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Top 10: E-MTBs für 2019

E-Mountainbikes: Die spannendsten Neuvorstellungen 2019

  • EMTB Magazin
  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 3 Jahren

E-Bikes sind nach wie vor voll im Trend, daran wird auch das Jahr 2019 nichts ändern. Wir geben deshalb schon jetzt einen Überblick über die spannendsten E-Mountainbike-Neuheiten des Jahres.

Specialized Levo

Harookz Das Specialized Levo Expert kommt mit großem 700-Wh-Akku und Rockshox-Fahrwerk (Pike RC, Deluxe RT3), dazu gibt´s Code R-Bremsen und X1-11fach-Schaltung. Ein stimmiges Paket.

Ein topaktuelles Stumpjumper mit Motor! Oder vielleicht auch nicht, schließlich ist das Specialized Levo in der nunmehr dritten Generation zu einer ganz eigenen Marke avanciert, die selbst den Vergleich mit dem Ur-Mountainbike nicht scheuen muss. Neu für 2019 ist an dem E-MTB eine Menge: Die Geometrie wurde im Vergleich zum Vorjahresmodell deutlich angepasst und gerät nun moderner – länger und flacher – aber doch nicht zu extrem. Außerdem neu gibt es einen aktualisierten Antrieb von Brose, einen Akku mit gesteigerter Kapazität und weniger Gesamtgewicht – das Specialized Levo liegt nun in der Topausstattung unter 20 Kilo. Kein Wunder, dass es in unserer Wertung Platz eins als spannendstes E-MTB der Saison 2019 abräumt!

Haibike Flyon Nduro

Toni Rossberger Haibike überraschte im Rahmen der Eurobike 2018 mit einer neuem Antriebssystem rund um den 120 Nm starken TQ-Motor. Die Neuheiten zogen viele Journalisten und Fachexperten an. Hier übrigens im Bild: Das Nduro 10.0

Schon seit es E-MTBs gibt, gilt Haibike als Vorreiter. Auf der letzten Eurobike stellten die E-Bike-Pioniere dann ganz überaschend ihren ersten eigenen Antrieb vor, der auf den Namen Flyon hört. Satte 120 Newtonmeter Drehmoment, gekoppelt mit einem 620 Watt Akku. Mehr Power geht nicht. Dazu gibt es im Nduro auch noch 180 Millimeter Federweg auf 27,5 Zoll Laufrädern mit 2,6 Zoll Reifenbreite. Die Geometrie ist up to date, die Ausstattung auch. Allerdings werden dann für das Topmodell Nduro 10.0 auch 8999 Euro fällig.

Lapierre E-Zesty

Florentin Vesenbeckh Das E-Zesty von Lapierre fährt nach dem Motto „weniger ist mehr“ und baut auf den schlanken Fazua-Antrieb. Mit 160/150 Millimetern Federweg wollen die Franzosen bei einem Gewicht von rund 16 Kilo landen. Wir sind gespannt!

Leicht, leichter, E-Zesty . Zumindest in der Welt der E-Mountainbikes. Statt auf dicke Motoren und jede Menge Akkuleistung setzen die Franzosen unter der Führung von Allround-Talent Nico Vouilloz auf ein leichtes System, das sich möglichst natürlich fahren soll. Dafür kommt der leichte Fazua-Antrieb mit lediglich 60 Newtonmetern in Kombination mit einem 250Wh-Akku zum Einsatz. Soll aber laut Aussagen von Lapierre für gut 1000 Höhenmeter reichen und wer länger fahren will, nimmt eben eine zweite der 1,2 Kilo leichten Energiestangen mit. Mit lediglich 16 Kilo angepeiltem Gesamtgewicht und 160/150 Millimetern Federweg könnte das kompetente Allmountain eines der leichtesten E-Mountainbikes werden, die je in größerer Stückzahl verkauft wurden.

Intense Tazer

Florentin Vesenbeckh Das Tazer ist das erste E-MTB der US-Schmiede. Es scheint aber sehr gelungen.

