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Tourenplanung für E-Mountainbiker

E-MTB Tourenplanung von Zuhause und Unterwegs

  • Matthias Schwindt
 • Publiziert vor 2 Jahren

Beim E-Bike ist die Reichhöhe limitiert. Wer Ladestationen bei der Touren-Planung berücksichtigt, kann seinen Aktionsradius erweitern. Dabei helfen Planungs-Tools und Navigationsgeräte.

Zur individuellen E-MTB-Tourenplanung zu Hause am Computer stellen wir zwei praktische Online-Tools vor:


BIke GPS: Für eine Alpenüberquerung mit dem E-MTB



www.bike-gps.com

Der interaktive Online-Touren-Planer bietet einzelne, von Transalp-Pabst Uli Stanciu persönlich geprüfte Teilstücke, die man für eine individuelle Alpenüberquerung kombinieren kann. In der Info-Box gibt es zu den Teilstücken Infos zu Höhenmetern, Schwierigkeit und Wegbeschaffenheit. So geht’s: In der Startregion das erste Teilstück auswählen, dann Schritt für Schritt die Anschluss-Segmente dranhängen. So lässt sich eine komplette Transalp oder auch nur eine schöne E-MTB-Runde planen. Wer nicht komplett selbst planen möchte, findet auch fertig ausgearbeitete Touren-Vorschläge. Planen kann man kostenlos. Soll die Tour für die eigene Navigation heruntergeladen werden, ist ein überschaubarer Betrag fällig, der nach Kilometern berechnet wird. Bike-GPS setzt auf das eigene RichTrack-Format. RTX-Dateien bieten zwar Vorteile, müssen aber am PC umgewandelt werden, bevor es auf dem GPS-Gerät losgehen kann. Details lassen sich auf den Luftbildern nur schwer erkennen.

Bike GPS bike-gps.com Tourenplanung

Bike GPS bike-gps.com Höhenprofil


Komoot: Einfache Planung für E-Bike-Touren



www.komoot.de

Das Komoot-System hat drei Bestandteile: Auf dem Online-Portal kann man sich inspirieren lassen, im Touren-Planer die Tour vorbereiten und mittels der Smartphone-App unterwegs navigieren. So läuft’s: Startpunkt, Ziel und gewünschte Zwischenziele per Mausklick festlegen. Mit dem Mtb-Icon berechnet Komoot dann automatisch eine Strecke. Gefällt die vorgeschlagene Tour nicht, einfach die blaue Linie bei gedrückter Maustaste langsam verschieben. Passt die Strecke an dieser Stelle, Maus loslassen. So können zum Beispiel spezielle Trails hinzugefügt, oder explizit vermieden werden. Um abzuschätzen, ob Akku-Reichweite und Fahrtechnik ausreichen, liefern Wegtyp, Beschaffenheit sowie das Höhenprofil neben der Karte wertvolle Informationen. Die geplanten Routen speichert man im persönlichen Profil – dann sind sie stets abrufbar. Viele GPS-Geräte (Wahoo, Sigma, Garmin IQ) können direkt auf diese geplanten Strecken zugreifen und sie für die Offline-Navigation herunterladen. Für den vollen Funktionsumfang werden einmalig 30 Euro fällig.

komoot Komoot Planungstool


Unterwegs ist die Tourenplanung auch ohne Internet mit Tablet oder Smartphone möglich. Empfehlenswerte Apps für Android und Apple.


Locus Map – Offline Profi

Nur für Android Mit der Basis-Navigation der App ist ein recht einfacher und intuitiver Start in die Handy-Navigation möglich. Später begeistern immer mehr Einstellungen und Möglichkeiten. Ob ein Smartphone am E-MTB-Lenker das Passende ist, muss jeder selbst entscheiden. Als Tool zur spontanen Touren-Planung unterwegs eignet sich Locus Map jedenfalls hervorragend. Start und Ziel eingeben und den ersten Vorschlag prüfen.

Fehlt noch ein Zwischenziel, oder soll die Strecke anders verlaufen? Ein Punkt, der unbedingt erreicht werden soll (z. B. Ladestation, Hütte) wird über ein Zwischenziel (Quadrat-Symbol, lange antippen) in die Strecke eingebaut. Für einen alternativen Streckenverlauf eignet sich ein Zwischenpunkt (Dreieck-Symbol). Abschließend die erzeugten Punkte verschieben, bis die Strecke passt. Geplante Tracks lassen sich als GPX-Datei exportieren. Die Pro-Version für 10 Euro bietet Vorteile bei Track-Aufzeichnung, Neuberechnung und Kartenauswahl. Einarbeitungszeit ist für den Immer-dabei-Routenplaner allerdings nötig.

Hersteller Die App von Locus Map

Hersteller Locus Map Navigation

Hersteller Locus Map Track-Aufzeichnung


ApeMap – Der Kartenplaner

Qualitätskarten Amtliche Topo-Karten und die Kompass-Wanderkarten überzeugen auf der App für Smartphone und Tablet mit sehr schönem Kartenbild. Die eigene Touren-Planung erfolgt auf Routing-fähigen Open-Street-Map-Karten. Sollen die Karten offline mitgeführt werden, sind 20 Euro für die ApeMap-PRO-Version zu zahlen. Der Touren-Service mit über 70000 Touren-Vorschlägen ist den Aufpreis dagegen nicht wert. Besser die individuelle Streckenplanung Schritt für Schritt über Zwischenziele nutzen. Dabei kann die Tour auch komplett ohne Internet auf dem iPad zusammengestellt werden. In diesem Fall allerdings ohne Routing entlang der Wege. Nach der Planung den GPX-Track exportieren und auf die GPS-Navigation übertragen. Anpassungen an geplanten Strecken sind möglich, aber kompliziert. Leider ist die gesamte Bedienung von ApeMap kaum intuitiv und erfordert einiges an Einarbeitungszeit.

Hersteller Die App von Apemap

Hersteller Apemap Kartenplaner

Hersteller Das Höhenprofil von ApeMap


GPX-Transfer


Tracks aufs GPS-Gerät: Außer Falk ermöglicht kein Hersteller die direkte Bluetooth-Übertragung vom Smartphone auf das Navigationsgerät, schade! Somit sind Alternativen gefragt, um den GPX-Track aufs Endgerät zu bekommen. Relativ einfach geht es bei Android-Geräten. Diese unterstützen meist USB-OTG (On-the-Go). Ein USB-OTG-Kabel verbindet Handy und GPS-Gerät. Die Navigation verhält sich dabei wie ein USB-Stick am Smartphone. Per Datei-Explorer (z. B. Solid Explorer) wird der Track kopiert.

Bei iPhone oder iPad ist es komplizierter. Eine Übertragung per Kabel lässt Apple nicht zu. Mit einem MicroSD-Kartenleser für den Lightning-Anschluss kommt der GPX-Track auf die Speicherkarte. Tracks können von dort meist problemlos zur Navigation verwendet werden.

Garmin und Co. machen den GPX-Transfer via Bluetooth unnötig schwer.

Matthias Schwindt GPS-Tranfer von verschiedenen Geräten ist nicht immer einfach.


Markus Greber Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe EMTB 1/2019 können Sie in der EMTB App ( iTunes  und  Google Play ) lesen oder die Ausgabe im  DK-Shop nachbestellen .

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