Einzeltest: E-Mountainbike Stevens E-Pordoi

All Mountain EMTB: Stevens E-Pordoi im Test

  • Markus Greber
 • Publiziert vor 4 Jahren

Gute Komponenten, ausgewogene Geometrie, praktische Features. Bei seinem E-Pordoi geht Stevens keine Kompromisse ein und stellt ein hochwertiges All Mountain auf die Räder.

Auf 2239 Metern liegt der Passo Pordoi in den Dolomiten. Er ist der zweithöchste asphaltierte Pass der Alpen und Namensgeber für das Stevens. Auf diesem Bike sollte man sich den Asphalt allerdings sparen und lieber ordentliche Trails suchen – gerne auch etwas ruppigere. Der gesamte Aufbau des Bikes unterstreicht die anspruchsvollen Geländeambitionen dieses All Mountains mit 130 Millimetern Federweg. An der Front sorgt die Fox-34-Performance Elite-Federgabel für Komfort und führt das Vorderrad präzise nach den Steuerbefehlen des Fahrers. Sie harmoniert bestens mit dem Fox-Dämpfer am Heck. Der gesamte Federweg ist gut nutzbar und angenehm linear.

Durch das E-Bike-typische Gewicht und den tiefen Schwerpunkt liegt das Bike sehr satt auf dem Trail und reagiert. Eine Kindshock-Vario-Stütze lässt sich vom Lenker aus um 100 Millimeter absenken, die großen Bremsscheiben verzögern gut. Unser fast schon obligatorischer Kritikpunkt gilt auch hier: Die zu schmalen Reifen mindern den Fahrspaß. 2,25 Zoll breite Nobby-Nic-Pneus sind für den ambitionierten Einsatzbereich bei einem Bike-Gewicht von über 20 Kilo unterdimensioniert. Trotz der wertigen Evo-Mischung ist die Grip-Grenze früh erreicht. Das gilt besonders bergab. Die Geometrie passt: Man nimmt entspannt Platz, trotzdem spürt man die sportliche Note des Bikes. Ideal für längere Touren mit hohem Trail-Anteil. In der Lenkermitte sitzt das mächtige Bosch-Nyon-Display. Es lässt sich mit dem Smartphone koppeln, hilft bei der Navigation und bietet Einstellmöglichkeiten für das Setup des Bosch-CX Antriebs. Bergauf unterstützt der kräftige Performance-Antrieb sehr effektiv. Via Daumenschalter sind die vier Fahrmodi wählbar. Bei unserem Reichweitentest erreichte das Bike 1130 Höhenmeter in der höchsten Unterstützungsstufe. Allerdings hing im Test-Bike ein nicht serienmäßiger 400-Wattstunden-Akku. Im Fachhandel steht das Pordoi mit 500-Wh-Batterie. Damit sollten etwa 300 Höhenmeter mehr drin sein.


Fazit: Mit einem Preisschild von 4999 Euro ist das Stevens gewiss kein Schnäppchen. Abgesehen von den unterdimensionierten Reifen bekommt man dafür aber ein rundum gelungenes Bike mit gehobener Ausstattung und zahlreichen, sinnvollen Details – bestens geeignet für ruppige Dolomiten-Pfade.


Antrieb
Motor/Position   
Bosch Performance CX 250 Watt/Mitte
Max. Drehmoment   75 Nm
Akku   Lithium-Ionen, 500 Wh (400 im Test)
Schaltung/Übersetzung   15 x 11fach Shimano XT (11x40)
Display/Größe   Bosch Nyon/4,25 Zoll


Ausstattung
Rahmenmaterial/Größen   
Aluminium, 17/19/21
Gabel/Dämpfer   Fox 34 Float FIT4/Float Perf. Elite
Teleskopstütze   Kindshock Crux 100 mm
Bremse/Disk vo./hi.   Shimano BR-M 615/203/180 mm
Laufräder   27,5 Zoll Shimano XT/Oxygen Rim
Reifen   Schwalbe Nobby Nic Evo 2,25


Infos   www.stevensbikes.de
Modell   Stevens E-Pordoi
Preis   4999 Euro
Gewicht   20,9 kg

Die gewählte Übersetzung und der Bosch-CX-Antrieb passen bestens zum Charakter des Stevens E-Pordoi. 15 Zähne am Motor in Kombination mit elf Gängen am Hinterrad bieten eine gute Bandbreite. Das Ritzel des kleinsten Ganges am Hinterrad hat 40 Zähne, an steilen Kletterpassagen eine sinnvolle Auslegung.

Stevens E-Pordoi

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Themen: EMTBE-PordoiStevensTest


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