Für Mountainbike-Fans ist die US-Kultmarke Intense ein rotes Tuch. Manche stehen total drauf, andere finden's einfach nur viel zu teuer. Mit dem Intense Tazer könnte sich das aber ändern. Denn unsere Tester waren begeistert. Zwar kann man über die Optik streiten, aber das Bike ist mit knapp über 21 Kilo nicht zu schwer, fährt dank Highend-Fahrwerk hervorragend und ist mit 7499 Euro in der bisher einzigen Ausstattungsvariante Pro zwar kein Schnäppchen à la Canyon oder Radon, aber durchaus vernünftig eingepreist. Vorwärts geht's mit dem bewährten Shimano Steps E8000 Motor, der Akku mit 500 Wh kommt ebenfalls von den Japanern. Kurz und knapp: Wer ein E-MTB sucht, das gut bügelt aber auch verspielt fährt, der wird am Tazer kaum vorbeikommen.

Ducati Mig

Davide Longo Mit seinen Fahreigenschaften konnte das Thok MIG bereits überzeugen, dem dürfte das Ducati MIG RR in nichts nachstehen.

Schickes Design von Ducati und bewährte E-MTB-Technik von Thok. Mit dem Mig RR verbinden zwei Hersteller das Beste aus beiden Welten. Das Bike kommt als potentes Enduro mit 170/160 Millimetern Federweg daher und setzt wie auch die Konkurrenz auf ein großes 29-Zoll-Vorderrad mit kleinerem, aber breitem 27,5+-Zoll-Pneu am Heck. Im Tretlager arbeitet wie beim Thok auch der Shimano Steps Motor, natürlich kommt dann auch der Akku im Unterrohr von Shimano. Die Variante von Ducati konnten wir noch nicht testen, sie dürfte aber dem Thok Mig in nichts nachstehen und das konnte unsere Tester in EMTB 02/18 bereits voll überzeugen.

Canyon Neuron:On

Georg Grieshaber 130 Millimeter Federweg und Shimano E8000 Motor in jedem Modell. Los geht's beim Neur:On schon ab 3299 Euro.

E-Bike zum Kampfpreis! Dass die deutschen Versender in der MTB-Szene regelmäßig die Preis-/Leistungs-Krone abräumen, ist fast schon zur Norm geworden. Jetzt setzt der Koblenzer Versender noch eins drauf und schiebt sein unkompliziertes Touren E-MTB Neuron:On für nur 3299 Euro in den virtuellen Verkaufsraum. Dafür gibts... naja, eigentlich alles. 130 Millimeter Federweg vorne wie hinten, eine moderne aber nicht extreme Geometrie, den aktuellen E8000 Steps Motor von Shimano und einen passenden Akku mit 500 Wh Kapazität. Beim Einstiegsmodell werkelt ein eher einfaches Rockshox-Fahrwerk, das aber schon für die meisten Einsätze genügen dürfte. Wer noch etwas mehr will, kann auch zu höherwertigen Modellen greifen. Definitiv aber der E-MTB Preis-/Leistungs-Tipp für 2019.

Centurion Numinis Trail E

Florentin Vesenbeckh Centurion schwimmt gegen den Strom und integriert beim neuen Numinis E den Akku nicht im Unterrohr. Sieht auch so gut aus und spart Gewicht und Konstruktionsaufwand.

E-Trailbike made in Schwaben. Mit dem Centurion Numinis E ergänzt die altehrwürdige deutsche Fahrradschmiede ihr E-MTB um ein weiteres Modell, das bei den Testern von Anfang an Gefallen fand. 140/135 Millimeter Federweg gepaart mit griffigen 2,6-Zoll-Reifen auf 29er-Felgen, eine standesgemäße Geometrie und der bewährte E8000 Steps Antrieb von Shimano. Das Cockpit gerät schön aufgeräumt, die Bedienfreundlichkeit ist hoch (auch dank nicht integrierter Akku-Lösung), die Bremsen sind kräftig, das Fahrwerk stimmig und zu teuer ist es auch nicht. Unser Tipp der E-Mountainbikes ohne integrierten Akku, das auch ein bisschen gegen den Trend schwimmt.

Giant Trance E+

David Schultheiß Das Trance E+ bleibt nach wie vor bei 27,5 Zoll. Das hier gezeigte SX Modell bietet etwas mehr Reserven für's Grobe.

