Ghost SL AMR: zwei neue Hybride-Modelle Ghost SL AMR: zwei neue Hybride-Modelle Ghost SL AMR: zwei neue Hybride-Modelle

Neu: Ghost Hybride SL AMR (X)

Ghost SL AMR: zwei neue Hybride-Modelle

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 3 Jahren

Mit dem Hybride SL AMR und dem Hybride SL AMR X stellt Ghost zwei E-MTB-Fullys vor, die rigoros auf Trailbiken ausgelegt sind. Das Bike wurde auf dem BIKE Festival am Gardasee enthüllt.

Keine Kompromisse, dieses Versprechen gibt Ghost mit seinen beiden neuen E-MTB-Fullys, die die Oberpfälzer beim FSA BIKE Festival Garda Trentino 2018 erstmals der Öffentlichkeit präsentieren. Mit dem Hybride SL AMR und dem Hybride SL AMR X stellt Ghost damit zwei Modelle vor, die dem Fahrer nicht nur bergab ein Grinsen ins Gesicht zaubern, sondern die auch beim Uphill-Biken in anspruchsvollem Gelände der Konkurrenz eine Radlänge voraus sein sollen. Was im vergangenen Jahr noch als Kato FS-Prototyp am Ghost-Stand in Riva zu sehen war, ist nun serienreif. Dabei hat Ghost bei der Entwicklung lange experimentiert und optimiert. Vom Rahmen-Design über die Motor-Integration und die Geometrie bis zur letzten Ausstattungskomponente verfolgt Ghost ein klares Ziel: Sportliches, Trail-lastiges E-Mountainbiken in technischem Gelände.

Hersteller Der Prototyp des Hybride Kato FS, den man vergangenes Jahr am Ghost stand sehen konnte. Daraus hat sich das neue Hybride SL AMR und das SL AMR X entwickelt.

Ghost Hybride SL AMR (X): Die Fakten

Das fängt beim niedrigen Tretlager an: So hat man in brenzligen Situationen schnell einen Fuß am Boden und der Schwerpunkt liegt tief. Um nicht städnig mit Pedalaufsetzern zu kämpfen, setzt Ghost auf besonders kurze Kurbeln. Und weil die kein Hersteller liefern konnte, stellt Ghost die kurzen Kurbeln, die speziell für E-MTBs gefertigt werden, selbst her: An den SL AMR X-Modellen werden superkurze Kurbeln mit 155 mm (!), an den Hybride SL AMR-Rahmen 160 mm-Kurbeln verbaut.

Manuel Sulzer Durch sein tiefes Tretlager liegt das SL AMR X satt auf dem Trail, die kurzen Kurbeln schützen vor Aufsetzern. Netter Nebeneffekt der 155 mm langen Kurbeln: Man fährt eine höhere Trittfrequenz, die dafür sorgt, dass der Shimano-Motor ökonomischer arbeitet.

Da Ghost ein 29-Zoll-Vorderrad mit einem 27,5 Plus-Hinterrad kombiniert, baut die Front nicht gerade niedrig. Ghost verbaut vorne das 29-Zoll-Rad für gutes Überrollverhalten und Kurventraktion, die Plus-Bereifung hinten sorgt für Grip und Stabilität. Damit das Bike seinen Fahrer auch in extremen Steigungen nicht abwirft, wurden alle Hybride SL AMR-Modelle mit steilen Sitzwinkeln (75,2 Grad bzw. 76,1 Grad) und durchgängig absenkbaren Gabeln versehen. Weitere entwas unkonventielle Gemeinsamkeit der neuen Ghost E-MTBs aus Carbon: Der Stahlfederdämpfer am Heck. Er soll weniger wartungsintensiv sein wie ein Luftfederdämpfer und kommt zudem wegen seines besseren Ansprechverhaltens zum Einsatz. Damit das Fahrwerk in steilen Passagen nicht wegsackt, haben die verbauten Dämpfer (Rock Shox Super Deluxe Coil und Cane Creek DB Coil) jeweils einen Lockout-/Plattform-Modus. Bei unserem ersten Fahreindruck mit dem neuen Ghost Hybride SL AMR X waren wir von den Uphill-Qualitäten des Bikes begeistert: Keinerlei Aufbäumen, keine Kurbelaufsetzer und supersensible Traktion.

Delius Klasing Verlag In EMTB 2/18 lesen Sie einen ersten ausführlichen Labor- und Praxistest des neuen Ghost SL AMR X. Die zweite Ausgabe des EMTB-Magazins für 2018 erscheint am 15. Mai.

