Viel hilft viel. Trifft die These beim E-MTB zu? Oder ist der üppige Federweg an manchen E-Enduros zu viel des Guten? Unser Vergleichstest soll zeigen: Wie gut schlagen sich die langhubigen Kraftpakete im Allround-Einsatz? Und: Wer stellt 2020 das beste Bike für puren Bergabspaß?

  • Viel hilft viel. Trifft die These beim E-MTB zu? Oder ist der üppige Federweg an manchen E-Enduros zu viel des Guten? Unser Vergleichstest soll zeigen: Wie gut schlagen sich die langhubigen Kraftpakete im Allround-Einsatz? Und: Wer stellt 2020 das beste Bike für puren Bergabspaß?
  • Auffi! Viel Federweg im Heck kombiniert mit ordentlich Motorkraft macht die E-Enduros zu sehr guten Kletterern. Traktion satt hatten alle sieben Bikes im Test.
  • Sattes Fahrwerk, lange Geo, großer Akku, fette Reifen - mit den E-Enduros geht richtig viel. Berghoch, aber vor allem bergrunter!
  • Extrem-Tourer oder Mini-Downhiller? Im Test waren beide Typen vertreten.
  • PLUS: E-Enduros sind Sportgeräte. Sie brauchen aus unserer Sicht keinen Schlüssel, um den Akku zu sichern. Den vergisst man eh nur und steht dann beim Tausch hilflos im Gelände. Bei Merida, YT und Giant klappt der Wechsel mit Inbus (bei Merida integriert), bei Rotwild per Knopfdruck ganz ohne Tool. Elegant und gut.
  • PLUS: Mit bis zu 180 Millimetern Hub verleiten E-Enduros zu Raserei in ruppigem Gelände. Da braucht es stabile Reifen! Giant verbaut am Hinterrad die Double-down-Variante von Maxxis - perfekt. Alle anderen setzen immerhin auf die Exo+, bzw. Protection-Karkasse (Conti). Auch toll: Giant kommt serienmäßig tubeless.
  • MINUS: Das Kiox-Display wird serienmäßig nur per Magnet in der Halterung fixiert. In extremem Gelände rüttelte es uns das Display gleich mehrfach in die Botanik. Einmal ging es komplett verloren. Folge: Systemausfall. Zum Glück kann man das Display auch festschrauben (Schraube im Lieferumfang). Im Enduro-Einsatz Pflicht.
  • MINUS: Der Eco-Modus beim neuen Bosch Gen4 ist zu schwach ausgelegt. Der Unterstützungsmodus reicht, um in der Ebene voranzukommen. Im Anstieg hilft er zu wenig, der nächst höhere Modus ist gleich zu kräftig. Leider ist er nicht per App einstellbar. Für die Reichhöhenjagd aus unserer Sicht auch für fitte Biker nicht ideal.
  • Cannondale Moterra 1
  • Cannondale Moterra 1: Die Lampe ist ein praktisches Feature für die dunkle Jahreszeit. Die Ausleuchtung des Trails ist ausreichend für die sichere Heimfahrt.
  • Cannondale Moterra 1: Die 220er-Scheibe vorne macht gerade für schwere Fahrer richtig Sinn, denn sie erhöht Standfestigkeit und Brems-Power.
  • Giant Reign E+ 0 Pro
  • Giant Reign E+ 0 Pro: Dass die Sram Reverb AXS kabellos funktioniert, ist cool, aber nicht das eigentliche Highlight. Die blitzschnelle und millimetergenaue Funktion macht sie einfach zum Überflieger.
  • Giant Reign E+ 0 Pro: Srams Code mit 220er-Scheibe ist eine ideale Kombination für E-Enduros. Ein Wurfanker!
  • Merida eOne-Sixty 10K
  • Merida eOne-Sixty 10K: Shimanos E8000 ist nach wie vor konkurrenzfähig und gut. Sensible Arbeit, individualisierbar, allerdings mit leichten Kraftschwächen bei niedrigen Kadenzen.
  • Merida eOne-Sixty 10K: Die gummierte Abdeckung für den Akku soll geräuschdämpfend wirken. Nur eins der zahlreichen, schönen Details am Merida.
  • Mondraker Crafty RR
  • Mondraker Crafty RR: Die neue Hinterbaukinematik liefert sehr geschmeidige Performance und ein sattes Fahrgefühl.
  • Nox Hybrid Enduro 7.1 Pro
  • Nox Hybrid Enduro 7.1 Pro: Der exponierte Magnet ist old school und anfällig für Verdrehung und Verlust. Der nicht integrierte Abnehmer ist nur unschön.
  • Nox Hybrid Enduro 7.1 Pro: Flipchip zur Geometrieanpassung. In der kürzeren Einstellung ist die Geo bergab ausgewogen. Für Uphill-Fans ist die Lange besser.
  • Rotwild R.E750 Core
  • Rotwild R.E750 Core: Futuristisches Design von Kopf bis Fuß. Die hauseigene Lenker-Vorbau-Kombi ermöglicht die Kabelintegration der Remote und dient als Lampenhalter.
  • Rotwild R.E750 Core: Die elegante Sensor- und Magnetintegration war beim durchgestylten Rotwild fast schon zu erwarten.
  • YT Decoy CF Pro Race
  • YT Decoy CF Pro Race: Hübsch aufgeräumt sieht der E7000-Schalthebel für die Di2 ja aus, ergonomisch ist er aber leider ein Reinfall.
  • YT Decoy CF Pro Race: Der YT-Hinterbau holt aus dem Top-Dämpfer Fox X2 Factory das Maximum heraus - perfekte Hinterbaufunktion hoch wie runter!