Zu viel 29 Zoll in E-Bikes? Dann könnte das Giant Trance E+ mit 27,5x2,6 Zoll genau das richtige E-Mountainbike sein. Kernstück des 150/140er Trailbikes ist der Sync Drive Pro Antrieb von Yamaha, dessen Akku – ganz dem Trend entsprechend – elegant im Unterrohr verschwindet. Die Geometrie gerät eher klassisch, vor allem die Kettenstreben fallen mit 470 Millimetern ziemlich lang aus. Der Maestro-Hinterbau ist jedoch bewährt, die Linienführung gelungen und auch beim Thema Preis-/Leistung macht Giant so schnell niemand etwas vor: Bereits bei 5999 Euro ist das obere Ende der Modellpalette erreicht, voll XTR und top Fox-Factory-Fahrwerk bereits inklusive. Übrigens: Wer es lieber etwas ruppiger hat, greift besser gleich zum Trance SX E+ , das mit mehr Federweg etwas größere Reserven bietet.

Husqvarna Hard Cross

Martin Erd Mit 180 Millimeter Federweg und einem eher verspielten Handling ist das Husqvarna Hard Cross der Freerider unter den E-MTBs.

Neben Ducati ist Husqvarna schon der zweite Motorradhersteller, der fett ins E-MTB-Geschäft einsteigen will. Anders als in Italien setzt die E-Bike-Schmiede unter dem Label der schwedischen Off-Road-Spezialisten aber auf völlige Eigenentwicklung. Besonders gut scheint uns das Modell Hard Cross . Satte 180 Millimeter Federweg kombiniert mit eher verspieltem Handling und „kleinen“ 27,5-Zoll-Laufrädern mit verhältnismäßig normaler Reifenbreite. Damit dürfte das Hard Cross der Freerider unter den E-MTBs werden und sollte vor keiner noch so heftigen Flugeinlage zurückschrecken. Preislich rangiert das Husqvarna aber eher in einer oberen Region. 7299 Euro werden für das Topmodell fällig, dafür gibt es dann aber auch ein Fox-Factory-Fahrwerk, leichte EX 1501 Laufräder und einen Shimano E8000 Antrieb mit satten 630 Wattstunden Akkuleistung.

Rocky Mountain Instinct Powerplay

Markus Greber Das Rocky Mountain Instinct Powerplay gibt es nun in der zweiten Generation. Neu sind vor allem die 29 Zoll Laufräder, außerdem ist das Bike deutlich erschwinglicher geworden, Alu-Rahmen sei Dank.

Lange Zeit durfte in guten MTB-Bestenlisten kein Rocky Mountain fehlen. Die kanadische Edelschmiede überzeugte immer wieder Tester und Leser gleichermaßen. Vor nun einem guten Jahr kam dann der nächste große Schritt: Das erste E-Bike mit dem Instinct Powerplay. Wir sind vor kurzem nun die neue Version gefahren . Nach wie vor legten die Entwickler besonderen Wert auf ein möglichst natürliches, Mountainbike-typisches Fahrgefühl. Dafür wurde bereits für das erste Modell extra ein eigener Motor konstruiert, der es dem Rocky Mountain Instinct Powerplay ermöglicht, die Geometrie seines antriebslosen Pendants bis ins Detail beizubehalten. Das überlegene und ausgewogene Fahrverhalten überrascht von daher nicht gegenüber dem Vorjahresmodell,wurde der Schluckfaktor durch die Laufräder in 29 Zoll etwas gesteigert. Gibt's jetzt ab 5000 Euro, etwas billiger als das Modell mit Carbonrahmen im Vorjahr.

Markus Greber Schlicht und funktional: Fast alle 2019er E-MTBs setzen auf einfache Schalter ohne Schnickschnack die aber gut zu bedienen sind. Aus unserer Sicht ein echter Fortschritt gegenüber alten Mäusekinos.

Neugierig geworden? Noch nicht das Richtige dabei? Dann behalten sie die EMTB Website im Auge. Unter dem Reiter News und Neuigkeiten halten wir Sie auch über die topaktuellen Modelle auf dem Laufenden.

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