Spielerisch leicht: Giant Full-E+ 0 SX im Test Spielerisch leicht: Giant Full-E+ 0 SX im Test Spielerisch leicht: Giant Full-E+ 0 SX im Test

Test 2017: Giant Full-E+ 0 SX

Spielerisch leicht: Giant Full-E+ 0 SX im Test

  • Stephan Ottmar
 • Publiziert vor 5 Jahren

Giant stellt mit dem neuen Full-E+ 0 SX ein optisches Highlight in die Fahrrad-Shops. Kann das Top-Modell aus Taiwan auch beim Fahrtest überzeugen?

Bereits der erste Blick macht klar: Giant hat das Thema E-MTB intensiv durchdacht und mit dem Full-E+einen echten Hingucker auf die Stollen gestellt. Ja, das Bike ist teuer! 6799 Euro verlangt der Branchenriese aus Taiwan für das 0-SX-Modell – die Top-Version. Aber es geht auch günstiger: Die Versionen darunter liegen um 4500 und 3500 Euro.

Optisch sehr ähnlich, arbeitet in allen drei Modellen das PW-Aggregat von Yamaha. Bei Giant besitzt es eine eigene Abstimmung und läuft unter der Bezeichnung Giant Sync­Drive. Der Antrieb besitzt einen laufruhigen, souveränen Charakter. Besonders positiv fällt das spontane und gut dosierte Zuschalten des Antriebs auf. Eher versteckt sitzen dagegen die Zellen des Akkus im Unterrohr. Doch trotz optisch gelungener Systemintegration lässt sich der Akku schnell und unkompliziert entnehmen, um ihn zu laden oder bei tiefen Temperaturen im Warmen zu lagern. Natürlich verschwinden auch die Züge im Inneren des Rahmens. Der Motor zieht in der höchsten Stufe bei geringen Drehzahlen gut durch, verliert jedoch nach oben etwas an Leistung. Das zwingt den Fahrer zu einer geringen Trittfrequenz. Hat man sich daran gewöhnt, sind auch steile Sequenzen gut fahrbar.

Die Reifenpaarung des Nobby Nics läuft bewährt. Vorn hält die Trailstar-Mischung treu die Spur, während hinten die etwas leichter rollende Pacestar-Version den Verschleiß und den Rollwiderstand im Zaum hält. Die hochwertige Rockshox Lyric an der Front erledigt ihren Job souverän und bietet mit 160 Millimetern Federweg reichlich Reserven für schweres Geläuf. Ein wichtiges Feature ist die Gabelabsenkung, die legt das Bike vorn etwas tiefer und steigert so die Klettereigenschaft beträchtlich. Der Hinterbau macht ebenfalls einen herausragenden Job. Er zeigt sich von keiner Fahrsituation überfordert und gibt gute Rückmeldung. Das macht es einfach, sich an den Grenzbereich des Bikes heranzutasten. In schnellen Passagen hält das Full-E+ treu die Spur, auf Lastwechsel reagiert es dennoch spontan, und in engen Kurven lässt es sich spielerisch manövrieren.

Mit dem Full-E+ liefert Giant ein absolut stimmiges Gesamtpaket ab. Antrieb, Fahrleistungen, Ausstattung und Optik bieten wenig Grund zur Kritik. Ein Top-Bike für All-Mountain-Piloten mit reichlich Federwegsreserven.



Das Giant Full-E+ bewegt sich spielerisch durchs Gelände. Für ein E-Bike mit 160 Millimetern Federweg sind 22,3 Kilo sehr leicht.



Antrieb
Motor / Position   
GIANT SyncDrive Sport / Mitte
Max. Drehmoment   80 Nm
Akku   Lithium-Ionen, 500 Wh
Schaltung / Übersetzung   Sram EX-1 / 8fach, 38x11–48
Display / Größe   Yamaha PW / 3,5 Zoll


Ausstattung
Rahmenmaterial / Größen   
Carbon mit Alu-Hinterbau / S / M / L / XL
Gabel / Dämpfer   Rockshox Lyric RC3 / Rockshox Deluxe RC3
Teleskopstütze   Giant Contact SL, 130 mm
Bremse / Disc vo. / hi.   Sram Guide RSC / 200 / 200 mm
Laufräder   27,5 Zoll DT Swiss EX 1501 Spline
Reifen   Schwalbe Nobby Nic Trailstar / Pacestar


Info   6799 Euro   |    www.giant-bicycles.com

Markus Greber Giant Full-E+ 0 SX – Das Absenksystem an der Rockshox Lyrik ist ein sinnvolles Feature. Bei besonders steilen Anstiegen hält sie das Vorderrad am Boden.  

Markus Greber Giant Full-E+ 0 SX – Der Antrieb geht nahtlos ins Unterrohr über, wo der Akku sitzt. Clevere Details wie die Kettenführung über dem 38er-Kettenblatt, runden die hoch­wertige Ausstattung ab.

Markus Greber Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe EMTB 1/2017 können Sie in der EMTB App ( iTunes  und  Google Play ) lesen oder die Ausgabe im  DK-Shop nachbestellen .

Themen: EMTBFull-EGiantTest


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