöchern. Vor allem mit neuen Motoren und größeren Akkus wollen die Hersteller die Latte wieder eine Stufe höher legen. Können die Neun TRailbikes aus der oberen Preis-Etage die hohen Erwartungen erfüllen? Unser Praxis- und Labortest bringt Klarheit.

  • Die E-MTB-Generation 2020 steht in den Startlöchern. Vor allem mit neuen Motoren und größeren Akkus wollen die Hersteller die Latte wieder eine Stufe höher legen. Können die Neun Trailbikes aus der oberen Preis-Etage die hohen Erwartungen erfüllen? Unser Praxis- und Labortest bringt Klarheit.
  • Volle Integration, volle Akku-Power, Carbon von vorne bis hinten: Rotwilds R.X 750 ist mit technischen Finessen vollgepackt und steht damit sinnbildlich für die neueste Generation E-MTBs.
  • Auf Touren mit vielen Höhenmetern ist die Reichhöhe ein wichtiger Faktor. Akkus mit 500 Wattstunden bilden 2020 die Ausnahme - so sind lange Ausfahrten ohne Zweit-Akku möglich.
  • Bleibt das Vorderrad am Boden? Wie arbeitet die Heckfederung? Im direkten Vergleich zeigt sich, wer die beste Steigfähigkeit besitzt. Cubes Stereo Hybrid 140 klettert sehr unkompliziert.
  • Der Rocky Mountain Powerplay 3.0 ist der Exot unter den Antrieben. Er schiebt im Vollgas-Modus extrem kraftvoll und mit viel Drehmoment, arbeitet dabei aber ungestümer als die Konkurrenz. Der Motor selbst ist sehr leise, zu hören ist nur das Rasseln der Kettenführung.
  • Der Shimano E8000 (Merida, Husqvarna, Storck) kann in Sachen Maximalkraft nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten. Im extremen Gelände ist der Fahrer mehr gefordert. Das Fahrgefühl ist aber angenehm und der Motor gut kontrollierbar. Leider recht laut.
  • Der neue Bosch Performance CX (Conway, Cube, Simplon) arbeitet besonders geschmeidig und liefert in technischen Anstiegen sehr viel Kontrolle. Er fühlt sich bei niedriger Kadenz nicht ganz so kraftvoll an wie Brose und Rocky, bietet aber dennoch massig Power. Leider recht laut.
  • Der Brose Drive SMag (Specialized, Rotwild) besticht durch viel Kraft in niedrigen Kadenzen. Er schiebt den Biker mühelos steile Rampen empor. Auffällig: Im Levo arbeitet der Antrieb sehr leise, im voluminösen Rotwild-Rahmen tönt er deutlich lauter.
  • Conway Xyron 927 Carbon
  • Conway Xyron 927 Carbon: Die Carbon-Kombi aus Vorbau und Lenker ist extrem leicht, mit 820 mm auch extrem breit. Unser Tipp: kürzen.
  • Conway Xyron 927 Carbon: Edel! Das Xyron schaltet dank Sram AXS elektronisch und kabellos, gleiches gilt für die Teleskopstütze. Bei der Schaltung ist die Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig, die Stütze läuft sehr geschmeidig.
  • Cube Stereo Hybrid 140 Action Team
  • Cube Stereo Hybrid 140 Action Team: SG steht für die stabile Super-Gravity-Karkasse, könnte aber auch "sorglos glücklich" bedeuten. Durchschläge und platte Reifen verhindern die schweren Pneus vorbildlich.
  • Cube Stereo Hybrid 140 Action Team: Das Akku-Cover ist gummiert und wertig, der Druckknopf zum Öffnen funktioniert einfach und zuverlässig. Sehr gut gelöst!
  • Husqvarna Mountain Cross 8
  • Husqvarna Mountain Cross 8: Die Bedienung der Schiebehilfe ist mit dem E8000-Shifter besser als bei allen anderen Hebeln, dafür muss der Remote-Hebel der Kind-Shock-Stütze von seinem angestammten Platz unter dem Lenker weichen.
  • Husqvarna Mountain Cross 8: Die Befestigung der Akku-Abdeckung mittels Rändelschraube ist etwas fummelig, und der Wechsel-Akku hakt beim Herausnehmen.
  • Merida eOne-Sixty 9000
  • Merida eOne-Sixty 9000: Schlank, schlicht, funktional: Die Kombi aus E7000-Shifter und Daumenhebel für die Teleskopstütze ist ergonomisch top und optisch unauffällig.
  • Merida eOne-Sixty 9000: Spritzschutz: Mini-Schutzbleche an Vorder- und Hinterrad. An einem Bike für 7400 Euro wirken die günstigen Teile aus weichem Kunststoff aber deplatziert.
  • Rocky Mountain Instinct Powerplay C70
  • Rocky Mountain Instinct Powerplay C70: reduziertes Cockpit! Das Rocky kommt ohne Display. Die LED-Anzeige an der Bedieneinheit für den Akku-Stand ist wenig detailliert, die Unterstützungs-stufe wird nur auf Knopfdruck angezeigt.
  • Rocky Mountain Instinct Powerplay C70: Der Powerplay-Motor verfolgt ein ganz eigenes Konzept. Der Antrieb selbst ist leise, dafür rasseln die Ketten umlenkungen.
  • Rotwild R.C750 Pro
  • Rotwild R.C750 Pro: Versteckspiel! Um den Druck der DT-Swiss-Gabel einzustellen, muss man eine Kappe abschrauben. Dazu ist ein 10er-Torx integriert, mit dem sich auch die Zugstufe einstellen lässt. Optisch clean, aber kompliziert in der Handhabung!
  • Rotwild R.C750 Pro: Besonders schnell und geschmeidig geht dafür die Akku-Demontage, ganz ohne Schlüssel.
  • Simplon Rapcon Pmax
  • Simplon Rapcon Pmax: Der Magic-Mary-Reifen am Hinterrad mit weicher Gummimischung bietet massig Grip bei nahezu allen Bedingungen. Nur für Asphalt-Touren ist der starke Pneu nicht erste Wahl.
  • Simplon Rapcon Pmax: Auf dem Unterrohr lässt sich ein externer Zusatz-Akku mit 500 Wh montieren, damit sind besonders lange Touren drin. Das Gesamtsystem kostet aber extra - inkl. Zusatz-Akku 1000 Euro.
  • Specialized Turbo Levo Expert
  • Specialized Turbo Levo Expert: Liebe zum Detail.
    Im Steuerrohr des Levo steckt ein Multi-Tool. So sind die wichtigsten Werkzeuge immer griffbereit.
  • Specialized Turbo Levo Expert: Das teuerste Bike im Test kommt mit der günstigsten Gabel. Die Fox Performance-Gabel muss mit der einfachen FitGrip Dämpfung auskommen.
  • Storck E:drenalin GTS 500
  • Storck E:drenalin GTS 500: Die Teleskopstütze bietet nur 125 Millimeter Hub, einige Tester hätten sich in der Abfahrt mehr Bewegungsfreiheit gewünscht.
  • Storck E:drenalin GTS 500: Die Elffach-Kassette bietet in Kombination mit dem großen Kettenblatt vorne eine recht harte Übersetzung. Für steile Anstiege und stromsparende Fahrweise wären mehr Reserven nötig.