Manuel Sulzer Der 2,8 Zoll breite Plus-Reifen am Hinterrad (Maxxis Minion DHR II) sorgt für viel Grip und Traktion. Zudem denkt Ghost darüber nach, den Durchschlagschutz von Pepi's Tire Noodle serienmäßig in den Hybride SL AMR X-Modellen anzubieten. Damit kann man den Reifen dann mit sehr geringem Luftdruck fahren.

Manuel Sulzer Die Stahlfederdämpfer und die kurzen Kurbeln sind das Markenzeichen der neuen E-MTBs von Ghost. Nach unseren ersten Tests können wir sagen: Das SL AMR X gehört zu den besten E-Mountainbikes, die es am Markt gibt.

Manuel Sulzer Nur das Tretlager tief nach unten zu ziehen provoziert gefährliche Kurbelaufsetzer. Vor allem, wenn man technisch bergauf pedaliert, machen die 155 mm langen Kurbeln Sinn. So kommt man leider Stufen hinauf ohne aufzusetzen.

Da Ghost ein möglichst leichtes E-MTB an Start bringen wollte, kam eine Integration der Batterie in den Rahmen nicht in Frage. Denn der semi-integrierte Akku erlaubt eine leichtere Rahmenkonstruktion, ist einfacher zu wechseln und hat ein besseres Hitzemanagement.

Die Details im Überblick

  • Carbon-Rahmen
  • Absenkbare Federgabeln: 160 mm/140 mm hinten (SL AMR X) und 140/140 mm (SL AMR)
  • Shimano Steps E8000 Motor mit 500Wh-Akku
  • Kurze Kurbeln: 155 mm (SL AMR X) / 160 mm (SL AMR)
  • 29 Zoll Vorderrad / 27,5'' Plus Hinterrad
  • Stahlfederdämpfer

Manuel Sulzer Das neue Ghost E-MTB klettert dank absenkbarer Gabel, kurzen Kurbeln, steilem Sitzwinkel und sensiblem Antrieb überragend.

Hersteller Die Geometriedaten der zwei neuen E-MTBs von Ghost im Überblick. Oben das SL AMR X mit 160/140 mm Federweg, unten das SL AMR mit 140/140 mm Hub.

Die Modelle des Ghost Hybride SL AMR (X)

Vom Hybride SL AMR wird Ghost drei Modelle zwischen 4800 und 6500 Euro bringen. Den Einstieg bildet das Hybride SL AMR S4.7+ mit SR Suntour Aion-Gabel, Magura MT5 und Shimano SLX/XT-Mix. Das mittlere Modell – das SL AMR S6.7+ – kostet 5700 Euro und man bekommt ein Rock Shox-Fahrwerk (Revelation), Magura MT7-Stopper und eine 1x11 Shimano XT. Beim Topmodell für 6500 Euro schaltet eine XT Di2 durch die Gänge, gebremst wird mit einer Saint und vorne verrichtet eine Rock Shox Pike RC ihre Arbeit.

Hersteller Das Einstiegsmodell in die Hybride SL AMR-Palette bildet das Modell S4.7+ für 4800 Euro.

Hersteller Das mittlere SL AMR-Modell (6.7) liegt bei 5700 Euro.

Hersteller Das Topmodell des 140-mm-Bikes kostet 6500 Euro.

Bei den Hybride SL AMR X-Modellen ist die Auswahl auf zwei Modelle beschränkt. Das Topmodell – SL AMR X S7.7+ – kostet 6500 Euro und kommt mit Lyrik RCT3, Sram EX1 und der Sram Code R Vierkolbenbremse. Mit etwas Abstrichen bei der Ausstattung reiht sich das SL AMR X S5.7+ für 5500 Euro ein.

Hersteller Nur im SL AMR X S5.7+ steckt der Cane Creek DB Inline-Dämpfer. In allen anderen Bikes des neuen Ghost E-MTBs kommt der Rock Shox Super Deluxe Coil zum Einsatz.

Erster Test des Ghost Hybride SL AMR X

In EMTB 2/18 lesen Sie einen ersten ausführlichen Labor- und Praxistest des neuen Ghost SL AMR X. Die zweite Ausgabe des EMTB-Magazins für 2018 erscheint am 15. Mai.

Themen: BIKE-Festival-Riva-2018E-BikeE-MTBE-MTB-Neuheiten Riva 2018Eurobike_2018GhostHybridSL AMR


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