E-Enduro: Scott E-Genius 700 Tuned im Test E-Enduro: Scott E-Genius 700 Tuned im Test E-Enduro: Scott E-Genius 700 Tuned im Test

EMTB Test 2017: Scott E-Genius 700 Tuned

E-Enduro: Scott E-Genius 700 Tuned im Test

  • Stephan Ottmar
 • Publiziert vor 4 Jahren

Agilität statt Laufruhe: Vom E-Genius der vergangenen Saison bleibt 2018 nicht viel übrig. Das schadet jedoch nichts, die neue Scott-Technologie hat einiges zu bieten.

Nichts bleibt, wie es war. Das Scott E-Genius für das Modelljahr 2018 unterscheidet sich deutlich von der Kons­truktion seines Vorgängers. In einer Herz-OP entfernten die Konstrukteure kurzer Hand das Bosch-CX-Aggregat und ersetzten es durch den Shimano E-8000. Mit zahlreichen Konsequenzen: 29 Millimeter kürzere Kettenstreben, ins Unterrohr integrierter Akku und ein 160-Millimeter-Fahrwerk mit flachem Lenkwinkel geben dem Fahrverhalten des Bikes ein völlig neues Gesicht. Gegenüber dem laufruhigen, aber auch etwas behäbigen Vorgänger haben die Entwickler jetzt ein agil-sportliches Bike auf die Räder gestellt: Plötzlich zirkelt das Genius spielerisch um die Kurve und lässt sich bereitwillig aufs Hinterrad ziehen. Technische Passagen machen damit besonders Spaß.

Das langhubige 160er-Fahrwerk kann sich sehen lassen. In der Tuned-Ausstattung federn hier Fox-Factory-Parts, und die durchdachte Hinterbaukinematik meistert grobes Terrain noch souveräner – schließlich stehen im Vergleich zum 2017er-Modell 20 Millimeter mehr Hub zur Verfügung. Damit bergauf nichts schaukelt, lässt sich das Fahrwerk Scott-typisch über den Twinloc-Hebel beruhigen. Ein Lob gibt es für die gelungene Ausstattung: Die Shimano-Zee-Bremse mit großen Scheiben lässt sich bequem mit einem Finger dosieren, und die Maxxis-Minion-Reifen erweisen sich in der Dimension 2,8 als hervorragende Wahl. Kies, nasse Wurzeln oder Fels – komme, was wolle, der Grip passt immer. Die Shimano-XT-Schaltung in der elektronischen Di2-Version und eine variable Fox-Transfer-Sattelstütze runden das hochwertige Bild ab. Lediglich der Syncros-Sattel bereitete den Testern Schmerzen.

Drei Ausstattungsvarianten stehen ab November dieses Jahres in den Scott-Läden, eine davon zusätzlich als 29er. Aber auch der spurstabile Halbbruder mit Bosch-Antrieb verabschiedet sich noch nicht in den Ruhestand. Als 730 bleibt das Bike im Scott-Programm.


FAZIT: Mit seiner neuen E-Genius-Palette macht Scott einen großen Schritt in Richtung Agilität. Das Genius in der 700-Tuned-Variante macht riesig Spaß. Klein darf der Geldbeutel allerdings nicht sein: Rund 7000 Euro soll der Spaß kosten.

Georg Grieshaber Der Akku für den Shimano-E8000-Antrieb verschwindet bei Scott dezent im Unterrohr. Zum Aufladen kann man ihn entnehmen. 

Georg Grieshaber Scott E-Genius: Die Shimano XT in der Di2-Version wechselt die Gänge elektronisch. Das funk­tioniert nach kurzer Eingewöhnung gut.


Antrieb
Motor / Position   
Shimano Steps E8000 / Mittelmotor
Max. Drehmoment   70 Nm
Akku   Shimano BT-E8010 504 Wh
Schaltung / Übersetzung   11fach Shimano XT Di2 / (34 x 11–48)
Display   Shimano Steps SC-E8000, 1,6 Zoll


Ausstattung
Rahmenmaterial / Größen   
Aluminium / S / M / L / XL
Gabel / Dämpfer   Fox 36 Float Factory E-Bike / Fox Nude DPS Twinloc
Bremse / Disc vo. / hi.   Shimano Zee / 203 / 203 mm
Laufräder   DT-Swiss H 1825-Systemlaufräder
Reifen   Maxxis Minion DHF / DHR Maxx Terra Exo 2,8


Gewicht   23,0 Kilo
Preis   ca. 7000 Euro
Infos    www.scott-sports.com

EMTB Magazin Scott E-Genius 700 Tuned

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Themen: E-GeniusEMTBEnduroScottTest


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