Trek Powerfly LT: Schon gefahren

Neues Trek Powerfly mit integriertem Bosch-Akku

  • Tobias Brehler
 • Publiziert vor 4 Jahren

Trek versteckt den 500er Bosch-Akku bei der ganzen Powerfly-Flotte im Unterrohr. Hinterbau und Geometrie lässt Trek unangetastet.

Die formschöne Integration von Akkus bei E-Mountainbikes war DAS Thema auf der Eurobike 2016. Deshalb haben die Ingenieure von Trek die eigentlich aktuelle Powerfly-Palette noch einmal angepackt. Bei allen Modellen – Hardtail sowie Fully – versteckt sich der Bosch-Akku zukünftig im Unterrohr. Das Alu-Unterrohr kommt in U-Form, damit der Akku schnell und werkzeuglos nach oben entnommen werden kann. Die Standard-Akkus werden mit einem Kunststoffdeckel versehen.

Trek versieht den regulären Bosch-Akku (Powerpack 500) mit einem Kunststoff-Cover und integriert ihn ins Unterrohr.

Per Flipchip lässt sich die Geometrie am Powerfly LT ändern. Wir sind flach und tief gefahren.

Den Hinterbau haben die Amis nicht verändert. Die FS-Modelle verfügen weiterhin über 130 Millimeter Federweg, die LT-Versionen über 150 Millimeter. Auch die Geometrie bleibt beim alten: Der Lenkwinkel fällt mit 66 Grad (LT-Modell) flach, die Kettenstreben mit 475 Millimetern lang aus. Lenk- und Sitzwinkel kann man um ein halbes Grad anheben, wenn man man den Mino-Link im Hinterbau dreht. Der Reach ist mit 454 Millimetern in L modern lang.

Fahrtest Trek Powerfly LT

Wir hatten bereits die Möglichkeit, das überarbeitete Trek Powerfly LT 9 zu testen. Die Ausstattung erscheint sinnvoll: Die Sram EX1-Schaltung ist über jeden Zweifel erhaben und wechselt die acht Gänge auch unter Volllast. Vorne dämpft die Fox 36 Performance-Gabel mit Grip-Kartusche und 150 Millimetern Federweg. Im Hinterbau steckt wie gehabt der Rock Shox Deluxe-Dämpfer mit Reaktiv-Technologie von Trek. Sram Guide RE-Bremsen und hauseigene E-Bike-Laufräder im Plus-Format runden das Paket ab. Ein paar Anbauteile sorgten jedoch für Fragezeichen: Der Nobby Nic-Reifen kommt in günstiger Performance-Mischung, der Lenker ist zu schmal und der Vorbau zu lang.

Bergauf schiebt der Bosch Performance CX-Motor sehr stark an. Der E-MTB-Modus ist die ideale Wahl für technische Anstiege. Dank der langen Kettenstreben steigt die Front nicht und der Hinterbau sorgt immer für Traktion. Wirds anspruchsvoll, sind die Nobby Nic-Reifen schnell überfordert.

Unser Testrevier für das neue Trek Powerfly LT: Der Bikepark von Verbier.

Bergab spürt man den tiefer gelegten Akku, schließlich liegt der Schwerpunkt dadurch deutlich tiefer. Das Handling ist sehr ausgewogen und der Hinterbau arbeitet tadellos. Die Gabel performt gut, kann dem Top-Hinterbau allerdings nicht das Wasser reichen. Auch in der Abfahrt limitieren die Reifen massiv und sind das mit Abstand schwächste Glied in der Kette: Die Pneus sind schwammig, verfügen über zu wenig Dämpfung und Durchschlagschutz. Weiterer Vorteil der Akku-Integration: Klapperte vorher der Akku noch sehr laut, entweicht dem neuen Trek-E-MTB erst in heftigen Rumpelpassagen ein leises Klappern. Aufgrund der langen Kettenstreben und des flachen Lenkwinkels liegt das Powerfly LT sehr ruhig am Trail, in engen Kehren ist es allerdings etwas träge.

Test-Fazit

Trek verbessert mit der Akku-Integration nicht nur die Optik des Powerfly, sondern kann auch das ohnehin gute Handling verbessern. Das Bike überzeugt mit einem Erste-Sahne-Hinterbau. Limitierend wirken besonders die Reifen sowie das altmodische Cockpit.

Themen: AkkuBoschEMTBE-MTBEMTB 3/2017KurztestNeuheiten 2017Trek


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