Erste Liga: Scott E-Spark Tuned im Einzeltest Erste Liga: Scott E-Spark Tuned im Einzeltest Erste Liga: Scott E-Spark Tuned im Einzeltest

EMTB Test 2017: Scott E-Spark Tuned

Erste Liga: Scott E-Spark Tuned im Einzeltest

  • Markus Greber
 • Publiziert vor 4 Jahren

Nach Aspect, Scale und Genius ist mit dem E-Spark die letzte fehlende Scott-Modellreihe elektrifiziert. Mit Shimano-Motor und Trail-Geometrie mischen die Schweizer die Trail-Liga auf.

Gut Ding will Weile haben. Und so ließ sich Scott von der ersten Präsentation auf der Eurobike bis Anfang Mai 2017 Zeit, bis das E-Spark zum Test bereit stand. Das verzeiht man den Schweizern jedoch insofern, als dass hier nicht einfach ein Antrieb von der Stange am Rahmen angeflanscht wird. Vielmehr setzt Scott auf die Integralversion des Shimano Steps E8000. Das voluminöse Unterrohr sieht aus wie ein nach unten offenes U-Profil und nimmt den Spezial-Akku vollständig auf. Die Optik wirkt wuchtig, aber aufgeräumt und ohne charakteristische "Beule" am Unterrohr, auf dem statt dessen sogar eine große Wasserflasche Platz findet. Doch Schönheit hat seinen Preis: Das Bike gehört mit knapp 22 Kilo in der Top-Ausstattung nicht zu den leichtesten seiner Klasse – und das trotz bekanntermaßen leichtem Shimano-Motor. Das mag zum Teil an der speziellen Rahmenkons­truktion liegen, zum Teil aber auch an Shimanos Integral-Akku, der mit 3100 Gramm gegenüber seinem nicht integrierten Bruder allein schon ein halbes Kilo kostet.

Doch Schluss mit der Gewichtsfeilscherei: Das E-Spark fühlt sich auf dem Trail nämlich alles andere als übergewichtig an. Es besitzt eine moderne Trail-Geometrie mit kurzen Kettenstreben (447 mm), langem Reach (434 mm) und moderat flachem Lenkwinkel (67,5 Grad) und fährt sich damit für ein E-MTB erfrischend spielerisch. Kein Trail ist ihm zu schmal, keine Kurve zu eng. Die Lenkung funktioniert bei Low- und Highspeed stets neutral. Man sitzt sportlich, aber nicht zu gestreckt und fühlt sich im anstatt auf dem Bike. Das Fahrwerk arbeitet sensibel wie ein Seismograph, ist hervorragend abgestimmt und nutzt die Federwege gut aus. Details wie der in der Nabe integrierte Geschwindigkeitssensor und die schon ab Lenker (!) innen verlegten Kabel der elektrischen Di2-Schaltung sind seltene Attribute und positionieren das Bike klar in der Oberliga. Kritik fällt schmal aus. Austauschpotenzial hätte der Sattel mit den harten Kanten und die schwach profilierten Plus-Reifen, die bei Nässe zusetzen und wegrutschen. Ach ja, der Twinloc-Hebel, mit dem man vom Lenker aus das Fahrwerk verhärten und blockieren kann, überfrachtet nur den Lenker und ist am E-Spark schlichtweg überflüssig.


Fazit   Top Fahreigenschaften, tolle Details, ästhetische Optik – das E-Spark ist ein spritziges Trailbike der ersten Liga.



Antrieb
Motor / Position   
Shimano Steps E8000 / Mittelmotor
Max. Drehmoment   70 Nm
Akku   Lithium-Ionen, 500 Wh
Schaltung / Übersetzung   11fach Shimano XT Di2 (32x11)
Display / Größe   Shimano / 1 Zoll


Ausstattung
Rahmenmaterial / Größen   
Aluminium / S / M / L / XL
Gabel / Dämpfer   Fox 34 Float F. Kashima / Fox Nude Trunnion
Teleskopstütze   Fox Transfer Dropper Remote
Bremse / Disc vo / hi   Shimano XT / 200 / 200 mm
Laufräder   27,5 Zoll Syncros
Reifen   Maxxis Recon F/R 27,5 X 2,8 Zoll


Infos
Gewicht
    21,9 Kilo (ohne Pedale)
Federweg (v / h)   130 / 120 mm
Preis   6999 Euro
Web    www.scott-sports.com

Markus Greber Integration bis ins Detail: Der Scott Speed-Sensor sitzt in der Nabe, die Kabel sind unsichtbar. 

Markus Greber Überflüssig: Das Top-Fahrwerk des Scott E-Spark braucht keine Blockierung vom Lenker.

EMTB Magazin Scott E-Spark Tuned


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Themen: EinzeltestEMTBE-SparkScott


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