Seite 1: Tourenplanung für E-Mountainbiker

Planungs-Tools und Navigationsgeräte für die E-Biker

  • Matthias Schwindt
 • Publiziert vor einem Jahr

Beim E-Bike ist die Reichhöhe limitiert. Wer Ladestationen bei der Touren-Planung berücksichtigt, kann seinen Aktionsradius erweitern. Dabei helfen Planungs-Tools und Navigationsgeräte.

Die Achillesferse bei der E-MTB-Touren-Planung ist der Akku. Wenn das letzte Lämpchen erlischt, hat der Touren-Spaß ein jähes Ende. Entscheidender Faktor ist also die Reichhöhe des Bikes. Ob die für die gewünschte Tour ausreicht, hängt von unterschiedlichen Parametern ab. Die Wichtigsten: Die Topografie der Tour, das Gesamtgewicht des Systems und der individuelle Fahrstil bzw. die bevorzugte Unterstützungsstufe. Außerdem: Reifendruck, Trittfrequenz, Untergrund und Umgebungstempe­rartur. Grundsätzlich gilt beim E-Mountainbike: Höhenmeter sind ausschlaggebender als Kilometer! Denn, erst im Anstieg schwindet die Kapazität rapide. Daher ist es also treffender, von Reichhöhe anstatt von Reichweite zu sprechen.

Scheint die gewünschte Tour mit einem Akku nicht machbar, gibt es mehrere Möglichkeiten: Zusatz-Akku in den Rucksack, unterwegs nachladen, oder gar eine Kombination der beiden Maßnahmen. Ein Überblick über mögliche
Ladestationen gehört bei langen Ausflügen also zur Touren-Planung. Elektronische Tools sorgen dafür, dass E-Biker unterwegs immer wissen, wo die nächste Zapfsäule wartet (siehe TIPPS & TRICKS unten). Nicht nur deshalb ist die elektronische Navigation für E-Mountainbiker besonders wertvoll.

Hilfreich dabei: Routenplaner geben automatisch einen Überblick über ausstehende Höhenmeter und Distanzen. Details, die mit klassischen Papierkarten mühsam errechnet werden müssen, aber für die Einschätzung der Akku-Kapazität entscheidend sind. Tolle Planungs-Tools für die Tour gibt es im Internetbrowser für zu Hause, zwei davon stellen wir im Folgenden vor. Aber auch unterwegs geht noch eine Last-Minute-Planung auf Tablet oder Handy, hierzu stellen wir zwei Apps vor. Liegt die fertig geplante Tour erst mal als GPX-Datei auf dem Navigationsgerät, steht der entspann­ten Tour nichts mehr im Wege.


Offizielle Ladestationen gibt es zum Beispiel von bike energy , aber auch auf manchen Hütten oder an Bikeshops. Diese Ladestationen lassen sich als persönliche Wegpunkte in die Navigation integrieren. Bei einigen modernen GPS-Geräten von Garmin heißt die Funktion "Streckenpunkte". Über das Online-Portal Garmin Connect fügt man der geplanten Strecke die Ladestationen als zusätzliche Streckenpunkte hinzu. So kann man unterwegs immer prüfen, wie weit es noch zur nächsten Ladestation ist. Erreicht man einen Ladepunkt, wird dies als Meldung auf dem Display angezeigt.


TIPPS UND TRICKS


Akku-Stand Shimano

Im Steps-System ist auch eine ANT-Übertragung eingebaut. Damit kommen die Daten vom Antrieb auf Radcomputer von Garmin, Wahoo und Co. Der Ladezustand des Antriebs wird, getarnt als Di2-Akku, prozentgenau angezeigt. Top, denn diese Anzeige ist genauer als die Balkenanzeige auf dem Shimano-Display. Bei den neuen E7000-Motoren wird der Umfang der Datenübertragung noch erweitert. Leider müssen E8000-Fahrer für diesen Luxus ein teures Funkmodul aufrüsten.

Shimano Display


Mission Control

Specialized verspricht mit der Mission-Control-App eine variable Motorunterstützung. Diese soll dafür sorgen, dass die Akku-Kapazität für eine geplante Tour sicher ausreicht. Nach Eingabe von Streckenlänge oder Fahrzeit passt die App die Unterstützung so an, dass am Ende der Tour noch der eingestellte Sicherheitspuffer verfügbar ist. Aufgrund der vielen Faktoren, welche die Reichhöhe beeinflussen, ist diese Funktion zwar nett, aber kaum verlässlich. Mehr Möglichkeiten bietet die BLEvo-App für Specialized-E-Mountainbikes.

App: Mission Controll


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