EMTB Test: Ego-Kit + Alutech Sennes FR 20

Schnell mit Ego-Kit: Alutech Sennes FR 20 im Einzeltest

  • Markus Greber
 • Publiziert vor 4 Jahren

Mit 3400 Watt auf über 75 km/h – Mit dem Ego-Kit werden ganz normale Mountainbikes im Handumdrehen zu scharfen Waffen. Und schneller als die Polizei erlaubt.

Wenn man die Hand an den Gasgriff legt, sollte man mental und mit jeder Faser seines Körpers bereit sein. Sonst wirft einen das Alutech Sennes FR20 nach hinten ab, als wäre es ein durchgehendes Wildpferd. Und selbst mit äußerster Gewichtsverlagerung nach vorne schießt das Ding – hoch erhobenen Vorderrades – Richtung Gipfel. Ja, man kann mittreten. Sollte man sogar, damit der Motor auf Dauer nicht überhitzt. Aber irgendwie ist das eher so pro forma. Für’s gute Gewissen halt. Die einzige Gemeinsamkeit zwischen einem Bike mit EGO-Kit und einem herkömmlichen E-MTB sind die zwei Räder.

EGO-Kit fahren ist Moped fahren. Punkt. Was aber nicht heißt, dass es nicht einen Riesenspaß macht, dieses Gerät zu bewegen. Hat man sich mal an die brachiale Beschleunigung gewöhnt und daran, dass man eigentlich nur auf dem Hinterrad unterwegs ist, dann lässt sich jeder Bikepark in einen Spielparcours verwandeln – und zwar bergauf. Das Bike lässt sich spielend um die engsten Kurven dirigieren, über kleine Bodenwellen schanzen und in engste Anliegerkurven legen. Der Motor sorgt für einen tiefen Schwerpunkt und damit für eine Menge Sicherheit. Der sieben Kilo schwere Akku macht das Bike nicht träge, vielmehr belastet er – als Ballast im Rucksack – "nur" den Rücken des Fahrers. Die "Nabelschnur" zwischen Bike und Fahrer trennt sich beim Sturz dank eines speziellen Kupplungsmechanismus’. Das Bike bleibt ein Bike, und das merkt man auch. Vor allem, wenn man sich des Motors entledigt. Das funktioniert nämlich in wenigen Minuten. Kettenspanner lösen, Stromstecker abziehen, der Motor selbst ist mit zwei Schrauben am speziell vorbereiteten Rahmen angeflanscht. Wenn also ein Lift verfügbar ist oder man Lust auf normales Biken hat – dann bleibt das EGO-Kit samt Akku eben zu Hause.

Convertible: Die EGO-Kit-Motoreneinheit lässt sich in kürzester Zeit am Alutech-Chassis anflanschen. 

Der Einsatzbereich für ein EGO-Kit liegt ganz klar beim Freerider, der sich mal mit, mal ohne Motor bewegen will. Mittels verschiedener Adapter lassen sich die Motoren an fast jedes Bike basteln, ohne eine Veränderung am Rahmen vornehmen zu müssen. Das Chassis des Alutech Sennes ist allerdings ein Werksumbau von EGO-Kit, bei dem die Aufnahmen für den Motor ins Unterrohr eingeschweißt werden (Herstellergarantie erlischt!).


Preis 8498 Euro (Bike 3999 Euro, EGO 3400 WRP 3999 Euro, Rahmenumbau 500 Euro)


ANTRIEB


Motor EGO 3400, 3400 Watt (max), Drehmoment max: 130 Nm (24/32)
Akku Lithium-Ionen, 1000 Wh
Display/Größe Kein Display
Schaltung/Übersetzung Sram XO Trigger, 1X11


AUSSTATTUNG


Rahmenmaterial/Größen 7000er-Alu/ S/M/L
Gabel/Dämpfer Fox 36 Talas/Cane Creek Double Barrel
Federweg vorne/hinten 160 mm/180 mm
Bremse/Disk vo./hi. Sram Guide R/180/180 mm
Laufräder 27,5 Zoll WTB Frequency Team E25, DT 370-Naben
Reifen Maxxis Highroller 2,4


Info 

www.ego-kits.com

Der 7-Kilo-Akku sitzt im Rucksack. EGO-Kit bietet zwei Motorvarianten an: Der schwächere mit 2400 Watt kostet 2400 Euro. 

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Themen: AlutechEgo-KitEMTB TestSennes


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