Schiebung: 10 Schiebehilfen im Praxistest Schiebung: 10 Schiebehilfen im Praxistest Schiebung: 10 Schiebehilfen im Praxistest

Test 2021: Schiebehilfen für E-Mountainbikes

Schiebung: 10 Schiebehilfen im Praxistest

  • Markus Greber
 • Publiziert vor einem Monat

Wohl kein anderes Feature ist so unsexy wie die Schiebehilfe. Vielleicht der Grund für Konstrukteure, die Weiterentwicklung so lange verschoben zu haben.

Das Thema scheint in etwa so aufregend, als würde man über Reha-Geräte mit Krankenkassenzuzahlung diskutieren. Aber jeder, der auf Tour schon mal eine unfahrbare Passage überwinden musste, weiß die Vorteile einer funktionierenden Schiebehilfe zu schätzen. Und die Betonung liegt hierbei bewusst auf „funktionierend“, denn das war bis vor Kurzem gar nicht so selbstverständlich. Erst seitdem E-Bike-Motoren speziell für den Geländeeinsatz konzipiert wurden, hat die Schiebefunktion überhaupt Bedeutung erlangt. Denn vorher war sie eigentlich nur dazu gedacht, das E-Bike mal kurz die Tiefgaragenauffahrt hochzubugsieren.

Wer also seine Touren-Planung nicht nur auf einfache Schotterwege beschränkt, sondern in schwierigem Gelände unterwegs ist, der kann sich mit einem guten System einiges an Ärger und Kraft sparen. Um herauszufinden, welche Systeme den Anforderungen in den unterschiedlichen Situationen am besten gerecht werden, haben wir die acht relevantesten Modelle zusammengetragen und sie nach festgelegten Kriterien auf einer repräsentativen Strecke getestet: ein steiler, verblockter Karrenweg mit Wurzeln und Felsklötzen, griffigen und rutschigen Passagen – das sollte den Systemen das Leben schwermachen. Den Trumpf hat dabei derjenige Motor auf seiner Seite, der in diesen Passagen kräftigen und möglichst gleichmäßigen Vortrieb liefert. Das wichtigste Kriterium aber, und das wissen wir nicht erst seit diesem Test, ist die Ergonomie. Wer alle Hände voll damit zu tun hat, ein Bike jenseits der 20 Kilo einen steilen Trail hochzuschieben, gleichzeitig aber mit dem Daumen ein kleines, schwer erreichbares Knöpfchen gedrückt halten soll, der kommt nach kürzester Zeit an seine Grenzen.

Skyshot/ Markus Greber 100 % ergonomisch: Der MacGyver-Trick mit einem Stück Fahrradschlauch und einem eingetapten Kieselstein.

Die Ideallösung allerdings gibt es bisher nicht. Wie die aussähe? Auf unseren Wunschzettel haben wir eine arretierbare Schiebehilfe notiert. Welcher Hersteller dieses Feature als erster im Rahmen der engen Gesetzesvorschriften durchbringt, wird sich sicher einen Marktvorteil verschaffen. In einer anderen Frage dürfte sich wohl kaum etwas machen lassen: bei der Maximalgeschwindigkeit. Die hat der Gesetzgeber auf 6 km/h festgelegt.

Den kompletten Vergleichstest der acht Schiebehilfen aus EMTB 2/2021 können Sie bequem unter dem Artikel als PDF herunterladen. Der Test kostet 1,99 Euro.

Warum nicht kostenlos? Weil Qualitätsjournalismus einen Preis hat. Dafür garantieren wir Unabhängigkeit und Objektivität. Das betrifft ganz besonders die Tests in EMTB. Die lassen wir uns nicht bezahlen, sondern das Gegenteil ist der Fall: Wir lassen sie uns etwas kosten, und zwar Zigtausende Euro jedes Jahr.

  • Bosch Kiox | Bosch Purion
  • Mahle | Specialized Levo SL
  • Brose | Specialized Levo
  • Brose | Rotwild
  • Giant Syncdrive
  • Shimano EP8
  • TQ
  • Yamaha PW-X2

Test 2021: Schiebehilfen

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Themen: E-MountainbikeTestUphill

  • 1,99 €
    Schiebehilfen

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